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Warum Grundlagenausdauer trainieren?

lensegäber

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Hallo,
ich habe mich bisher nur am Rande mit Audauertraining beschäftigt, mein eigenes Ausdauertraining bestand größtenteils aus anaeroben Intervalltrainings.
Nach einigen Diskussionen mit Trainern will ich mich jetzt genauer informieren.
Welche Gründe sprechen dafür, regelmäßig Grundlagenausdauer zu trainieren?
Ist das nur für Ausdauersportler wichtig, oder auch für Schnellkraftsportler?
Betrifft zwar nicht mich, aber sollte man als Schnellkraft-Leistungssportler Grundlagenausdauer in einer eigenen Einheit trainieren?
Oder gehen die positiven Effekte des GA-Trainings mit dem sportartspezifischen Leistungstraining einher?

Ich konnte leider nichts dazu finden (Bücher, Internet, Studien bei PubMed,..). Hier sind viele kluge Köpfe versammelt, ich würde mich über Infs freuen!

Danke!
 

Wursti

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

Ich behaupte:

1. Es gibt sowas wie Grundlagenausdauer nicht.
2. Für jeden Zweck, den man der Grundlagenausdauer zurechnet, gibt es bessere Alternativen.
 

scar1984

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

Was ist mit verbesserter Kapillarisierung und Ökonomisierung des Fettstoffwechsels? Waren so zwei Sachen, die diesem Training immer zugute gehalten wurden.
 
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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

Was ist mit verbesserter Kapillarisierung und Ökonomisierung des Fettstoffwechsels? Waren so zwei Sachen, die diesem Training immer zugute gehalten wurden.

Darum geht es, und besserer Regenerationsfühigkeit. Meiner persönlichen Meinung und Erfahrung nach profitiert jeder von hin und wieder GA-Training, egal welchen Sport er ausübt und ob er sonst überhaupt noch was macht. Wenn man kein Ausdauersportler ist, muss man es damit allerdings auch nicht übertreiben.

Für mich gehört das einfach zu einer insgesamt guten Kondition dazu, auch Ausdauer zu trainieren. Am besten ausprobieren, und wenn´s insgesamt nach einer Weile keinen Profit bringt, kannst Du es ja wieder rausnehmen.
 

Eisenfresser

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

Was ist mit verbesserter Kapillarisierung und Ökonomisierung des Fettstoffwechsels? Waren so zwei Sachen, die diesem Training immer zugute gehalten wurden.

Darum geht es, und besserer Regenerationsfühigkeit. Meiner persönlichen Meinung und Erfahrung nach profitiert jeder von hin und wieder GA-Training, egal welchen Sport er ausübt und ob er sonst überhaupt noch was macht. Wenn man kein Ausdauersportler ist, muss man es damit allerdings auch nicht übertreiben.

Für mich gehört das einfach zu einer insgesamt guten Kondition dazu, auch Ausdauer zu trainieren. Am besten ausprobieren, und wenn´s insgesamt nach einer Weile keinen Profit bringt, kannst Du es ja wieder rausnehmen.
...sehe ich absolut genauso!!! Grundlagenausdauer im GA1-Bereich ist das Fundament für einen Läufer,
wobei ein erfahrener Läufre diesen Bereich eigentlich nur noch für extrem lange Läufe oder für regenerative Zwecke einsetzt...
 

Wursti

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

Was ist mit verbesserter Kapillarisierung und Ökonomisierung des Fettstoffwechsels? Waren so zwei Sachen, die diesem Training immer zugute gehalten wurden.
Das sind zwei Sachen.

1. Kapillarisierung = So ziemlich jede Form des Ausdauertrainings
2. Fettstoffwechsel = So ziemlich jede Form des Ausdauertrainings

one2one schrieb:
Darum geht es, und besserer Regenerationsfühigkeit.
Welche Fähigkeit? Kurz- oder langfristig?

