1. Zahlreiche Trainingspläne, Rezepte, Videoanalysen und über 500 verschiedene Trainings- sowie Ernährungstagebücher erwarten Dich im Muscle Corps Forum.

    ✓ Fundiertes & praxisbezogenes Wissen
    ✓ Experten mit langjähriger Erfahrung
    ✓ 100% Natural Bodybuilding

    Ausgebildete Trainer, Physiotherapeuten, Mediziner und Wettkampfathleten beraten Dich gerne.
    Sei auch Du dabei!

Kommt jetzt die Ära der Stoffwechselgurus?

Dieses Thema im Forum "Ernährung im Sport" wurde erstellt von bedee, 27. Mai 2014.

  1. bedee

    bedee Team Ernährung Moderator

    Registriert seit:
    25. Januar 2008
    Beiträge:
    5.670
    Geschlecht:
    weiblich
    Wenn man sich mit dem Thema Ernährung auseinander setzt kann man feststellen, dass wir zur Zeit wohl auf dem Höhepunkt einer Restriktionswelle schwimmen. Kohlenhydrate sind BÖSE, Getreide und v.a. Gluten erst recht, jeder 2. hat ne Nahrungsmittelunverträglichkeit und vegan ist auch wieder voll im Kommen. Paleo, Low Carb, No Carb, Ketogen, intermittent oder sonstiges Fasten…. ist dermaßen Mainstream, kaum einer traut sich mehr was dagegen zu sagen. Ich frage mich, ob wir in ein paar Jahren nicht genauso mitleidig lächelnd auf die heutigen Trends zurückschauen wie auf den Höhepunkt des Low Fat Hypes.

    Wie soll ich mit den derzeitigen „Ernährungswahrheiten“ z.B. meiner Freundin erklären, warum sie nach einem guten halben Jahr strict-Paleo gerade im Urlaub ratzfatz 2 kg abnimmt, wo sie doch da die bösen Carbs haufenweise in sich rein schaufelt? Oder warum sie nach einem süßen Snack am Abend die Nacht durchschlafen kann und bei Paleo-Low Carb immer zwischen 2 und 3 Uhr aufgewacht ist? Kommt mir jetzt nicht damit, dass sie noch nicht voll umgestellt sei und so. Das erzählt man sich unter Veganern auch immer, wenn einer sich nach Jahren mit dieser Ernährungsform immer noch bescheiden fühlt.

    Und da sind da noch die Kalorienzähler, die Anhänger des heiligen Kaloriendefizits (oder –überschuss, je nach Zielsetzung). Hilfe, ich habe diese Woche nicht genug abgenommen! Muss ich die Kcals/Carbs oder whatever noch weiter reduzieren oder soll ich mehr Energie durch Sport verbrauchen?

    Ja, hab ja selber lange genug gezählt, Kalorien und Hauptnährstoffe zusammen gerechnet und versucht, vorher zu berechnen auf welches Gewicht ich mit welchem Maßnahmen ich zu einem bestimmten Termin kommen würde. Hab da irgendwo noch eine Sammlung an Infos und Formeln, aber leider ist die Rechnung nie aufgegangen. Eine Kristallkugel hätte mir vielleicht genauere Ergebnisse geliefert.

    Und warum ist das so?
    Der menschliche Körper funktioniert nach biologischen Gesetzmäßigkeiten und die kann man eben nicht mittels Mathematik berechnen, und schon gar nicht mit den Grundrechenarten (= Cal in Versus Cal out)!
    Und warum soll man nicht dem Körper die Verwaltung seines Energiehaushaltes überlassen? Der kann das schließlich viel besser, hat das in Äonen gelernt. Trotz allem Reinpfuschen mit Diäten und überzogenen Sportprogrammen: langfristig entscheidet der Körper, ob er sich mit einem bestimmten Gewicht oder Körperfettgehalt arrangieren kann.

