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Definition von gelenkschonendem Training?!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines Training" wurde erstellt von dirtyclint, 13. August 2017.

  1. dirtyclint

    dirtyclint New Member

    Registriert seit:
    13. August 2017
    Beiträge:
    9
    Geschlecht:
    männlich
    Hallo,

    ich hoffe, mein Beitrag wird nicht zu lang und wenn, dann hoffe ich, dass er dennoch gelesen wird.

    Warum diese kurze Einleitung? Weil ich viele Gedanken habe, die mir keine Ruhe lassen und ich hier mal niederschreiben und nachfragen möchte.

    Man hört ja immer, man soll gelenkschonend trainieren, damit man auch Ü40 noch ohne überdurchschnittliche degenerative Verschleißerscheinungen an Gelenken, Knochen, Sehnen und Bändern durchs Leben kommt, was ja eigentlich Leistungssport zu 100 % ausschließt, wie ich meine, aber darum geht es mir nicht.

    Es geht mir um den "Normalsterblichen", der 2 - 4 Mal in der Woche - je nach Lust, Laune, Zeit ... trainiert (Gym, Park, zu Hause), ob jetzt mit Gewichten, "nur" mit seinem eigenen Körpergewicht, in Geräten, mit Schlingentrainern, Ringen, Traktorreifen, Ropes, Kettlebells ... whatever.

    Neuen Studien zufolge kann man auch mit Kraftausdauertraining stärker, bigger werden, wobei man da wohl beachten muss, dass es da auch nicht ausreicht 15 x 50 kg beim Bankdrücken zu bewegen, obwohl man locker 15 x 100 schaffen würde, da dann der Reiz, die Intensität doch zu gering wäre, um den Muskeln und anderen Strukturen zu sagen, dass die wachsen müssen. Dieses Kraftausdauertraining geht also wohl auch mit einer hohen Intensität einher, was entsprechende Gewichte, Widerstände ... bedeutet.

    Was aber ist jetzt gelenkschonend?

    Viele sagen, dass Bodybuilding das gelenkschonendste Training ist, weil viele, aber nicht nur, Isos. Genau das wird dann von anderen Kraftdreikämpfern, Powerliftern, Gewichthebern benutzt, um zu sagen, dass genau dieses Iso-Training eher schlecht sei, da man wenig bis gar nicht funktionell seinen Körper trainiert, weil eben die meisten Grundübungen entweder komplett fehlen oder nur so nebenbei trainiert werden. Dann gibts noch die Turner oder die Jungs, die dem Hype des Calisthenics verfallen sind, die meinen, dass man seinen Körper nur richtig gesund mit dem eigenen Körpergewicht trainieren kann, da das eigene Körpergewicht i. V. m. natürlich gewissen Hebeln, Progressionen der limitierende Faktor ist, soweit man nicht mit Zusatzgewichten trainieren möchte. Dann gibts noch die Kettlebellfraktion, die ihre Kugel als DAS Trainingsgerät "verkaufen", weil man mit Kettlebelltraining Bewegungen trainiert und keine Muskelgruppen! Ok, war mir jetzt auch neu. Kreuzheben z. B. ist also auch Null funktionell und damit trainiert man keine Bewegung, sondern nur Muskelgruppen!?

    Mir geht es nicht um die verschiedenen Zielsetzungen dieser einzelnen Gruppen. Natürlich geht es einem Bodybuilder um ganz andere Dinge, als einem Kraftdreikämpfer usw. usf.

    Gibt es wirklich unabhängige sportwissenschaftliche Studien, aus denen hervorgeht, dass Training X (deutlich) besser für den menschlichen Körper ist, als Training Y? Dass Maximalkrafttraining dauerhaft einfach schlecht für die Strukturen ist, auch wenn es andere Stimmen geben mag!?