Kurzfristig: Yoga, Spazieren gehen, Tai Chi
Langfristig: Jede Form intensiver, metabolisch belastender Arbeit

Eisi schrieb:
...sehe ich absolut genauso!!! Grundlagenausdauer im GA1-Bereich ist das Fundament für einen Läufer,
wobei ein erfahrener Läufre diesen Bereich eigentlich nur noch für extrem lange Läufe oder für regenerative Zwecke einsetzt...
Wie gesagt: Grundlagenausdauer gibt es nicht. Zumindest habe ich sie noch nie irgendwo im Körper gesehen. Spezifisches Training für Ausdauersportler kann sich mit dem GA1-Training überschneiden hat dann aber eine andere Funktion. Sowieso gilt: Was es nicht gibt, kann man nicht trainieren.
 
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Gast

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

Ich behaupte:

1. Es gibt sowas wie Grundlagenausdauer nicht.
2. Für jeden Zweck, den man der Grundlagenausdauer zurechnet, gibt es bessere Alternativen.
müsste gla nicht dem paleokonzept zugeordnet werden? der steinzeitler hat doch tage damit verbracht...
 

Eisenfresser

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

Grundlagenausdauer deswegen, weil nahezu jeder Ausdauersportler damit beginnt, mit diesem Training wird die Grundlagen gelegt,
dass es später dann für andere Zwecke genutzt wird ist eine andere Sache,
ich meine kein Laufanfänger sollte mit intensiven Läufen beginnen,
genauso wenig wie ein Kraftsportler (Anfänger) nicht gleich mit einem intensiven IK-Training beginnen sollte!!!
 

MarmorStein

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

lensegräber schrieb:
Welche Gründe sprechen dafür, regelmäßig Grundlagenausdauer zu trainieren?
Ist das nur für Ausdauersportler wichtig, oder auch für Schnellkraftsportler?
Unter "Grundlagenausdauer" wird m.W. i.d.R. verstanden, dass Dinge wie Fettstoffwechsel, Muskelkapillarisierung, aerobe Enzymausstattung der Mitochondrien, etc. ein gewisses Niveau haben. Ist dieses ominöse Niveau (welches mit Sicherheit interindividuell verschieden ist) bereits erreicht und wird dieses aufrechterhalten (aus welchen Gründen auch immer - sei es die Genetik, Aktivitäten im Alltag oder im sonstigen Training, etc.), wird ein spezifischens "Training der Grundlagenausdauer" vermutlich nicht sehr sinnvoll sein, sofern ein "noch höheres Niveau" für die eigenen Anforderungen nicht erforderlich oder förderlich ist.

Ich persönlich würde dies Erfahrungsgebunden sehen. Sind Deine Regenerationsbedürfnisse nach für Dich relevantem Training eher lang, kommst Du öfter mal leicht aus der Puste wenn Du denkst "mann, das kann jetzt doch nicht sein", dann könnte ein "Grundlagenausdauertraining" möglicherweise gewinnbringend für Dich sein. Fühlst Du Dich ständig, als könntest Du Bäume ausreißen, weiß ich nicht, ob das GA-Training viel Nutzen bringen würde. Probier's also aus, ob's Dir was bringt,ganz wie one2one-Training schrieb:
one2one-Training schrieb:
Am besten ausprobieren, und wenn´s insgesamt nach einer Weile keinen Profit bringt, kannst Du es ja wieder rausnehmen.

-------------------------------------
Wursti schrieb:
Wie gesagt: Grundlagenausdauer gibt es nicht. Zumindest habe ich sie noch nie irgendwo im Körper gesehen. Spezifisches Training für Ausdauersportler kann sich mit dem GA1-Training überschneiden hat dann aber eine andere Funktion. Sowieso gilt: Was es nicht gibt, kann man nicht trainieren.
Da so ziemlich alle Begriffe in der Trainingswissenschaft Festlegungen und Einteilungen per Definition sind "gibt" es sie m.E. objektiv nicht - erst die Definition ruft sie in ihre Existenz. Genausowenig wie man in diesem Sinne "Krafttraining" betreiben kann (da die Kraft ein Resultat der Zusammensetzung, Anordnung und Funktionsweise der trainierten/beteiligten Strukturen ist und erst dann existiert, wenn die betreffenden Strukturen sie erzeugen - und da "Kraft" selbst ein Begriff für etwas ominöses und nicht sichtbares ist: nur die Resultate der "Kraft" sind erfahrbar). Somit ist die Aussage "xy gibt es nicht" in diesem Zusammenhang aus meiner Sicht wenig zielführend, da es in diesem Kontext alles gibt, was man definiert. Sinn würde es m.E. eher machen, die Definition in Frage zu stellen - sofern überhaupt eine einheitliche Definition existiert, oder der Begriff eher "wischiwaschi" gebraucht wird.

