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seit Jahren Schulter/Rückenprobleme - leistungssport

GetAthlet

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Hallo zusammen,

mich plagen seit knapp zwei Jahren Schulter/Rückenprobleme. Ich bin bereits bei verschiedenen Ärzten und Physiotherapeuten gewesen. Es ist tendenziell auch deutlich besser geworden,aber immer noch nicht zufriedenstellend. Irgendwie kann mir keiner so komplett helfen. Vielleicht habt ihr eine Idee.

Ich habe seit knapp dem 10. Lebensjahr leistungsmäßig Tennis gespielt. Seit kanpp zwei Jahren kann ich das nur noch sehr eingeschränkt tun bzw gar nicht mehr. Ich bin 25 jahre alt.

Die Probleme treten immer während und nach dem Spielen auf sowie in der Akutphase auch beim normalen Joggen und insbesondere auch beim Sprinten oder auch beim Fußball nach etwas Ermüdung. Krafttraining war lange Zeit auch immer mit anscliessenden Schmerzen verbunden, so dass ich lange Zeit ausgesetzt habe. Vor der Physiotherapie kamen auch teilweise sehr heftige Nackenschmerzen dazu. Der Schulterschmetz selber liegt hinten am Schulterblatt/Wirbelsäulenbereich. Der Muskel verspannt sich dort und schmerzt. Teilweise ist dann nach dem Tennis auch die rechte Schulter nach unten gezogen worden, so dass die beiden Schultern unterschiedli h hoch standen, auch die Brustwarzen stehen dann schief. ;)

Seit knapp sechs Monaten trainiere ich wieder intensiver Krafttraining und mache viele verschiedene Uebungen fuer die Schulter (rotatoren, etc.) Meine Statik ist dank Physio deutlich besser geworden. Langsames Joggen geht wieder schmerzfrei. Aber die rechte Schulter ist immer noch ein bisschen instabiler als die linke. Ich kann sie z.b. deutlich weiter nach vorne ziehen bei haengenden Armen. Tennis ist nach wie vor nicht wirklich möglich. Spätestens nac 25 min zieht es sich zu. Auch bei Sprints kann ich nur vorsichtig agieren.


Was könnte das sein und was kann ich noch tun?
 

kecks

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AW: seit Jahren Schulter/Rückenprobleme - leistungssport

Aus eigener Erfahrung: Akzeptieren, dass manche Sachen ab einem bestimmten Alter einfach nicht mehr gehen, weil der Körper nicht mehr mitmacht; gerade bei jahrelanger leistungsorientierter Belastung. Nennt sich Verschleiß und hat auch was mit individuellen Anlagen zu tun. Ich kann z.B. nicht mehr in hohen Umfängen Sprint trainieren. Die Probleme sind im Prinzip seit 15 Jahren dieselben. Man kann außenrum arbeiten, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Bestimmte Dinge sind einfach nicht drin für bestimmte Individuen. Vielleicht gibt es ja eine andere Sportart, die dich schon lange anlacht, und die du mal ausprobieren könntest? Wenn das eine nicht geht, geht oft was anderes umso besser...
 

de-fortis

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AW: seit Jahren Schulter/Rückenprobleme - leistungssport

Aus eigener Erfahrung: Akzeptieren, dass manche Sachen ab einem bestimmten Alter einfach nicht mehr gehen, weil der Körper nicht mehr mitmacht; gerade bei jahrelanger leistungsorientierter Belastung. Nennt sich Verschleiß und hat auch was mit individuellen Anlagen zu tun.
Welch resignierende, bequeme und es sich einfach machende Ansicht. Nimm es mir nicht übel, Veranlagung na klar, Verschleiß - auch der. Dennoch kann über bestimmte Rehabroutinen für Entlastung, Linderung und kausale Behandlung gesorgt werden. Du bist doch sonst nicht so kecks, man muss eben Zeit, Muße und viel Geduld investieren um sich längerfristig antrainierte Probleme vollständig oder unvollständig vom Hals zu schaffen.

Der Threadersteller ist keine 50 Jahre, hat nicht 35 Jahre Hochleistungssport hinter sich und als Gegenmaßnahme lediglich ein ARO-Training unternommen - da zu resignieren indem akzeptiert wird, wäre äußerst töricht. Es ist unwahrscheinlich das GetAthlet mit 25 Jahren komplett irreversible Probleme am Bewegungsapparat besitzt - Tennis sind keine 40 Jahre Gewichtheben, seine Schulterprobleme beruhen vermutlich auf Dysbalancen und hypertonen Muskeln, der Rücken meckert weil der Rumpf nicht kräftig und funktionell genug trainiert ist - Ärzte und Durchschnittsphysios können selten problembezogene Heilungs- und Trainingsstrategien entwickeln. Die Medis der Ärzte und ein paar Spannungsübungen und allg, unspezifische Kräftigungen tun es nicht...

