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Wissenswertes über Kampfsportarten

Dieses Thema im Forum "Kampfsport" wurde erstellt von Tox, 28. März 2005.

  1. Tox

    Tox Well-Known Member

    Registriert seit:
    28. März 2005
    Beiträge:
    3.121
    Geschlecht:
    männlich
    Ziel dieses Thread wäre, über einzelne Kampfsportarten die wichtigsten Details zusammen zutragen:

    -Voraussetzung zur Ausübung (Alter, besondere Vorschriften, sportliche Anforderung)

    -Trainingsaufwand

    -Ausrüstung (evtl. Kosten)

    -Auflistung der Grade

    -Prüfungssystem

    -Trainingsinhalt

    -Ziel
     
  2. Tox

    Tox Well-Known Member

    Registriert seit:
    28. März 2005
    Beiträge:
    3.121
    Geschlecht:
    männlich
    Krav Maga Selfprotect

    -Voraussetzung zur Ausübung (Alter, besondere Vorschriften, sportliche Anforderung)
    Mindestalter 18; keine Vorstrafen; Grundfitness/-kraft von Vorteil, aber kein muss

    -Trainingsaufwand
    1.5-3.0h pro Woche

    -Ausrüstung (evtl. Kosten)
    Stabile Schuhe, Kleidung; Tiefschutz

    -Auflistung der Grade
    Basic 1-3 -> total min. 18Mt.
    Advanced 1-3 -> total min. 36Mt.
    Assistent Instruktor -> total min. 48Mt.
    Head Instruktor -> total min. 60Mt.

    -Prüfungssystem
    Freiwillige Prüfungen und Lehrgänge

    -Trainingsinhalt
    Wiedererlernen der Grundreflexe; Antrainieren von Abwehrmechanismen; Simple aber wirksame Abwandlungen von Schlägen, Kicks, Griffen und Fegern bekannter KS-Arten erlernen; Beiläufige Steigerung der (Kraft-)Ausdauer; Konfliktbewältigung

    -Ziel

    Verbesserte Konfliktbewältigung; Sicheres Auftreten, Kontrolle über den Körper, Steigerung des Reaktionsvermögens und der Fitness; Voraussicht von Gefahren
     
  3. de-fortis

    de-fortis Team Sportmedizin Admin

    Registriert seit:
    19. März 2005
    Beiträge:
    13.663
    Geschlecht:
    männlich
    Kendo(Schwertkünste)

    -Voraussetzung zur Ausübung (Alter, besondere Vorschriften, sportliche Anforderung)
    Grundfitness und Koordination erwünscht

    -Trainingsaufwand
    2-3h die Woche

    -Ausrüstung
    Zur Kendo-Ausrüstung gehören das Shinai, einem Bambusschwert, sowie das Bogu, eine leichte Rüstung aus vier Teilen.


    -Auflistung der Grade/Prüfungssystem
    Die Schülergrade (Kyu-Grade) beginnen mit dem 6. Kyu, als niedrigsten und enden mit dem 1. Kyu als höchstem Grad. ( Prüfungsordnung)

    Anschliessend beginnen die Lehrergrade (Dan-Grade).
    Der 8. Dan (hachi Dan) ist der höchste erreichbare Grad. ( Prüfungsordnung)

    Die Abstände zwischen den Prüfungen betragen für Schülergrade jeweils ein halbes Jahr.
    Die Prüfung zum 1. Dan darf man ein Jahr nach der letzten Prüfung ablegen.
    Alle weiteren Prüfungen erfordern eine Wartezeit vom aktuellen Dan-Grad in Jahren.


    -Trainingsinhalt
    Den Anfang jeder Trainingseinheit bildet das ausführliche Aufwährmen und Dehnen mit anschliessenden kendospezifischen Lockerungsübungen mit Shinai (z.B. Joge Buri, Naname Buri, Shomen-Suburi).

    Den Anfang des eigentlichen Trainings kennzeichnet das Angrüßen mit einer kurzen Konzentrationsphase. Anschliessend beginnt direkt das Anfängertraining, während die Fortgeschrittenen ihre Rüstungen anlegen.

    Das Anfängertraining besteht aus den Grundlagen des Schwertkampfes (Schritt- und Schlagübungen), während die Fortgeschrittenen komplexere Techniken (z.B. Debana, Harai, Nuki) trainieren.

    Am Ende des geleiteten Trainings wird, analog zum Angrüßen, abgegrüßt.

    Danach gibt es ein freies Training mit der Möglichkeit zum Kampf (Gi Geiko) oder zur Vertiefung der vorher gelernten Inhalte.


    -Ziel
    Kendo vereint ein grosses Potential an körperlicher, geistiger und charakterlicher Ausbildung. Ziel ist die Erlangung von Harmonie zwischen Körper und Geist. Das Training fördert Konzentrations- und Reaktionsvermögen und festigt die Entschlussfähigkeit.
     
  4. hidden_dragon

    hidden_dragon New Member

    Registriert seit:
    19. März 2005
    Beiträge:
    1.994
    tai chi chuan

    -Voraussetzung zur Ausübung

    keine.

    -Trainingsaufwand

    am besten täglich 10-30 minuten - einen kurs besuche ich 1x die woche für 1 stunde.