Ergo: Da der Begriff "Grundlagenausdauer" in der Trainingslehre definiert oder zumindest usus ist, ist er existent. Daher kann man - zumindest im Rahmen unseres Sprachgebrauchs - "die Grundlagenausdauer" auch trainieren, so wie in unserem Sprachgebrauch auch "die Kraft" trainierbar ist. Ob man damit dann allerdings tatsächlich das angesprochene (sprachliche) Konstrukt oder doch eher zu Grunde liegende Strukturen und Funktionen trainiert und/oder ob die definitorische Einteilung überhaupt Sinn macht, steht wiederum auf einem anderen Blatt.
 
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Gast10

Guest
AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

@wursti: bis auf die Tatsache, dass es GA per Definition nunmal gibt, hast Du hast ja nicht Unrecht mit Deinen Beispielen und Alternativen, allerdings spricht das auch nicht GEGEN ein GA-Training z.B. durch Laufen. Ich persönlich habe damit eben sehr gute Erfahrungen gemacht und habe schlicht kein Bock auf Joga-Kram, Tai Chi oder ausgedehnte körperliche Arbeit (ich arbeite im Büro und mache Sport um des Sportes willen, für mehr will ich mir keine Zeit nehmen) usw.; jeder wie er will, ich will Dir Deine offensichtliche Abneigung gegen lange Ausdauerläufe ja auch nicht nehmen :)

Ich persönlich halte diese für gewinnbringend, auch weil ich ja nebenbei Laufe. Ganz einfach. Insofern wäre es für mich Quatsch, GA anders zu trainieren bzw, andere Regenerationsformen zu wählen, wieso nicht gleich die sportartspezifische. Ob ein Kraftsportler unbedingt GA-Läufe machen muss, kann zur Disposition gestellt werden. Nochmal: ICH persönlich halte es für sinnvoll, wenn man es mag. Ansonsten gibt es ausreichend Alternativen.

Am Rande: Ich weiß selbst, dass exzessives Laktatmessen und Trainingsplan darauf aussteuern usw. verpönt ist, aber ich habe das ja auch mal gelernt und an vielen Klienten sowie mir selbst verprobt, also Laktatstufentest, Trainingssteuerung darauf aufbauend, Re-Test in darauf folgenden Perioden. Man kann ja an sprunghaften Anstiegen der Tempo/Puls-Kurve oder auch an der Laktatentwicklung schon Trainingsbereiche identifizieren, wo Defizite bestehen. Meistens ist das der GA-Bereich. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass wer nicht gezielt langsame Läufe trainiert hat (also GA), nicht nur dort, sondern auch oben heraus schnell außer Puste kommt und abbrechen muss. Durch Einbau von GA-Training konnte in allen Fällen, die ich persönlich betreut habe, auch die Widerstandsfähigkeit für höheres Tempo erhöht werden. Dass dies nicht auch anders geht (Intervalle & Co.), bestreite ich dabei allerdings nicht nicht, aber das ist kein Widerspruch, sondern eine Alternative bzw. Kombinationsmöglichkeit.

Ich denke allerdings auch, dem Thread-Ersteller ist durch praktische Ratschläge mehr geholfen als durch die Diskussion, ob es nun GA gibt oder nicht...

Edit: kurz gegoogelt:
http://www.ph-ludwigsburg.de/filead...rung_in_die_Trainingslehre_AUSDAUER_Teil1.pdf

Irgendwo Seite 10-12 wird´s interessant.
 