    OK, soweit war ich auch schon mit meinen Überlegungen als ich über einen etwas anderen Ansatz gestolpert bin.
    Das erste e-Book von Matt Stone hab ich mir für lau auf meinen e-Book Reader gezogen weil es ganz interessant klang: „The Vegan Solution“, hab ich aber nur überflogen um mir die Hauptargumente gegen eine vegane bzw. vegetarische Ernährung anzuschauen. Hab in meinem Umfeld den einen oder anderen bekehrenden Veganer, vor allem der Compagnon meines Hausarztes (ein Hungerhaken der jeden von der einzig selig machenden Ernährungsweise überzeugen will)
    .
    Irgendwann gabs dann „Eat for Heat“ zum Promotionpreis und ich dachte: hoppla, den Autor kennst du doch? Der schreibt ja ganz vernünftig….
    Im nächsten Post folgt eine Zusammenfassung dieses Buches, wie von taurus schon sehnlichst erwartet (bitte gib mir noch ein, zwei Tage)

    Weitere Werke, die ich aus der Richtung (Stoffwechsel, mehr essen) bereits gelesen habe, für den Fall dass sich einer selber reinlesen will:
    Von Matt Stone: Diet Recovery, Diet Recovery 2, Hypoglycemia
    Von Ari Whitten: For Ever Fatloss
    Und derzeit in der Mache: The Calorie Myth von J. Bailor.

    Werde also über Eat for Heat hier was erzählen und anschließend über das Buch von Ari Whitten. Komisch, dass die interessanten Dinge alle zuerst nur auf Englisch zu lesen sind und erst Jahre später auf Deutsch. Dabei müssten wir in good old Germany doch auch Spezialisten haben?
     
  2. Gast10

    Gast10 Guest

    AW: Kommt jetzt die Ära der Stoffwechselgurus?

    Sehr schön, vor allem die Einleitung. Sehe ich genauso. Mir hängen die missionierenden Paleo-, Steinzeit-, Fighter-, Low-Carb-, Low-Fat-, Keto-, Vegan-, Vegetarisch-, Kalorienzähler-, HighFat-, Leangains-, IF- usw. -Jünger auch sowas von zum Hals raus, dass ich jegliche Lust verloren habe, mit diesen überhaupt zu reden (zumindest über das Thema Ernährung). Allerdings trifft das mittlerweile auch für das Lesen solcher Bücher wie von Dir genannt zu. Da versucht irgendwie jeder, Dogmen aufzustellen, die nachher doch niemandem was nutzen.
     
  3. torstenh

    torstenh Well-Known Member

    Registriert seit:
    19. September 2012
    Beiträge:
    1.084
    AW: Kommt jetzt die Ära der Stoffwechselgurus?

    Und aus dem Grund bin ich wieder da wo ich vor Jahren war. *g*

    Ich esse einfach mit Sinn und Verstand und so das ich mich wohl fühle. :)
     
  4. Gast

    Gast Guest

    AW: Kommt jetzt die Ära der Stoffwechselgurus?

    wegen eben diesen punkten kam ich zu metabolic typing. im ersten teil des buches wird, leider ohne fußnoten, ziemlich schlüssig erklärt warum/wie der ansatz funktioniert. ich grunde läuft es darauf hinaus, daß, so wie wir von außen verschieden ausschauen, wir auch von innen verschieden 'ausschauen' (funktionieren wäre das bessere wort).
    damit wiederum wird begründet, warum mancher ansatz bei einem funzt und beim anderen eben nicht.

    gerne :)
     
  5. helikopta

    helikopta Well-Known Member

    Registriert seit:
    8. Februar 2011
    Beiträge:
    931
    Geschlecht:
    männlich
    AW: Kommt jetzt die Ära der Stoffwechselgurus?

    ja, das klingt interessant liebe bedee.
     
  6. The Wicker Man

    The Wicker Man Well-Known Member

    Registriert seit:
    21. Oktober 2010
    Beiträge:
    3.999
    AW: Kommt jetzt die Ära der Stoffwechselgurus?

    [img17]
     
  7. de-fortis

    de-fortis Team Sportmedizin Admin

    Registriert seit:
    19. März 2005
    Beiträge:
    13.699
    Geschlecht:
    männlich
    AW: Kommt jetzt die Ära der Stoffwechselgurus?

    Guter kritischer Beitrag, gefällt mir sehr! [img17]
     
  8. bedee

    bedee Team Ernährung Moderator

    Registriert seit:
    25. Januar 2008
    Beiträge:
    5.670
    Geschlecht:
    weiblich
    AW: Kommt jetzt die Ära der Stoffwechselgurus?

