Ich sehe es ähnlich wie „Eisenfresser“.
Überall im Sport wo Spitzenleistungen vollbracht werden kann man heute doch getrost zumindest ein Fragezeichen setzen, auch, und gerade bei gewissen Tabu– Sportarten (z.B. Boxen, Fußball, Motorrennsport, selbst Golf). Leider ist da das Bodybuilding aus verschiedenen Gründen mit einem besonders schlechten Ruf behaftet. Doping gibt es da schon im privaten Bereich, im Sportverein und im Fitness Studio, denn es wird meist übersehen oder geduldet. Selten wird da entsprechend gehandelt. Hinzu kommt, das Vereine und Verbände, selbst wenn sie es ernsthaft wollen, kaum effektive Kontrollen durchführen können. Dazu fehlen einfach die finanziellen Mittel.
Für wirklich effektive Dopingkontrollen muss ein Team von Experten ständige Forschungen auf dem jeweiligen Gebiet (Sportart) durchführen, welche dann dafür sorgen, das einerseits der Abstand zwischen neu entwickelten Substanzen und den vorhandenen Kontrollmöglichkeiten nicht all zu groß wird (
So gibt es da z.B. Substanzen, welche bis zu einem ½ Jahr vor einem WK einfach nicht nachweisbar sind) und anderseits natürlich um Doping Sünder zu überführen.
Das aber kostet Geld, sehr viel Geld.
Wenn finanzstarke Sponsoren (z.B. Festina, Sky oder VW) an der Leistung der Aktiven und den Zuschauerinteressen aus finanzieller Sicht stärker interessiert sind als an der Gesundheit muss man sich nicht wundern.
Klassisches Beispiel der Radrennfahrer Lenz Amstrong. Er gewinnt mehrmals die Tour bevor man ihn überführt und er es zugibt.
Nur mal nebenbei.
Beim Joche Möhrstädt bin ich mir relativ sicher, das er keine im Verband verbotenen Substanzen benutzt hat.
Der Grund:
Ich kenne ihn seit den 70er Jahren, wir haben damals beide schon zusammen vor den Kampfrichter gestanden und er war vor etwa 2 Monaten zu Besuch in seiner Heimatstadt und ist auch spontan mit mir zum Training gefahren (auch wenn wir völlig unterschiedlich trainieren).
Er war und ist im Grunde immer das ganze Jahr über in einer optisch relativ guten Form, zumindest für Außenstehende.
Andererseits ist er zudem oft in der Jury des GNBF zu sehen.
Aus eigener (leidvoller) Erfahrung weis ich, das man bei nur sehr geringer Nährstoffzuführung über einem längeren Zeitraum (bei damals 2 Monate täglich nur Knäckebrot und Wasser) durchaus eine solche Muskelhärte erreichen kann. Allerdings sehr deutlich auf Kosten der Muskelmasse. Bei ihm kommen jedoch noch moderne Supplemente dazu welches bei mir damals nicht gab..
Die folgenden Zeilen sollen seine Leistung keinesfalls schmälern !
Auf meinen privaten Punktzettel wäre er nach dem Foto zu urteilen nicht auf den 2. Platz gelandet. Man kann seine Disharmonie sogar schon auf dem Foto erkennen.
Es liegt aber an den Verbänden nach welchen Kriterien sie urteilen.
Wenn der Verband besonderes Augenmerk auf Muskelhärte legt, so ist er natürlich zu recht zweiter geworden.
Hier mal zwei Fotos von ihm.
Auf dem Foto 7. von links, ich ganz rechts.
Weltmeistertitel der WWF 2001 in seiner Klasse Bodybuilding Fitness