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DFT veraltet?

mca

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[quot]Die DFT ist veraltet/Modeerscheinung. Das aktuellere bessere Prinzip wird schon immer im Bodybuilding verwendet, und die genannten Beispiele sind überholt/ineffektiv, beziehen nämlich ein paar wichtige Dinge gar nicht ein (die Zeiten 3+1, 4+1+4, 2+6 sind auch nicht ganz akurat)
Was haltet ihr davon?
 

de-fortis

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Auf einem Zitat wo ich nicht weiß von wem und was genau es meint, kann man keine Diskussionsgrundlage darüber führen ob DF-Training Sinn macht oder nicht. Veraltet ist es ganz bestimmt nicht und warum meinen so viele es gäbe nur ein elitäres System? Großer Blödsinn, vieles funktioniert unter anderem auch Phasentraining.
 

Bodycounter

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Wie kann denn ein Trainingssystem veralten? Solange es Sinn und Zweck für das Individuum erfüllt, ist doch alles in Ordnung. Wobei ich das DFT ehrlich gesagt nicht so lange wie unser de-fortis durchziehen würde ;) Zeitweise ist es aber ein ziemlich gutes System.
 

de-fortis

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Es ist nicht das Trainingssystem gemeint sondern die Dual-Factor Theory eine Theorie die die Regeneration nach Belastung beschreibt
= > siehe Superkompensation.

Hier zitiere ich mich mal selbst aus einem vorerst auf Eis gelegten Artikel:
Biochemisch gesehen erhöhen sich bei der Resynthese vers. Reserven über das Ausgangsniveau, genau an diesem Punkt wäre der richtige Zeitpunkt für das ansetzen der nächsten Trainingseinheit. Kritisch zu betrachten ist dieses Modell u.a. dadurch das es allg. gesagt zu simpel erscheint, eine Superkompensationsphase konnte für die Mehrheit der metabolischen Substanzen nicht experimentell nachgewiesen werden(Zatsiorsky). Zum anderen kann man keine pauschale über den idealen Zeitpunkt treffen da jedes System für sich unterschiedliche Regenerationszeiten benötigt und sich dabei keine festen Übereinstimmungen finden lassen. Komplett falsch ist dieses Modell nicht, trotzdem findet die ursprüngliche Idee heutzutage kaum noch Anwendung.

Ansonsten siehe Semchem wobei auch die 2-F Theorie nicht vollkommen falsch ist und außer Acht gelassen werden sollte.

Wobei ich das DFT ehrlich gesagt nicht so lange wie unser de-fortis durchziehen würde

DFT kann man sein Leben lang trainieren da man es mit allem realisieren und kombinieren kann, es hat kein Verfallsdatum. Einzig zählt die Einteilung in Load und Deload und diese Phasen kannst du mit allem ermöglichen, sei es Volumen, Pitt, Intensität, Häufigkeit, Old-Skool, muskelorientiert, HST, ILb....

Hier haste noch was zu lesen von Semchem:
http://semchem.extrem-bodybuilding.de/contents/pdfs/phasentraining.pdf
 

mca

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Ich habe das so verstanden daß beides veraltet ist. Weiß da einer mehr?
 

ishina

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de-fortis schrieb:
mca schrieb:
Ich habe das so verstanden daß beides veraltet ist. Weiß da einer mehr?

Siehe dazu mein Post, beide Theorien: Superkompensation und das 2 Faktormodell haben korrekte und falsche Ansätze. Man suche sich das richtige raus ;)

Geht es bei der Kreation 'neuer' Trainingsphilosophien nicht immer darum, die Mannigfaltigkeit der alten Trainingsmethoden unter die Lupe zu nehmen, das heraus zu nehmen, was gut ist und sinnvoll zusammen zu fügen, nach ausgiebigem Test an der eigenen Person und idealerweise anderen Probanden, die das mitmachen?