    So, jetzt hats doch länger gedauert als geplant. Gar nicht mal so einfach eine Zusammenfassung zu schreiben wenn man nicht gleich das ganze Buch abschreiben will.

    Matt Stone / Eat for Heat / Teil 1 (die Sache mit dem Pipi)

    Matt Stone beschreibt sich selber als Gesundheitsfreak, der schon als Kind seine Frühstücksflocken nach den auf der Packung aufgedrucken Nährwerten ausgesucht hat. Nachdem er verschiedene Konzepte selber ausprobiert hat (z.B. längere Zeit vegan bzw. Paleo) steht er heute auf dem Standpunkt, dass die Verbesserung der Energieerzeugung in den Zellen (sprich: eine hohe Stoffwechselrate) für eine optimale Gesundheit und ein normales Körpergewicht unerlässlich sei. Und genau das verbreitet er auch auf seiner Internetseite 180degreehealth und in seinen E-books (die man immer mal wieder zum Promotionpreis oder gar umsonst runterladen kann).

    Eat for Heat ist in einer flapsigen Sprache geschrieben, auf Wissenschafts-Englisch und übermäßig viele Hinweise auf Studien verzichtet der Autor ganz bewusst. Das Englisch ist leicht verständlich, man muss lediglich ein paar Ausdrücke aus der unteren Kategorie nachschlagen. Kurz: man muss diese Art Schreibe mögen oder zumindest tolerieren können.

    Er fängt gleich damit an gegen Vorgaben wie „8 Gläser Wasser pro Tag“ zu wettern. Auch die Empfehlung einer nach Körpergewicht, Alter und Geschlecht berechneten Flüssigkeitsmenge hält er für schädlich da dies nicht den aktuellen Stoffwechselzustand mit einbezieht und zusammen mit der bei gesundheitsbewussten Menschen häufigen Einschränkung des Salzverzehrs zu „verdünnten Körperflüssigkeiten“ führt.
    Mit den häufig erwähnten „Fluids“ meint M.S. Die Flüssigkeit außerhalb der Zellen (extrazelluläre Flüssigkeit, inkl. Blut), zwischen 15-18 Liter.
    Mit steigendem Alter gehe das Volumen dieser Flüssigkeiten sowie die Konzentration der darin befindlichen Elektrolyte zurück, was der Ansicht des Autors nach mit nachlassender Funktion der Schilddrüse bzw. deren Hormone und sinkender Stoffwechselrate in Zusammenhang steht.

    Ein guter Indikator für die Konzentration der Körperflüssigkeiten sei die Konzentration der ausgeschiedenen Flüssigkeit, des Urins.
    Die optimalen Werte seien
    Dichte 1,012
    Brechungsindex 3-7,5 Brix

    Auch die Farbe (*) kann zur Beurteilung herangezogen werden:
    (*: bei der Einnahme von Vitaminpräparaten ist zu beachten, das Vit.B2/Riboflavon den U. Gelb färbt!)
    Gelb ist gut
    Klar/wasserhell ist schlecht
    Sehr blass oder hellgelb à ergibt Probleme
    Dunkelgelb bis orange à zu stark konzentriert, mehr Trinken!

    Stärker konzentrierter Urin geht einher mit mehr schwitzen, besserem Schlaf, einer weniger trockenen Haut, schnellerem Haar- und Nagelwuchs uvm. Er bringt sogar eine Studie, die bei einem höheren Salzgehalt im Urin weniger Herzkrankheiten gefunden haben will.

    Und wie oft sollte man dann zur Toilette müssen?
    4-6 x pro Tag und in der Nacht gar nicht. Dazu auch noch in regelmäßigen Abständen und mit gleicher Farbe, das würde ein stabiles inneres Milieu anzeigen.
    Plötzlich auftretendes Urinieren von wasserhellem Harn (dazu gerne auch noch kalte Hände oder sonstige Anzeichen, die man i.A. einer Unterzuckerung zurechnet) würde die Aktivierung des Stresssystems anzeigen. M.S. nennt das Crash und empfiehlt dies möglichst zu vermeiden bzw. Maßnahmen dagegen.