Ich bin ehrlich gesagt müde immer und immer wieder zu verlinken, aber das was ich dir bezüglich Rehab von WS und Schulter zu sagen hätte, schrieb ich einmal bereits hier nieder:

http://www.muscle-corps.de/1033-schulterprobleme-ursachen-und-losungsansatze.htm

http://www.muscle-corps.de/1159-bui...-orientiertes-funktionelles-rumpftraining.htm

http://www.muscle-corps.de/forum/f94/8-wochen-schulterprotokoll-beweglichkeit-5532/

http://www.muscle-corps.de/forum/f94/schmerzhaft-verspannt-unflexibel-5478/


Allg:


  • bezüglich der Verspannungen und Beweglichkeit - Foam Rolling + Dehnung + Mobilitydrills

  • Rumpfstärkung - Planks/Sideplanks, Kreuzheben, Ab-wheel - siehe Bulletproof core

  • Schulter: täglich Mobility, 2-3/Woche Facepulls + ARO-Übung, zusätzlich Tennisball-Triggerpunkte quälen in Schulter Nacken und Rotatorenbereich

  • Mid-Traps + Rhombos + Serratus anterior trainieren = > vorg. Seitheben, reverse Shruggs, Scapula Pushups

Das ein paar Wochen ohne Ausflüchte und Ausreden durchziehen und dann berichten was und ob sich was in welchem Ausmaß geändert hat.
 

GetAthlet

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Vielen Dank euch beiden für eure Antworten.

@keks: Ja und Nein. Sicherlich wird da auch einiges an Verschleiß dabei sein, aber ich kenne viele, die noch länger und mehr gespielt haben als ich und noch keine so gravierenden Probleme habe. Ist sicherlich individuell, aber ich habe Hoffnung, auch auf Grund der Tendenz in den letzten Monaten, dass ich nochmals richtig spielen kann.

@ de-fortis: Wie immer: großartig. Vielen Dank. Ich habe die Links schon vor einigen Wochen studiert und habe einige Übungen aufgenommen. Ich werde nun eine intensive Phase nach deinen Anweisungen einlegen und warte ab. Ich berichte.

Würdest du die speziellen Übungen etc mit klassische Hypertrophiesätzen trainieren, also 3*12 oder eher statisch trainieren oder in hohen Wiederholungszahlen? Oder einfach von allem etwas?
 

kecks

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Welch resignierende, bequeme und es sich einfach machende Ansicht. Nimm es mir nicht übel, Veranlagung na klar, Verschleiß - auch der. Dennoch kann über bestimmte Rehabroutinen für Entlastung, Linderung und kausale Behandlung gesorgt werden. Du bist doch sonst nicht so kecks, man muss eben Zeit, Muße und viel Geduld investieren um sich längerfristig antrainierte Probleme vollständig oder unvollständig vom Hals zu schaffen.

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Man kann sich die Probleme im Alltag sicherlich vom Hals schaffen mit entsprechenden Rehaprotokollen etc. Man kann aber *nicht* ernsthaft erwarten, dass ein bestimmter Körper mit bestimmten genetischen Anlagen bestimmte Leistungsanforderungen dauerhaft wird auf einem akzeptablen Schmerzlevel erfüllen können. Sorry, diese Ansicht ist einfach naiv. Man kann viel machen mit Physio und Training, aber nicht alles. Manchmal ist es sehr wichtig, sich mit einem "Move on" zufrieden zu geben und sich anderen Dingen zu widmen.

(Falls du weißt, wie man meinem ISG beibringt, auch mit 70kg auch nur halbwegs ohne Voltareneinnahme zu sprinten - auch nur das kleinste bisschen Schmerz führt im Sprint zum 'Festwerden', was wiederum v-max unmöglich macht... - dann lass es mich wissen. Es klappt schlicht nicht. Ich behaupte mal, nach 15 Jahren Versuchsphase das so sagen zu dürfen ;). Man kann sicherlich noch ein bisschen Spaß auf der Bahn haben und lustige Sachen machen. Wirklich leistungsorientiert am Limit arbeiten ist aber ab einem gewissen Punkt des Verschleißes schlicht nicht mehr drin. Bei manchen ist es sogar nie drin. Bekannteres Beispiel wäre z.B. Busemann. Immer verletzt. Anlage, nicht belastungsverträglich. Sein Körper war für diese Ansprüche nicht gemacht. Das muss man akzeptieren. Andere kommen nie in eine akzeptable tiefe Hocke. Hüfte/Becken ist nunmal so geformt, wie sie geformt ist, und dann muss der Betreffende eben damit leben, dass er niemals 6x die Woche wird heben können, ohne Schmerzen zu haben. Interessante Leistungen kann er eh vergessen. Es ist, wie es ist - aufgeben muss man dennoch nicht. Man kann sich andere Betätigungsfelder suchen oder aber Freizeitsport machen. Beides ja nicht die schlechtesten Optionen.)
 

