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Flüssigkeit in den Schultergelenken

proX

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28. September 2009
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57
Guten Tag McCorps :)

Lang lang ist's her seit meinem letzten Post.
Aber nun feiere ich sogesehen mein Comeback ;D
Möchte euch kurz meine Geschichte schildern und hoffe das ihr mir behilflich sein könnt :)

Ich plage mich schon seit langer Zeit mit Schulterschmerzen in beiden Schultern(~2 Jahre), erst nur beim Training, dann auch Akut(Links stärker als rechts). Als der akute Schmerz aufkam, war für mich klar dass ich zum Orthopäden muss.

Diagnose 1: Impingement-Syndrom

Nach der Diagnose begann ich mit der Therapie (Ultraschall & Reizstrom) und hörte mit dem Sport auf(Juni/Juli).
Nach 6 Wochen Therapie war der akute Schmerz verschwunden, aber der Schmerz unter sportlicher Belastung blieb.

Beim nächsten Termin wurde mir gesagt, dass sich die Muskulatur verjüngen müsste und deshalb leichtes Training absolvieren sollte.
Da ich 2 Jahre schon die Schmerzen habe, bestand ich auf ein MRT(nur die linke Schulter wurde "überprüft").

Ergebnis des MRTs: Flüssigkeit zwischen Schulterkopf und Schulterpfanne.

Nun habe ich bei meinem Orthopäden wieder 6 Wochen lang eine Schröpftherapie gemacht und darf nun 1 Woche Pausieren.

Am Donnerstag soll ich schauen wie sich die Schulter unter sportlicher Belastung verhält. Vertrauen hab ich nicht so großes, dass die Schulter wieder fit ist.

Hatte Schwimmen im Sinn oder gibt's eine bessere Alternative?

Habt ihr Tipps wie ich den Abbau der Flüssigkeit unterstützen/beschleunigen kann?

Vielen Dank,
proX :)
 

de-fortis

Team Sportmedizin
Admin
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19. März 2005
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13.718
AW: Flüssigkeit in den Schultergelenken

Liest sich grausam, vor allem im Bezug auf die verordnete konservative, lediglich symptomatische und nicht kausale - sprich fallbezogene Therapie.

Muskulatur "verjüngen", also bewusste Inaktivitätsatrophie (Muskelabbau durch fehlende Belastung) provozieren um die vermeintlich muskulär ausgelöste 'Enge' zu kompensieren = > mit Verlaub Schwachsinn³. Die Ursachen für ein Impingement sind manigfaltig, i.d.R. ist die ungünstige Acromion- bzw. Scapulaform/Stellung in Verbindung mit musk. Dysbalancen primär im Bereich Rotatorenmanschette verantwortlich, Entzündungen oder allg. Haltungsfehler kommen erschwerend hinzu.

Sportliche Belastung zu unterlassen verbesserts nicht, es lindert vorerst Beschwerden, klar, aber die Ursache wird durch Elektrotherapie, Schröpfen (was soll das Bitte bei einem Schulterengpass bringen?) und co. nicht beseitigt.

Ein gezieltes Training der AROs, schulterblattstabilisierenden und bewegenden Muskeln in Verbindung mit Stretches und passenden Mobilityroutinen hätte ein größeres Potential dich langfristig zu kurieren.

Das Problem Impingement behandle ich hier etwas genauer, mit aufgeführte Übungen u.a. Wallslides, Scapula-Pushups, Brustdehnungen und die gezielte Außenrotatorenkräftigung sowie Innenrotatorendehnung wären hier ideal.

Ebenfalls hilfreich könnten sein:

http://www.muscle-corps.de/609-rotatorentraining.htm

http://www.muscle-corps.de/forum/f15/de-fortis-livespill-5107/#post176766
 

proX

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28. September 2009
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AW: Flüssigkeit in den Schultergelenken

Vielen danke de-fortis :)

Ja ich komm mir auch ehrlich vor wie ein "Kunde" des Arztes, der einfach das Standardprozedere durchläuft.

Angeboten wurde mir als nächsten Schritt, falls es nicht besser wird, Akkupunktur.(Darf ich bestimmt wieder selber zahlen, falls ich mich drauf einlasse -.-").

Nur frag ich mich ob Akkupunktur in diesem Falle hilft, die Flüssigkeit im Gelenk effektiv abzubauen.

War nun am Donnerstag ein bisschen Schwimmen und die Schulter zeigte dabei keine Probleme, obwohl meine Technik schrecklich ist ;D
Nur ging mir recht schnell die Flatter da bei mir von Kondition keine Rede mehr ist.

Danke für die Links, werde sie mir zu Herzen nehmen :)
 

Bloodny

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AW: Flüssigkeit in den Schultergelenken

das mit dem kunde hast du gut gesagt. ich denke wenn der eine oder andere arzt in dir eine arbeitsplatzsicherung sieht, dann hab ich nicht unrecht denke ich. tut mir leid wenn ich so eine meinung diesbezüglich habe aber ich hab so meine meinung über das krankhe ähm gesundheitssystem. mein knie ist der beste beweis für sowas. jeder sportmediziner der was von sich hält schlägt die hände vors gesicht bei den meisten kniespiegelungen. aber da es sich um deine schulter handelt will ich mal wieder darauf zurück kommen. ich selber habe die erfahrung gemacht, das ich nach der sportlichen belastung keine schmerzen hab, aber wehe ich höre mit dem training ne weile auf. dann gehts meiner schulter nicht sehr gut. aber sobald ich wieder regelmässig schulter/rotatraining mache gehts mir blendend. diagnose bei meiner schulter konnte nur "unter der hand" festgestellt werden da mein kreislauf beim MRT nur 4 bilder zugelassen hatte
 

proX

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AW: Flüssigkeit in den Schultergelenken

Ja meine Meinung zum Gesundheitssystem ist auch schon gut negativ vorbelastet. Bei mir ist ja das Problem das ich während sportlicher Belastung ja die Schmerzen habe, aber wie du beschreibst müsste ich vllt erstmal wieder zurück in den sportlichen Kreislauf gelangen.