    Hier kommt dann auch seine Regel No. 1:
    Nur trinken, wenn man Durst hat (außer bei hohen Temperaturen oder wenn ein schweißtreibendes Workout ansteht)!
    Oft trinkt man nicht aus Durst sondern weil man auf Zucker, Koffein oder Aspartam aus ist oder weil einem kalt ist (davon bin ich jetzt aber nicht zu 100% überzeugt: hab schon mal meine Mutter ins KH bringen lassen weil sie wegen Flüssigkeitsmangel erschreckend verwirrt war!)

    Dazu fallen mir noch folgende Passagen aus dem Buch ein:
    - Schwer kranken Menschen würde man im KH zuerst ein Infusion mit Salzlösung verabreichen, wodurch sich deren Situation zumeist stabilisiert und manchmal sogar dramatisch verbessert (→ aufmachen und auffüllen, bis die Füße warm werden). Gesunden Menschen würde man dagegen empfehlen, pures Wasser zu trinken und Salz zu meiden.
    - Eine istone Lösung enthält 9 g NaCl/l. Wenn man 3 Liter Wasser trinkt, bräuchte man 27 g Salz dazu um die Salzkonzentration im Körper konstant zu halten. (Stimmt mMn nicht ganz: der Körper regelt dagegen und scheidet überflüssiges Wasser aus, während er das Salz zurückhält. Aber ist das nicht vermeidbarer Stress?)

    Fortsetzung folgt.....
     
  9. Gast

    Gast Guest

    AW: Kommt jetzt die Ära der Stoffwechselgurus?

    das mit dem salz kann ich nachvollziehen. halte auch nichts von dieser salzsparerei. aber mit dem rest tue ich mir sehr schwer. muss das erstmal sacken lassen und drüber nachdenken.[img28]
     
  10. bedee

    bedee Team Ernährung Moderator

    Registriert seit:
    25. Januar 2008
    Beiträge:
    5.670
    Geschlecht:
    weiblich
    AW: Kommt jetzt die Ära der Stoffwechselgurus?

    Eat for Heat / Teil 2 (und wie werd ich jetzt so richtig schön heiß?)

    Außer zum Überleben einer Hungersnot kann man eine niedrige Stoffwechselrate nicht wirklich gebrauchen (Gut, CRonies mögen da jetzt anderer Meinung sein, das ist aber eine andere Geschichte):. Außer bei einer Überfunktion der Schilddrüse oder Fieber haben wohl die meisten Leute eine eher niedrige Stoffwechselrate. Ursachen dafür gibt es viele: Alter, Zustand nach Kalorienrestriktion/Diät, Stress, zu viel Flüssigkeit, zu wenig Salz, übermäßiger Verzehr von Omega-6-Fettsäuren/Pflanzenölen usw.
    Einen gut funktionierenden Stoffwechsel könne man unter Anderem auch an der Körpertemperatur erkennen: 37 °C (bzw. 98,6 F) galt lange Zeit als die normalen Körpertemperatur, inzwischen wird aber in den USA diskutiert ob es Angesichts der Tatsache, dass die Mehrzahl der Bevölkerung eine geringere Körpertemperatur hat, es nicht sinnvoll sei, diesen Wert zu korrigieren. Normal ist, was die Mehrheit „macht“ – und wenn die Mehrheit krank ist, dann ist das auch normal (bei weiterem Interesse einfach mal „rethinking 98,6“ googeln)

    Beim Versuch, Körpertemperatur/Stoffwechselrate zu erhöhen spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Diese sollte auf jeden Fall ausreichend Energie enthalten (O-Ton M.S.: wo die Kalorien hin gehen -z.B. runter- folgt der Stoffwechsel) und ein ausgewogenes und an das jeweilige Individuum und dessen Lebensumstände angepasstes Verhältnis von wärmenden und kühlenden Speisen.