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sportsfreund

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

Ich denke allerdings auch, dem Thread-Ersteller ist durch praktische Ratschläge mehr geholfen als durch die Diskussion, ob es nun GA gibt oder nicht...
In dem Falle bitte Bescheid sagen, dann wird diese Diskussion nämlich ausgelagert! Finde den Punkt nämlich über spannend.

Zu Wurstis Behauptung:
Er schreibt ja auch in 2. : es gibt bessere Alternativen. Genau das ist für jeden leistungsorientierten Sportler das Um und Auf. Ich selbst finde Grundlagenausdauer auch ominös.

Meine Erfahrung (und response zu deinem Bsp., one2one):
Ich war mal im Leistungssport aktiv, eine der Disziplinen waren ein Crosslauf über 8km, also durchaus ne Langstrecke. Unsere Trainings hinsichtlich dessen bestanden aus irre vielen Grundlagen - Dauerläufen.

Als ich aufgehört habe, habe ich mehr Krafttraining gemacht, bin weniger gelaufen (Einheiten/Woche, Dauer/Einheit), hab aber viel mehr Intervalle und ähnliches gemacht. Grundlagenläufe hab ich hauptsächlich nur mehr regenerativ in nem Ausmaß von ca. 20-30mins gemacht (im Gegensatz zu vorher 60mins oder auch mehr) [Anm.: das ist wahrscheinlich individuell, ich hab sehr empfindliche Muskulatur, wenn die auch nur bissl dekonditioniert ist, dann hauen 60mins laufen viel zu sehr rein].

Im Endeffekt bin ich paar Monate später mit 5-6kg mehr bei nem Wettkampf noch immer genauso schnell gewesen (umgerechnet, auf die Distanz wars sogar ein PR). Man kann natürlich sagen, dass ich diese Grundlage noch immer zur Verfügung hatte und ich darauf aufbauend besser geworden bin.
Ich glaube es nicht. Kann auch diesbezüglich noch ein Beispiel geben, falls gewünscht (das aber leider nicht mehr im Langstreckenbereich).
 

lensegäber

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

Danke für die sehr rege Beteiligung und eure Antworten!

Ich behaupte:

1. Es gibt sowas wie Grundlagenausdauer nicht.
2. Für jeden Zweck, den man der Grundlagenausdauer zurechnet, gibt es bessere Alternativen.

zu 1: Meinst du damit, dass die Ausdauerform "Grundlagenausdauer" nicht die Grundlage zu einer anderen ("höheren") Ausdauerform darstellt?
zu 2: Das sehe ich (bisher) auch so.


Das sind zwei Sachen.

1. Kapillarisierung = So ziemlich jede Form des Ausdauertrainings
2. Fettstoffwechsel = So ziemlich jede Form des Ausdauertrainings


Welche Fähigkeit? Kurz- oder langfristig?

Kurzfristig: Yoga, Spazieren gehen, Tai Chi
Langfristig: Jede Form intensiver, metabolisch belastender Arbeit


Wie gesagt: Grundlagenausdauer gibt es nicht. Zumindest habe ich sie noch nie irgendwo im Körper gesehen. Spezifisches Training für Ausdauersportler kann sich mit dem GA1-Training überschneiden hat dann aber eine andere Funktion. Sowieso gilt: Was es nicht gibt, kann man nicht trainieren.

Ich denke es mir auch so, allerdings konnte ich keine Belege dazu finden. Immer, wenn ich nach Regenerationsfähigkeit, Kapillarisierung, Fettstoffwechsel usw. suche, stoße ich auf die GLA. Ich finde nichts in Zusammenhang mit anderen Ausdauerformen. Kannst du mir evtl. Tipps geben, wo ich suchen kann? Interessiert mich sehr!


Grundlagenausdauer deswegen, weil nahezu jeder Ausdauersportler damit beginnt, mit diesem Training wird die Grundlagen gelegt,
dass es später dann für andere Zwecke genutzt wird ist eine andere Sache,
ich meine kein Laufanfänger sollte mit intensiven Läufen beginnen,
genauso wenig wie ein Kraftsportler (Anfänger) nicht gleich mit einem intensiven IK-Training beginnen sollte!!!

