Kurzbericht zur NDM am 17.11.19 - AK II bis 93 kg
Habe bereits vor der Waage schön gefrühstückt, aber noch nicht getrunken.
Dass ich so um die 90 ankomme, war klar,
dass der sportliche Rivale noch schwerer sein wird, zu 99% auch.
Hatte dann 90,2 kg, der Gegner 92,2 kg.
Also großer Pluspunkt für mich,
denn der Gegner war mit 435 kg gelistet.
Im September hatte ich auch 435 kg, im Oktober vor zwei Wochen bei der KDK-SA mit 450 kg
neuen persönlichen Seniorenrekord, also etwas (15 kg) mehr als er.
Hier bei der NDM ging es mir nur um den Sieg. Rest im Prinzip egal.
War also eine enge Kiste angesagt.
Vorüberlegung:
Beim Bankdrücken sind wir ziemlich gleich.
Bei der KB ich viel besser.
Beim KH er viel besser, also mußte ich zusehen, dass ich beim KH in der Differenz zu ihm nicht schlechter bin
als das beim KB herauszuholende Polster betragen wird. So 195 bis 197,5 kg sein derzeitiges Vermögen.
Hat aber auch schon 205 kg gezogen.
KB:
1. Versuch: 165 kg: gültig
2. Versuch: 175 kg: gültig
3. Versuch: 180 kg: hochgekommen, aber im Stehen mit dem linken Knie gewackelt bevor das Abkommando kam ... sch... Sch.... ungültig.
Also Trainingsergebnis bestätigt, nicht mehr, nicht weniger.
Eingestiegen bin ich mit 165 kg, weil ich so bei ungültigen 2. und 3. Versuchen nur 12,5 kg zum Oktoberwert eingebüßt hätte.
15 kg hatte ich Reserve zum Gegner.
Und noch einmal 180 kg zu versuchen, mußte einfach sein.
Das erste Mal im Wettkampf auch nach oben gebracht, aber
eben der Kniewackler.
Ist nur eine Frage der Zeit, dann gehöre ich zum Kreis der 180er.
in der 93er.
Der Gegner schaffte 137,5 kg >>> also 37,5 kg für das KH als Polster zugelegt. Da werde ich wohl mindestens wieder 160 kg
ziehen müssen. Bisher erst einmal dieses Jahr geschafft (und übertroffen/KDK SA). Und dass mein Rücken nicht locker sein wird,
habe ich schon vor ein paar Tagen gespürt.
BD:
Das Bankdrücken erinnerte mich irgendwie an die Neunziger Jahre, als ich sehr oft mit aktuellem persönlichem Rekord in den Wettkampf eingestiegen bin
und mehrfach erst im dritten Versuch die Last bewältigte bzw. gültig bekam.
Warum? Ganz einfach, der PR entsprach der Qualinorm für die DM.
Man konnte also gar nicht tiefer einsteigen.
Und nie bin ich geplatzt dabei.
Diesmal stieg ich wieder sehr sicher wie eigentlich immer 2019 mit 100 kg ein, aber bekam ein 1:2.
Ein Kommando soll ich überhört haben. Wunschgemäß war dann die laute Musik zu meinem 2. und 3. Versuch etwas leiser.
Das Gewicht fühlte sich übrigens auch wunderbar leicht an. Das Training war also perfekt gewesen.
Mit einem Auge auf meinen Gegner schielend erhöhte ich trotzdem zum 2. Versuch minimal auf 102,5 kg.
Wollte mein Polster nicht zu schnell schmelzen lassen.
Denn 165 kg im KH würde ich mir heute nicht zutrauen.
102,5 kg leicht hochgedrückt und wieder 1:2 ungültig. Der Fuß habe nicht perfekt gestanden, war leicht gekantet, sagte zB ein Kari.
Also zum dritten Versuch wieder 102,5 kg auflegen lassen. Zurückgedacht an die Neunziger.
Und vom Dicken kam der Hinweis, doch die Schuhe zu wechseln. Mein Gymnastiklatschen von der KB/vom KH anzuziehen.
Also dem Dicken gehorcht, Schuhe gewechselt, beim Drücken im dritten Versuch voll die Latschen auf den Boden gedrückt,
zuvor noch einmal die Ohren gespült und das Gewicht federleicht nach oben gedrückt. 3:0 gültig. Nun konnte ich wieder lächeln.
1. Versuch: 100,0 kg: 1:2 ... Kommandofehler
2. Versuch: 102.5 kg: 1:2 ... Fußfehler
3. Versuch: 102,5 kg: 3:0 ... kleine Erwärmung
110,0 bis 112,5 kg hätte ich mir zugetraut. Die im ganzen Jahr im WK üblichen 107,5 kg wäre heute null Hürde gewesen.