So weit ich das verstanden habe, ist de-fortis DFT-Ansatz eine leicht abgeänderte Adaption des Dual Factor Trainings - oder täusche ich mich da?
 

de-fortis

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Geht es bei der Kreation 'neuer' Trainingsphilosophien nicht immer darum, die Mannigfaltigkeit der alten Trainingsmethoden unter die Lupe zu nehmen, das heraus zu nehmen, was gut ist und sinnvoll zusammen zu fügen, nach ausgiebigem Test an der eigenen Person und idealerweise anderen Probanden, die das mitmachen?

Jab das wurde mit der Superkompensation gemacht und es entstand die 2-Faktor Theorie(hat nichts mit DF-Training zu tun), jetzt aber streiten sich die Geister über die Richtigkeit der 2F-Theorie.


So weit ich das verstanden habe, ist de-fortis DFT-Ansatz eine leicht abgeänderte Adaption des Dual Factor Trainings - oder täusche ich mich da?

Das wonach ich trainiere ist Dual-Factor: dabei zählen nur die Phasen Load und Deload, wie man das Training organisiert ist dabei Wurscht sofern man Rücksicht auf Ruhe und Reiz nimmt. Btw: hat die Dual-Factor Theorie nichts mit dem Dualfactor-Training zu tun. Das eine ist ein Denkansatz die Erholungskomponente nach Training wissenschaftlich Non-empirisch auszudrücken, das andere ein System sein Training zu gestalten.
 
W

Wursti

Guest
Veraltet, heißt ja, dass es etwas Neues gibt.
Mir ist zumindest keine allgemeine Theorie außer den beiden bekannt.
Was, die da schreiben hat auch nicht viel mit der Theorie als solcher zu tun, denn sowohl Superkompensation als auch DFT machen überhaupt keine genaueren Angaben über den Verlauf, sondern zeigen nur zwei mögliche Prinzipien auf. Aber im Grunde gilt für jedes Teilsystem (motorisches Zentrum, Glykogen, kontraktile Masse, Mitochondrien, usw.) eine eigene Zeit, welche auch noch von den anderen Teilsystem beeinflusst wird.
Ich für meinen Teil ziehe nur zwei Lehren aus beiden Theorien:
Entweder ich erhole mich nach einer TE oder ich erhole mich nach einem Zyklus. Die Lehren sind auch entsprechend der Formulierung allgemein. Da ich mal davon ausgehe, dass ich mich zumindest teilweise nicht innerhalb eines halben Tages erholen kann, tendiere ich eher zu dem von der DFT abgeleiteten Vorgehen.
 

bedee

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Konstruktiv zu diesem Thema kann ich jetzt aktuell nichts beitragen, dafür weiß ich noch zuwenig. Möchte mich hier an dieser Stelle für die Semchem-Links bedanken, da gibt es ja unglaublich viel zu lesen!

Was ich aus diesem Thread bisher als Wichtigstes mitgenommen habe: Der Mensch ist nicht so gut darin, eine zeitversetzte Wirkung zu erkennen. Das wusste ich bisher schon, hab mal (ich glaube in Psychologie heute) über einen diesbezüglichen Versuch gelesen. Ich wäre aber nicht auf die Idee gekommen, das auch aufs Training zu übertragen: Was heute mit meinem Körper passiert, wurde nicht unbedingt vom heutigen oder gestrigen Training verursacht, sondern hat seine Ursachen im Training der letzten Wochen und Monate. Sollte ich mir wirklich öfter bewusst machen.
 

de-fortis

Team Sportmedizin
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Das hast du gut für dich analysiert und beschrieben bedee :) In der Psychologie würd ich es auch ähnlich sehen: vergangene prägende Ereignisse(sozusagen Reize) werden später evtl. nach der Adoleszenz ihre Wirkung rückorientiert entfalten. Stichwort: Gründe für dieses und jenes Problem haben ihren Ursprung in der Kindheit.
 
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