Du redest hier nur von Ausdauersportlern, wie verhält es sich in anderen Sportarten? Ist GLA für Schnellkraftsportler oder Kraftdreikämpfer sinnvoll? Es wird häufig mit Regenerationsfähigkeit usw. begründet, siehe oben.


Unter "Grundlagenausdauer" wird m.W. i.d.R. verstanden, dass Dinge wie Fettstoffwechsel, Muskelkapillarisierung, aerobe Enzymausstattung der Mitochondrien, etc. ein gewisses Niveau haben. Ist dieses ominöse Niveau (welches mit Sicherheit interindividuell verschieden ist) bereits erreicht und wird dieses aufrechterhalten (aus welchen Gründen auch immer - sei es die Genetik, Aktivitäten im Alltag oder im sonstigen Training, etc.), wird ein spezifischens "Training der Grundlagenausdauer" vermutlich nicht sehr sinnvoll sein, sofern ein "noch höheres Niveau" für die eigenen Anforderungen nicht erforderlich oder förderlich ist.

Genau so sehe ich das auch. Ich frage mich, ob dieses Niveau schneller oder weniger belastend erreicht werden kann.

Ich persönlich würde dies Erfahrungsgebunden sehen. Sind Deine Regenerationsbedürfnisse nach für Dich relevantem Training eher lang, kommst Du öfter mal leicht aus der Puste wenn Du denkst "mann, das kann jetzt doch nicht sein", dann könnte ein "Grundlagenausdauertraining" möglicherweise gewinnbringend für Dich sein. Fühlst Du Dich ständig, als könntest Du Bäume ausreißen, weiß ich nicht, ob das GA-Training viel Nutzen bringen würde. Probier's also aus, ob's Dir was bringt,ganz wie one2one-Training schrieb:

Wir sind wieder bei der Regenerationsfähigkeit. Ist diese aber nicht auch/besser sportartspezifisch trainierbar? Sich nach dem Training von den trainingsspezifischen Ermüdungserscheinungen schnell wieder erholen, indem man quasi ein sportartspezifisches Intervalltraining durchführt?


@wursti: bis auf die Tatsache, dass es GA per Definition nunmal gibt, hast Du hast ja nicht Unrecht mit Deinen Beispielen und Alternativen, allerdings spricht das auch nicht GEGEN ein GA-Training z.B. durch Laufen.

Das ist der Punkt! Ich frage mich, ob das GLA-Training negative Effekte hat, die man durch andere Formen des Ausdauertraninings eben nicht hat und die sportartspezifische Entwicklung zurückhalten.



Ich denke allerdings auch, dem Thread-Ersteller ist durch praktische Ratschläge mehr geholfen als durch die Diskussion, ob es nun GA gibt oder nicht...

Im Gegenteil, ich finde die Diskussion sehr spannend, weil sie über mein banales Ausdauerwissen hinausgehen soll.
 
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Gast10

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

Man kann natürlich sagen, dass ich diese Grundlage noch immer zur Verfügung hatte und ich darauf aufbauend besser geworden bin.

Ich sag das :)

Man soll ja auch nicht in und für jede Sportart GA so viel wie möglich, sondern optimal trainieren. Gerade die Schnelligkeit kann unter zu viel GA leiden. GA ist aber die Basis, auch um intensive Einheiten überhaupt durchzuhalten und die Leistung auch auf anderen Ebenen zu steigern.

Ich gönne da aber jedem seine Meinung, die aus persönlichen Erfahrungen gezogen, sicher für jeden einzelnen richtig ist und mehr hab ich auch nicht dazu zu sagen. Außer dass das sich halt mit dem mir bekannten Stand der Trainingslehre in der Sportwissenschaft deckt. Und wenns auch zu meiner Erfahrung passt, ist das für mich die Wahrheit.

@Threadersteller: schau Dir mal den von mir oben geposteten Link an. Das ist die Kurzform, ansonsten gibt´s dazu unzählige Literatur (Stichwort Sportmedizin / Trainingslehre).
 