    Es gilt, dass man mit Essen einen wärmenden Effekt erzielen kann und mit Trinken einen eher kühlenden. Das hängt, wie man an folgender Aufzähölung sehen kann, aber auch von der Energiedichte und dem Wassergehalt ab:

    Natürlich empfiehlt Matt Stone jetzt nicht den ausschließlichen Genuss von wärmenden Lebensmitteln und rät vom Trinken überhaupt ab. Jemand in einem optimalen Stoffwechselzustand kann einen Eimer Wasser trinken und dem macht das überhaupt nicht aus. Einem Anderen, der in einem kalten Körper lebt, würde das aber schaden. Manche Leute sind eher am Morgen kalt (schon wieder: kalte Hände, kalte Füße), andere regelmäßig am Abend oder auch ganz unregelmäßig je nach Belastung und Stress. Und genau das könne man mit entsprechenden Nahrungsmitteln ausgleichen.

    Stoffwechselgesunde Menschen kämen zumeist mit 3 Mahlzeiten am Tag zurecht. Snacks sollten laut M.S. strategisch eingesetzt werden bei einem Crash (Aktivierung des Stresssystems, erkennbar durch kalte Extremitäten, häufiges Wasserlassen von sehr hellem Urin, schwummrig im Kopf usw.) und hier kommt seine

    Regel No. 2: Bei einem Crash unverzüglich Salz und Kohlenhydrate aufnehmen.

    Das können Salzbrezeln sein, Erdbeeren oder Pfirsiche mit Salz oder ein Stück Käse mit süßem Obst. Ein paar Bissen langen vollkommen. Den Leuten, die öfters in der Nacht zwischen 2 und 4 von einem Adrenalinschub geweckt werden, empfiehlt er, eine Salz-Zucker-Mischung neben das Bett zu stellen.

    Die 4 S gegen Stress will ich euch auch nicht vorenthalten: Zucker, Salz, Stärke, gesättigtes Fett (die „S“ gehen auf das englische sugar, salt, starch und saturated fat zurück). Die S auf der Nicht-Ernährungsseite lauten Schlaf, Sonne, Salzwasser und Sex.

    So, das war im groben die erste Hälfte des Buches. Weitere Kapitel behandeln
    Circadiane Rhythmen
    Mahlzeiten planen und strukturieren
    Der Überkompensationseffekt
    Wieviel Salz
    Was Trinken?
    Sport
    Häufige Gesundheitsstörungen, die durch o.g. Vorgehen beeinflusst werden können
    FAQ
    Werkzeuge

    So ein Konzept ist, wenn man vom Kalorienzählen und Hauptnährstoffe aussortieren her kommt, erst mal sehr verwirrend und auch mir ist gelegentlich der Gedanke gekommen „was erzählt den der für einen Mist?“. Ich finde aber, man kann sich ruhig auch mal mit anderen Konzepten beschäftigen und wer weiß, vielleicht kommt man der Wahrheit und dem Verstehen der extrem komplexen Vorgänge im menschlichen Körper näher, wenn man auch mal von einer anderen Seite rangeht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juni 2014
  11. Gast

    Gast Guest

    AW: Kommt jetzt die Ära der Stoffwechselgurus?

    jetzt bin ich noch verwirrter, als nach dem ersten post. eis und süßspeisen sind wärmend, während softdrinks kühlend sind? wenn ich mein fruchteis schmelzen lasse, erhalte ich eine art softdrink. woher weiß mein körper den unterschied?
    ..und suppe kühlt also? warum glühe ich dann nach drei tellern heißem eintopf wie osram? wie gesagt, sehr verwirrend.


    [img17]
     
  12. bedee

    bedee Team Ernährung Moderator

    Registriert seit:
    25. Januar 2008
    Beiträge:
    5.670
    Geschlecht:
    weiblich
    AW: Kommt jetzt die Ära der Stoffwechselgurus?

    Der meint EisCREME und nicht gefrorenen Orangensaft. Du weißt schon, das Zeug mit richtig viel Kalorien und Fett und Zucker?
    Ich hab die Lebensmittelliste direkt aus dem Buch übernommen und ich denke, der hat Eiscreme als Beispiel reingenommen um zu zeigen, dass seiner Meinung nach der wärmende und kühlende Einfluss nicht von der Temperatur der Speisen abhängt.

    Zu deinen Erfahrungen mit der Suppe:
    Wie lange dauert das Wärmeempfinden danach an?
    Eintopf.....dürfte eine nahrhafte Sache sein mit ordentlich Kalorien?
    Und womöglich auch noch scharf?
    Und würde dir auch warm werden wenn du den Eintopf kalt essen würdest?