Also ich hab ja wie gesagt ein volles MRT gemacht und bei mir wurde Flüssigkeit im Schultergelenk festgestellt.

Werde mich wenn ich die Zeit dazu finde mit den Links von de fortis beschäftigen, finde nur leider keine Zeit zum hier on sein und lesen da ich in einer Klausurphase stecke -.-"
 

proX

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AW: Flüssigkeit in den Schultergelenken

Guten Abend MC Corps,

ich krame meinen alten Thread wieder aus da ich es endlich, endlich geschafft habe einen verdammten Bericht von meinem MRT zu bekommen.

Ich tipp ihn mal kurz ab:
--------------------------------------------------------------
Befund:

Unauffälliges Knochenmarksignal.
Regelrechte Artikulation des Humeruskopfes mit der Gelenkpfanne.
Unauffällige Weite des glenohumeralen Gelenkspaltes, altersentsprechend unauffälliger Knorpelbesatz der gelenkbildenden Partner.
Regelrechte Darstellung des Labrum glenoidale.
Keine übermäßige Degeneration im Bereich des AC-Gelenkes.
Regelrechte Darstellung der Muskeln, Sehnen und Bänder. Unauffälliger Weichteilmantel.
Geringer Reizerguss.

Beurteilung:
Geringer Reizerguss. Keine Luxation, keine Fraktur.
Keine übermäßigen degenerativen Veränderungen.
--------------------------------------------------------------

Hab mit diesem Bericht eine Physiotherapie vom Hausarzt verschrieben bekommen, die ich auch durchgezogen habe.
Leider das ganze ohne Erfolg -.-"

Nun war ich noch bei 2 weiteren Ärzten.
Der Erste meinte da kann man nichts mehr machen und für irgendwelchen Spritzen mit einem Stoff der mit G glaub ich anfängt, hab den verdammten Namen auf der Zunge, ist das zu wenig.

Der Zweite war der selben Meinung und meinte da könnte man vllt was mit Akupunktur machen, meinte aber auch das Er denkt, dass es nicht helfen wird.
Er hat mir den Rat gegeben zu einem weiteren Sportmediziner zu gehen, und zwar zu Dr. Büscher dem Sportmediziner vom BVB.
Da ich aber ja schon bei einem anderen Sportmediziner/Orthopäden war, bin ich mir nicht sicher ob sich das lohnt, den ganzen Tag dort mit warten zu verbringen und dann auch wieder warscheinlich so eine nichtssagende Diagnose zu bekommen.
Außerdem riet mir der zweite Arzt, ganz langsam den Weichteilmantel wieder aufzubauen.
Nur frag ich mich was der Weichteilmantel mit dem Reizerguss zu tun hat?
Hilft ein "starker" Weichteilmantel der Flüssigkeit beim abfließen?

Nun will ich mich mit diesen neuen Erkenntnissen das Problem wieder selbst in die Hand nehmen und bitte um euren Rat.

Was kann/soll man in dieser Situation tun?
Weiter nach den Links von de-fortis trainieren oder anders an die Sache herangehen?


Grüße,

proX
 

de-fortis

Team Sportmedizin
Admin
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19. März 2005
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AW: Flüssigkeit in den Schultergelenken

Außerdem riet mir der zweite Arzt, ganz langsam den Weichteilmantel wieder aufzubauen.
Nur frag ich mich was der Weichteilmantel mit dem Reizerguss zu tun hat?
Hilft ein "starker" Weichteilmantel der Flüssigkeit beim abfließen?
Der Reizerguss ist nur ein temporäres Problem, Weichteilmantel = u.a. Rotatoren, dass wozu ich dir bereits zu Anfang geraten habe. Eine stabilisierte Schulter = gesunde Schulter.

Was kann/soll man in dieser Situation tun?
Beantwortest du dir selbst:

Weiter nach den Links von de-fortis trainieren oder anders an die Sache herangehen?

Hast du tägliche Mobi-Routinen befolgt? Hast du 2-3x pro Woche die Rotatoren ausgiebig gekräftigt? Schön gestretcht? Bissl Foam-Rolling integriert? Wenn du die Frage mit 100% 'Ja' beantworten kannst, habe ich leider keine passende Idee.
 

proX

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57
AW: Flüssigkeit in den Schultergelenken

Diese Frage kann ich leider nicht mit 100% Ja beantworten, wollt mich doch zu sehr auf die Wundermittel und Hilfe der Ärzte verlassen :scry:

Aber wie man sieht, ist und bleibt man sich in solchen Fällen doch der nächste.
Also geht's wieder munter los!

Vielen Danke de-fortis :)
 
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