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Eisenfresser

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

Du redest hier nur von Ausdauersportlern, wie verhält es sich in anderen Sportarten? Ist GLA für Schnellkraftsportler oder Kraftdreikämpfer sinnvoll? Es wird häufig mit Regenerationsfähigkeit usw. begründet, siehe oben.
...kommt ja schließlich aus dem Ausdauerbereich diese ganze GA-Geschichte, deswegen habe ich mich darauf bezogen,
für Kraftsportler/Bodybuilding ist das alles nicht so wichtig, da ist vernünftiges Essen wichtiger für die Regeneration,
wobei natürlich ein lockeres Radeln/Laufen nicht schadet bzw. die Regeneration unterstützt...

Für einen BB in der Diät bzw. Wettkampfvorbereitung wird Cardio dann natürlich immer wichtiger bzw. notwendig,
wobei da dann nicht zwingen im GA1-Bereich trainiert werden muss,
ich würde es machen, um nicht soviel Federn zu lassen...
 

MarmorStein

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

lensegräber schrieb:
Wir sind wieder bei der Regenerationsfähigkeit. Ist diese aber nicht auch/besser sportartspezifisch trainierbar? Sich nach dem Training von den trainingsspezifischen Ermüdungserscheinungen schnell wieder erholen, indem man quasi ein sportartspezifisches Intervalltraining durchführt?
Klar, aber dann befindest Du Dich logischermaßen im sporartspezifischen, und nicht mehr Grundlagenbereich. Ist halt ein Grundprinzip der Trainingslehre: Vom Allgemeinen zum Spezifischen.
Natürlich kann man es auch anders machen, und gleich mit dem Spezifischen beginnen - über Sinn und Unsinn könnte man sich dann im Einzelfall streiten.

Grundsätzlich steht aber natürlich die sportartspezifische Leistungsfähigkeit im Vordergrund, wenn in der jeweiligen Sportart Höchstleistungen geliefert werden sollen - hier ist natürlich die sportartspezifische Leistungsfähigkeit der allgemeinen Vorzug zu geben, sofern zweitere hinderlich wäre.

lensegräber schrieb:
Du redest hier nur von Ausdauersportlern, wie verhält es sich in anderen Sportarten? Ist GLA für Schnellkraftsportler oder Kraftdreikämpfer sinnvoll? Es wird häufig mit Regenerationsfähigkeit usw. begründet, siehe oben.
Es gibt auch noch andere (angebliche) Vorteile, wie z.B. Verletzungsprophylaxe, allgemeine Erhöhung der physischen Leistungsfähigkeit, weniger technische Fehlleistungen, etc.
 
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Wursti

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

taurus schrieb:
müsste gla nicht dem paleokonzept zugeordnet werden? der steinzeitler hat doch tage damit verbracht...
Nein. Gehen ist nicht GLA.

MarmorStein schrieb:
Somit ist die Aussage "xy gibt es nicht" in diesem Zusammenhang aus meiner Sicht wenig zielführend, da es in diesem Kontext alles gibt, was man definiert.
Folgt in keinster Weise aus dem Vorhergegangenem. Damit hättest du höchstens nachgewiesen, dass es keine Kraft gibt (was auch stimmt, weil Kraft eine theoretische Entität zur Kausalerklärung ist).

MarmorStein schrieb:
Da der Begriff "Grundlagenausdauer" in der Trainingslehre definiert oder zumindest usus ist, ist er existent.
Den Begriff gibt es. Den Gegenstand nicht

MarmorStein schrieb:
Daher kann man - zumindest im Rahmen unseres Sprachgebrauchs - "die Grundlagenausdauer" auch trainieren, so wie in unserem Sprachgebrauch auch "die Kraft" trainierbar ist.
Richtig. Nämlich gar nicht, weil Begriffe nicht das sind, was wir als Adressat des Trainings meinen. Es ist der Gegenstand selbst, von dem wir annehmen, dass er existiert. Genau das stelle ich in Frage.