    Mich interessieren solche Erfahrungen brennend. Ein schlaues Buch schreiben und eine Theorie aufstellen kann jeder, so richtig interessant wird erst der Vergleich mit der Realität und den eigenen Erfahrungen.
     
  13. Gast

    Gast Guest

    AW: Kommt jetzt die Ära der Stoffwechselgurus?

    da kamen dann zwei sachen zusammen: er hat's als extrembeispiel verwendet und ich hab's natürlich etwas überspitzt. kurzum: ich halte nicht viel von dieser wämenden und kühlenden geschichte. kommt das nicht auch bei den indern/japanern/chinesen/sonstwo vor?

    nee, normaler gemüseeintopf, low carb mit zb 400g putenschnitzel auf einem extrateller. davon wird mir warm, weil mir von essen jeder art warm wird. wenn die speiße aus dem kühlschrank kommt, dauerts halt länger. der thermogene effekt ist bei mir schon immer sehr heftig.
    so wie es mich zb am morgen grundsätzlich friert (außer im hochsommer;D). das war schon als achtjäriger so. trinke ich dann grünen tee oder kaffee mit kokosfett, ist das frieren weg. am abend, nach der hauptmahlzeit glühe ich dann vor mich hin. stoffwechseltechnisch also eine eule, charakterlich aber eine lerche (frühaufsteher, abends zeitig in's bett). passt irgenwie nicht so ganz zusammen...
     
  14. bedee

    bedee Team Ernährung Moderator

    Registriert seit:
    25. Januar 2008
    Beiträge:
    5.670
    Geschlecht:
    weiblich
    AW: Kommt jetzt die Ära der Stoffwechselgurus?

    Dein TEF ist schon krass so wie du den beschreibst. Ist das eigentlich auch so, wenn du morgens was isst?

    Im genannten Buch beschreibt M.S. im Kapitel über den Überkompensationseffekt das von dir beschriebene "morgens frieren und abends glühend heiß" als typisch für IF im Warrior-Diät-Stil - was nicht heißt, dass ich dir jetzt WD unterstelle. Aktuell hab ich wenig Ahnung von deinem Ernährungsplan und manche Leute frieren halt eher morgens und andere abends. Das ist individuell ganz verschieden und es muss auch nicht heißen, dass das ein Leben lang gleich bleibt.

    Wenn du das ändern wolltest, dann müsstest du morgens und vielleicht auch Mittags v.a. wärmende, kaloriendichte Speisen mit Salz, Zucker und Stärke zu dir nehmen und abends leichter essen und mehr dazu trinken. Das verhindert laut M.S. eine zu starke Konzentration der Körperflüssigkeiten und mögliche Probleme wie unangenehm heiße Hände/Füße, zu starken Puls, Kopfschmerzen, Druck auf der Brust, Reizbarkeit, Schlafprobleme usw. Ein ausgewogenes "Innenleben" (Homöostase!) sei viel gesünder als wenn die Konzentration der Körperflüssigkeiten extrem starken Schwankungen unterworfen ist.

    Zitat Matt Stone aus Eat for Heat (frei und etwas holperig übersetzt):
    Und nach grünem Tee bzw. Kaffee mit Kokosfett ist das Frieren dann weg? Würde mich interessieren ob das jetzt am Koffein oder am Kokosfett liegt....
     
  15. Gast

    Gast Guest

    AW: Kommt jetzt die Ära der Stoffwechselgurus?

    nee, hat nichts mit wd oder if zu tun. ist halt schon immer so. im bett bin ich warm und 2 minuten nach dem aufstehen friere ich erstmal. bin aber immer gutgelaunt und fit. plappere auch viel und lache sofort mit, wenn zb im radio/facebook/forum was lustiges läuft. wenn ich 10 minuten auf bin ist das frieren weg. ob mit oder ohne kaffee/tee/kokos/brot/was auch immer :)

    weiß nicht ob's mit reinspielt: bin nebenbei noch zappelphillipp. muss immer mit den füßen wippen; auch in der frühe.
     
Die Seite wird geladen...