Naja, neues Jahr, neues Glück.
Mein Gegner schaffte übrigens auch nur 102,5 kg. Sein 3. Versuch mit 105 kg war ungültig.
Mein Polster von 37,5 kg nahm ich nun mit in das abschließende Kreuzheben.
KH:
Da mein Rücken nicht locker war, auch die Erwärmung dementsprechend "lief", änderte ich auch auf Empfehlung vom Dicken
nicht die Anfangslast von 145 kg. Zur Erinnerung: Vor zwei Wochen hatte ich mich bis 145 kg ohne Gürtel erwärmt.
KH ist eben immer extrem tagesformabhängig und schwankend.
145 kg im ersten Versuch 3:0 geschafft und nun zwangsweise auf 160 kg erhöht und mit sehr goßer Anstrengung irgendwie hochgewürscht.
Dabei wieder einmal meinen rechten Pectoralis leicht überanstrengt.
(Dies sah man auch deutlich nach meinem zweiten und vor meinem dritten Versuch.)
Und wollte deswegen den WK vorzeitig beenden. Die Arbeitskraft schonen.
Nun kam schon wieder der Dicke ins Spiel, der meinte, der dritte Versuch würde entscheiden, ich solle unbedingt noch die Erhöhung abgeben und antreten.
Ok, nun also Gegner geschockt und gleich mal 167,5 kg angegeben. Und meinen Pectoralis weiter schön gedehnt.
192,5 kg standen dann für meinen Gegner im zweiten Versuch in der Wertung. Blieben für mich noch 5 kg plus und das leichtere Körpergewicht.
Er gab jetzt 200 kg für den dritten Versuch an. Das hätte gereicht für ihn zum Sieg, wenn ich meinen neuen Seniorenrekord von vor 14 Tagen mit
165 kg nicht schon wieder auf 167,5 kg im 3. Versuch verbessern würde.
Doch nun nutzte ich die Möglichkeit zur nachträglichen Versuchsänderung und reduzierte für den dritten Versuch auf 162,5 kg. Wäre trotzdem meine
zweitbeste Seniorenleistung gewesen. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie schafften es die Zuschauer
, dass das Gewicht nach oben kam,
die Hantel in meiner Hand.
Die Reaktion vom Gegner blieb aus. 200 kg hätten für ihn nun nur noch Gleichstand bedeutet und wären aufgrund des größeren
Körpergewichtes Platz 2 gewesen. Er hätte auf 202,5 kg für den dritten Versuch nachträglich steigern müssen. Das sollte aber zuviel für ihn sein,
Denn die 200 kg bewältigte er auch nicht. So blieben mir am Ende 7,5 kg plus und wieder einmal ein Sieg im KDK bei den NDM.
1. Versuch: 145,0 kg: 3:0
2. Versuch: 160,0 kg: 3:0
3. Versuch: 162,5 kg: 3:0
Fazit:
Die NDM hat wahnsinnig Spaß gemacht. Mein sportlicher Gegner und ich freuen uns schon sehr auf das nächste Aufeinandertreffen bei der DM im KDK im Juni 2020.
Mal sehen, wer außerdem noch antritt. 2015 war ich bei der DM sogar Zweiter.
...hmm, dass die Alten immer weniger werden.
Für mich war es nach 2015 der 2. "Sieg" bei der NDM im KDK. Damals nach dem BSV noch unausgeheilt und verletzt angetreten: 307,5 kg im Total.
Dieses Jahr im November bei der NDM nun 440 kg nach 435 kg im September und 450 kg im Oktober zur LM SA.
Doch die BD-Leistung von damals ( NDM 2015) kommt mir bekannt vor: 107,5 kg. Genau die Leistung, die ich dieses Jahr bei allen bisherigen 4 Wettkämpfen hatte.
(Einschließlich der BVDK-offenen Frankfurter Uni-Meisterschaft).
Beim fünften nun, wo ich am stärksten war, sollten es viele kg weniger sein. Man kann also nichts so richtig planen im KDK.
Bis auf die Einstiegsgewichte, diese sollten nicht zu hoch sein. Da haben cyclon, Dicker und Co. schon recht.
So wurde es letztendlich ein solider Wettkampf für mich mit einem spannendem Zweikampf und vielen neuen bzw. aufgefrischten Erfahrungen
und schon große Vorfreude auf 2020.
Und danke Dicker! Übrigens ist er gar nicht dick, er war es wohl früher mal.
PS: Habe allerdings ein langes graues Thermounterhemd und das grüne Sweatshirt auf dem Fensterbrett liegen gelassen.