MarmorStein schrieb:
Ob man damit dann allerdings tatsächlich das angesprochene (sprachliche) Konstrukt oder doch eher zu Grunde liegende Strukturen und Funktionen trainiert und/oder ob die definitorische Einteilung überhaupt Sinn macht, steht wiederum auf einem anderen Blatt.
Das ist Thema. Allerdings ist es unsinnig zu behaupten, man trainiere das sprachlich Konstrukt "Ausdauer" mit laufen.

one2one schrieb:
bis auf die Tatsache, dass es GA per Definition nunmal gibt
Das ist Quark. Sonst müsste ich mich auch vor Minotauren und Einhörnern fürchten. :)

one2one schrieb:
Du hast ja nicht Unrecht mit Deinen Beispielen und Alternativen, allerdings spricht das auch nicht GEGEN ein GA-Training z.B. durch Laufen. Ich persönlich habe damit eben sehr gute Erfahrungen gemacht und habe schlicht kein Bock auf Joga-Kram, Tai Chi oder ausgedehnte körperliche Arbeit
Selbstverständlich spricht das dagegen. Ich habe von besseren Alternativen gesprochen. Wenn jemand sich für das Laufen entscheidet, weil er Bock darauf hat, entscheidet er sich trotz dieser Gründe.

lensegräber schrieb:
damit, dass die Ausdauerform "Grundlagenausdauer" nicht die Grundlage zu einer anderen ("höheren") Ausdauerform darstellt?
Wenn man Ausdauerform mit der spezifischen Performanz bei bestimmter Intensität und Dauer zu laufen meint (in dem Falle, die typischen GLA-Parameter), ja.

Ich denke es mir auch so, allerdings konnte ich keine Belege dazu finden. Immer, wenn ich nach Regenerationsfähigkeit, Kapillarisierung, Fettstoffwechsel usw. suche, stoße ich auf die GLA. Ich finde nichts in Zusammenhang mit anderen Ausdauerformen. Kannst du mir evtl. Tipps geben, wo ich suchen kann? Interessiert mich sehr!
Jemand der sich grundsätzlich gegen die Wichtigkeit der GLA-Praktiken wendet: www.powerrunning.com (wirst umgeleitet).
 
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Gast10

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

Das ist Quark. Sonst müsste ich mich auch vor Minotauren und Einhörnern fürchten. :)

Ob solcher Unsachlichkeiten, in grenzenloser Ignoranz "verkündet", wird mir die Diskussion mit Dir mal wieder zu dumm und ich verabschiede mich aus diesem Thread.

Nichts für Ungut.
 
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kecks

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

ohne alles gelesen zu haben - wer sagt denn, dass steinzeitjäger nicht lange strecken auch gelaufen sind? wölfe tun das als soziale jäger (und der mensch ist ein sozialer jäger) auch.

und gehen ist ga, wenn man es flott genug macht. nicht umsonst ist das trabtempo (langsamstes lauftempo) für viele sogar *langsamer* als gehen.
 

sportsfreund

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

ohne alles gelesen zu haben - wer sagt denn, dass steinzeitjäger nicht lange strecken auch gelaufen sind? wölfe tun das als soziale jäger (und der mensch ist ein sozialer jäger) auch.

und gehen ist ga, wenn man es flott genug macht. nicht umsonst ist das trabtempo (langsamstes lauftempo) für viele sogar *langsamer* als gehen.
Jep, das finde ich auch einen Punkt. Ich glaube, dass die GLA durch solche Aktivitäten - auch (schnelles) Gehen - trainiert wird. Wo ich dem ganzen Konzept sehr kritisch gegenübergestellt bin, ist folgendes:
1. Es sollte keine Trainingskapazität erschöpfen (tägliche GLA Läufe sind zwar nicht anstrengend per se, aber der ganze Impact beim Laufen macht schon was aus)
2. Effizienz/Effektivität: die Frage, ob es bessere Möglichkeiten gibt.
 

Wursti

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AW: Warum Grundlagenausdauer trainieren?

Ob solcher Unsachlichkeiten, in grenzenloser Ignoranz "verkündet", wird mir die Diskussion mit Dir mal wieder zu dumm und ich verabschiede mich aus diesem Thread.

Nichts für Ungut.
Man kann vom Begriff eben nicht auf die Existenz von irgendwas schließen. Deswegen Minotauren und Einhörner.
 
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