de-fortis

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Würdest du die speziellen Übungen etc mit klassische Hypertrophiesätzen trainieren, also 3*12 oder eher statisch trainieren oder in hohen Wiederholungszahlen? Oder einfach von allem etwas?
Facepulls und ARO zum Beispiel im Bereich 10-15 reps non Mv und zunächst mit moderaten Gewichten. Nach einer Eingewöhnungszeit langsam die Lasten steigern und eher die Satzzahl/Häufigkeit erhöhen. Den Rumpf mit dem eigenen Körpergewicht (Plank, Abwheel, Superman) und Kreuzheben sofern schmerzfrei machbar progressiv gestalten - Lasten steigern und die Ausführungsqualität stetig verbessern.

Man kann sich die Probleme im Alltag sicherlich vom Hals schaffen mit entsprechenden Rehaprotokollen etc. Man kann aber *nicht* ernsthaft erwarten, dass ein bestimmter Körper mit bestimmten genetischen Anlagen bestimmte Leistungsanforderungen dauerhaft wird auf einem akzeptablen Schmerzlevel erfüllen können. Sorry, diese Ansicht ist einfach naiv. Man kann viel machen mit Physio und Training, aber nicht alles. Manchmal ist es sehr wichtig, sich mit einem "Move on" zufrieden zu geben und sich anderen Dingen zu widmen.
Geb ich dir Recht und kann dir in keinem Punkt wiedersprechen, auch deshalb weil ich Rehabroutinen nicht in jedem Fall als Allheilmittel darstelle. Deshalb auch diese Bemerkung:

de-fortis schrieb:
Es ist unwahrscheinlich das GetAthlet mit 25 Jahren komplett irreversible Probleme am Bewegungsapparat besitzt - Tennis sind keine 40 Jahre Gewichtheben, seine Schulterprobleme beruhen vermutlich auf Dysbalancen und hypertonen Muskeln, der Rücken meckert weil der Rumpf nicht kräftig und funktionell genug trainiert ist -

Mir ging es um Getathlet und da ist m.M.n trotz Ferneinschätzung noch nichts verloren.
 

kecks

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Meine Probleme beruhen auch auf Dysbalancen und hypertonen Muskeln. Dumm nur, wenn diese Dysbalancen das Ergebnis der Skelettstruktur (Hebelverhältnisse und Körpergewicht, v.a. Knochendichte und Muskelmasse) und des anlagebedingten Tonus sind und zudem die Zielbewegung nunmal eines extrem hohen, grundsätzlich sehr grenzwertigen Tonus' bedarf. Manchmal bringt das beste Trainingsprotokoll nicht mehr als ein bisschen Linderung, und erneute Zielbelastung sofort wieder alte Schmerzmuster (nicht zuletzt, weil Muskeln ein Schmerzgedächtnis entwickeln und sich über Jahre eingeschliffene Schmerzmuster sofort wieder aktivieren, wenn man sie auch nur ein kleines bisschen triggert...). Man sieht das soooo oft bei Leuten, die aus dem Sport kommen, vor allem bei SK-Sportarten oder Sachen mit hoher Gelenkbelastung (Richtungswechsel, Skifahren, Turnen...). Wie gesagt, man kann sich dann andere Betätigungsfelder suchen, man kann auch Schmerzen lindern oder auf einem Freizeitlevel weitermachen, aber am Limit geht's eben nur eine gewisse Zeit.

Klar sollte man erstmal versuchen, was mit akzeptablem Aufwand machbar ist. Ein stabiler Rumpf sollte für jeden Sportler selbstverständlich sein (und den bekommt man nicht mit Bosuball...). Aber gerade im Tennis wird da normalerweise recht gut gearbeitet.-
 

GetAthlet

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Mir würde es auch schon reichen, wenn ich 2 Mal die Woche schmerzfrei spielen könnte. Die ganz großen Leistungen muss ich nicht mehr zwangsläufig erreichen, auch wenn es schön wäre.

Das Schmerzgedächnis ist sicher ein interessanter und zugleich auch nerviger Aspekt. Aber, wie gesagt, die Tendenz macht Mut. ;) In der Akutphase waren ja noch nichtmal Freizeitsportaktivitäten oder andere Sportarten drin.

Ich werde nun versuchen einen Foamroller zu besorgen. Habt ihr einen Tipp?
Wäre der Flexibar eine gute zusätzliche Übung? Habe einen da...
 

GetAthlet

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Ich habe nun mit dem 8 Wochen Schultertraining begonnen und merke, dass gerade der "Fleischerhaken" mit der rechten Schulter sehr schwierig ist. Da komme ich deutlich weniger weit nach oben als mit der linken...
 
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