AW: Pro und Contra Naturtraining
Freunde, Forumsmitglieder, Römer... laßt uns die Emotion aus diesem Thema nehmen und sachlich vorgehen

.
Bei Themendiskussionen dieser Art ist es doch immer dasselbe. Entweder sind alle einer Meinung. Dann ist alles Friede, Freude, Marmorkuchen. Oder es artete in einem Disaster wie diesem hier aus.
Wie Hatti schon erwähnte und damit vollkommen richtig lag, bin ich im Wald eher der Einzelkämpfer. Soll heißen, ich trainiere entweder allein im Wald (äußerst selten per se), bin mit meiner Familie unterwegs (auf den Wegen, schon allein wegen der Zeckengefahr unter anderem; mir liegt auch nichts an einer Rambomentalität im Wald) oder trainiere - wie ebenfalls schon erwähnt - ein bis zweimal im Jahr in einer Gruppe (bei Dominik).
Was wir da in etwa machen, habe ich auch schon geschrieben. Ehrlich, wer bei Dominik nicht mal ein Naturtraining mitgemacht hat, kann nicht behaupten, die Teilnehmer wären eine rumtobende Horde. Das ist mehr als beleidigend. Das ist eine schlichte Unverschämtheit.
Wie auch schon erwähnt, liegt mir ein umsichtiger Umgang mit der Natur. Ganz und vollkommen gelingt das nicht. So fahre ich z.B. Auto. Wenn ich vollkommen konsequent wäre, würde das Leben, das ich kenne, grundlegend anders sein. Und dazu bin ich (momentan noch?) nicht bereit. Aber das nur für die Waldliebhaber unter euch zur Demonstration.
Damit meine ich, den Wald vollkommen unangetastet wird ebenso ein Wunschdenken bleiben, wie ein völliges Überrennen und Zerstören des Waldes auch ein solches zu verhindern gilt.
@matten
matten schrieb:
mit einer horde trainingswütiger seminarteilnehmer, die sich von einem label wie "naturtraining" in ihren romantischen bedürfnissen nach einem weg "zurück zur natur" angesprochen fühlen, in den wald einzufallen und dort eben diese seminarteilnehmer alles machen zu lassen, was auch nur im ansatz eine dem sport ähnliche belastung mit sich bringt, ist halt mehr ein eingriff in die natur, als denn ein naturtraining.
im kleinen ist das nichts anderes als der bau eines neuen skiliftes in ein vorab naturbelassenes berggebiet es im großen ist. hier wie dort wird die natur oder besser gesagt der begriff natur nur vermarktet, um einen wie auch immer gearteten profit zu erwirtschaften, sei es in form von talern oder aber auch nur in der form eines doch recht zweifelhaften ruhmes im internet. rücksichtnahme auf die natur und somit die natur selbst kann dabei sehr schnell auf der strecke bleiben.
Nennst du DAS etwa sachlich? Das ist eben ein massiver Angriff auf eine Gruppe von Leuten, mit denen du noch nichts zu tun hattest und noch nicht einmal dabei warst. Mir drängt sich da wirklich sehr stark der Gedanke auf, daß du hier einfach nur neidisch bist. Anders kann ich mir deine "Argumente" nicht erklären.
Wenn eine Gruppe im Wald trainiert, ist das also nichts anderes als der Bau eines neuen Skilifts im kleinen? Denk nochmal gut nach und besinne dich! Und/oder mach mal ein solches Training mit Dominik mit und urteile dann nochmal.
Und wegen dem Ruhm oder den Talerchen, soll sich Dominik vielleicht im Keller verstecken, nur weil dir sein Bekanntheitsgrad nicht paßt oder daß er fast ständig nur die Fixkosten reinholt, wenn er einen stets fairen Teilnehmerbeitrag verlangt?
Dein Posting hier ist sicherlich KEIN sachliches Argument. Ähnlich unsachlich hast du dich hier schon über Till Sukopp ausgelassen. Und ja, hier setze ich mich für Dominik und sein Naturtraining ein (das übrigens bei weitem nicht nur im Wald stattfindet), weil ich unter anderem schon mehrere Male dabei war und die positiven Aspekte kennenlernen durfte.
@taurus
Du HASST Spaziergänger? Harter Tobak. Was kommt als nächstes. Alle Leute, die deine Luft atmen? Wo ist hier die Grenze?
Eigentum verpflichtet.
Wenn jemand Flaschen oder sonstigen Dreck rumwirft, Schande über diese Leute! Hatti, Dominik, die anderen Gruppenteilnehmer und ich gehören z.B. NICHT dazu. Wir achten sehr wohl auf unsere Umwelt.
Ich kann deinen Ärger hier sehr wohl verstehen und würde genauso fühlen. Das ist Fakt. Trotzdem sind nicht alle Menschen gleich und sie handeln unterschiedlich. Das bitte bedenken.
@feta
Tendenziell bin ich eher für ein Verbot sich abseits der Wege zu bewegen, damit die Natur geschützt bleibt und Waldbesitzer nicht unendlich viel Arbeit aufgehalst bekommen (auch wenn ich mir selbst damit die möglichkeit wegnehmen würde, im wald "Faxen" zu machen, aber wenn man will kann man das auch woanders -> Park, Spielplatz, Verein, Sporthalle etc.)
Meines Erachtens hast du einen sehr ausgewogenen Beitrag gepostet. Ich denke, ich bin in etwa auf derselben Schiene.
Ein Verbot hinsichtlich der Waldbenutzung sehe ich als keine Lösung an. Bei uns ist z.B. das fürstliche Waldstück umzäunt und kann nur zu bestimmten Gelegenheiten genutzt werden. Drumrum ist auch noch eine Menge Wald und Natur, wo man gehen und trainieren kann. Das finde ich in Ordnung.
Der Wald soll sauber bleiben und die Tiere sollen weitestgehend ihre Ruhe haben, das kann ich nur absolut befürworten. Eine geführte Gruppe (dann und wann mal) durch den Wald sehe ich hier nicht als Einschnitt in diese Forderungen.
Die Leute sollen hauptsächlich auf den Wegen bleiben, auch das befürworte ich. Für mich gibt es keine Veranlassung, quer durch das Unterholz zu streifen. Und so handhaben es auch viele Leute, die ich kenne.
Auch wenn ich nur eher selten im Wald bin, wäre ich schon ein Stückchen traurig, mich dort nicht mehr aufhalten zu dürfen. Spazieren gehe ich z.B. mit meiner Familie auf den Wegen nämlich öfter und benutze dann z.B. auch den Waldspielplatz vor Ort.
Aber es ist klar, ich trainiere fast überall gleich gerne. Im Gym, zu Hause, vorm Haus, auf der Wiese usw. Auch im Wald, aber eher weniger. Das ist bei mir so.
Wie gesagt, ich kann auch die Leute verstehen, wenn sie schimpfen und sich ärgern, wenn sie selbst auch von der Rücksichtslosigkeit mancher Waldrowdies betroffen sind. Aber die Leute, die den Wald vollmüllen und einen auf Pseudorambo machen, werden sich hier bei der Diskussion nicht beteiligen.
So beißt sich die Katze in den Schwanz und wir streiten (diskutieren) miteinander auf's heftigste, obwohl wir doch alle gar nicht soweit voneinander entfernt sind. Sowohl im Denken als auch im Handeln.
Vielleicht ist das auch mein Abschlußbeitrag zu diesem Thema. Mal sehen.