    Klar, es gibt individuelle Unterschiede, jeder Körper ist anders, schlägt auf Trainings verschieden an, dem einen macht dies Spaß, dem anderen nicht. Aber darum gehts mir auch nicht.

    Es geht mir möglichst um eine objektive Auskunft darüber, Training Z ist mit Abstand das beste Training, wenn man gesund alt, stärker, größer, kraftausdauernder werden möchte. Vielleicht geht ja natürlich nicht alles gleichzeitig auf einmal - grundsätzlich. Ausnahmen gibt es ja immer wieder, aber dass ein Powerlifter bei einem Halbmaration einer der letzten sein wird, dürfte wohl klar sein. Hier geht es mir auch nicht um die Ausdauer, das Cardio, was man ja eh anders trainiert. Es geht mir hier um Muskelaufbautraining, Bodyforming, etwas für seinen Körper tun, damit besser, als der Durchschnitt zu sein, aber bitte möglichst gesund und das dauerhaft.

    Ja, ich weiß selbst noch, was ich will und meine. Es ist vielleicht schwieriger, das in Worte zu fassen, was ich meine. Vielleicht habe ich aber schon viel zu viel geschrieben?

    Grüße

    DC
     
  2. sportsfreund

    sportsfreund Moderator / Der Laktator / Team Fitness- und Kraft Moderator

    Registriert seit:
    17. November 2007
    Beiträge:
    5.648
    Nein. So sehr Menschen auch danach suchen, meistens gibt es die einfache allgültige (dogmatische) "beste" Vorgangsweise oder Wahrheit nicht.
    Du kannst jede Sportart "gelenkschonend" betreiben, v.a. Krafttraining ist eigentlich sehr sehr sicher und langfristig machbar im Vergleich zu vielen Sportarten (wie Ballsport, Tanzen etc.). Ein weiterer Vorteil beim Kraftsport ist, dass man alles sehr gut messen kann. Der Schlüssel liegt darin, locker zu beginnen, und konsistent dabei zu bleiben und immer etwas mehr zu machen. Was genau "locker" beginnen ist und "etwas steigern" heißt, kann man pauschal nicht sagen, da gibt es nur Anhaltspunkte. Aber bitte nie vergessen: der Körper ist organisch und adaptiert - auch an Herausforderungen. Nur wenn sie dauerhaft und/oder zu groß sind, wird was kaputt.
     
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  3. Ray

    Ray Active Member

    Registriert seit:
    9. Dezember 2015
    Beiträge:
    193
    Geschlecht:
    männlich
    Für mich ist gelenkschonend:
    1.) Ergonomisch, d.h. das Gelenk wird so bewegt, wie es vorgesehen ist
    2.) Kontrolliert, d.h. unter Kontrolle der Muskeln

    Zu ergonomisch: Also keine "unnatürlichen" Bewegungen, die sehr am Grenzbereich des Gelenks sind. Ziehen in den Nacken ist so eine Übung aus dem Kraftsport, die mit viel Kraft in eine extreme Gelenkposition geht. Speerwerfen wäre m.M. auch eine Bewegung, für die der Mensch nicht dauerhaft ausgelegt ist.

    Zu Kontrolliert: Das schließt alle Sportarten mit hektischen Bewegungen oder sogar Gegnern aus (Handball, Rugby etc.), da hier durch Feindeinwirkung oder spontane Bewegunsänderungen die Belastung auf den Gelenken nicht kontrollieren läßt. Skifahren ist auch so etwas.
    Selbst Joggen hat immer noch das Problem der Stoßbelastung und der unebenen Böden.
    Aber auch sehr extreme Belastung fällt da raus, da dann die Kontrolle der Muskeln nicht mehr gewährleistet ist. Eher ein Problem beim Kraftsport.

    Ansonsten gilt wie immer das Motto: Quäl' dich sachte! Also kontinuierlich und mit Augenmaß an das Thema rangehen.
     
    rustinxcohle und Power Wheel gefällt das.
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