    -Ausrüstung (evtl. Kosten)

    bequeme kleidung, dicke socken oder schuhe mit dünner sohle (yogaschuhe) - bei der schwertform ausserdem ein langschwert aus metall oder holz.

    -Auflistung der Grade

    keine. man kann sich aber als lehrer ausbilden lassen. das erlernen der langform dauert viele jahre.

    -Trainingsinhalt

    grundsätzlich basiert jede der verschiedenen tai chi formen auf acht handtechniken (bamen) und fünf schrittarten (wubu). die traditionelle form des yang-stils (verbreitetster stil in ost und west) ist die langform. dies ist eine ca. 30-minütige, fliessende abfolge aus 108 bewegungen. diese figuren beruhen ursprünglich auf den kampfkünsten der kaiserlichen truppen chinas. beim üben sind die zugrundeliegenden prinzipien wichtig. sie sorgen für die qualität des trainings. dazu gehören forderungen wie: entspannung, balance, körperhaltung, schrittfolgen, gewichtung, drehungen, spiralbewegungen, öffnen und schließen, zentrierung, strecken und aufrichtung der wirbelsäule. der geist soll gleichmütig, entspannt und gelassen sein.

    -Ziel

    indem man sich auf die übungen konzentriert, werden körper und geist zusammengeführt. man tut, was man denkt und denkt, was man tut. t'ai chi wirkt sich positiv auf die psyche, das zentrale nervensystem, den blutdruck und die verdauung aus, die atmung wird tiefer, muskeln, gelenke und sehnen werden schonend trainiert, die haltung wird aufrecht. der übende wird gelassener, ausgeglichener und zufriedener.

    [​IMG]
     
  5. fabruer

    fabruer New Member

    Registriert seit:
    10. April 2005
    Beiträge:
    68
    ITF (International Tae KKwon Do Federation) Tae Kwon Do

    -Voraussetzung zur Ausübung (Alter, besondere Vorschriften, sportliche Anforderung)

    Mindestalter: Je nach Verein, aber je früher, desto besser. Empfehlung: 10 Jahre; Grundfitness/-kraft von Vorteil, aber kein muss

    -Trainingsaufwand
    je nach Verein, ca. 4-5 Std./Woche

    -Ausrüstung (evtl. Kosten)
    ITF-Kleidung, geschlossene Handschuhe, Schienbeinschützer, Tiefschutz, Mundschutz, Fussschutz

    -Auflistung der Grade
    Weißer Gurt
    Gelber Gurt ca. 1 Jahr
    Grüner Gurt ca. 1 Jahr
    Blauer Gurt ca. 1 Jahr
    Roter Gurt ca. 1 Jahr
    Schwarzer Gurt (1. Dan - aufsteigend, wobei 7., 8., 9. Dan verliehen werden und nicht durch Prüfung erreichbar)

    Zwischenstufen (Weiß-Gelb, Gelb Grün,...)
    -Prüfungssystem
    Freiwillige Prüfungen und Lehrgänge

    -Trainingsinhalt
    hohe Grunddynamik (durch Dehnen, geziehlte Kraftsteigerung)
    Wiedererlernen der Grundreflexe;
    Antrainieren von Abwehrmechanismen;
    Kicks, Schläge mit der Faust
    Bewegunsformen
    Persönlichkeitsbildung
    Selbstverteidigung (Griffe,...)

    -Ziel

    Kontrolle über den Körper
    Steigerung der Fitness
    Vorbereigung auf Turniere

    - Begriff

    Tae - Fuss
    Kwon - Faust
    Do - Geist, Weg
     
  6. Child3K

    Child3K New Member

    Registriert seit:
    25. April 2005
    Beiträge:
    13
    SAL - italienischer Messerkampf


    Was ist Sistema SAL???
     


    Das SAL steht für `Scherma dell` Assalto del Lione´ (die Fechtkunst des anstürmenden Löwen) und ist eine von Maestro Antonio Merendoni zusammengesetzte Kunst des Kampfes mit Schwert, Messer, Stöcken, flexiblen Waffen und der leeren Hand.



    Maestro Merendoni begann sein Studium vor 25 Jahren bei Meistern der bürgerlichen Systeme Süditaliens, welche er durch gemeinsame Freunde zufällig kennenlernen durfte. Von da an setzte er seine Studien fort. Diese führten ihn durch nahezu alle Regionen Italiens zu Meistern der unterschiedlichen Methoden und Systemen – seien es Methoden aus dem Süden Italiens als auch welche aus den nördlichen Regionen des Landes. Im Laufe der Jahre spezialisierte er sich zunehmend auf die bürgerlichen Methoden der Jahre 1850 bis 1950.



    Hauptsächlich wurde sein System durch Meister Giovanni Capozza aus Taranto (dieser lernte seinerseits bei Maestro Cosimo und Maestro Girolomo Andrisini) und Meister Raffaele Irmino beeinflusst. Zudem erlernte er die Kunt im Umgang mit dem Spazierstock bei dem Enkel des bekannten italienischen Meisters Giovanni Ceselli. Die große Leistung Merendonis` war es die verschiedenen Methoden zu analysieren, das zuviel herauszufiltern und dann den Rest in eine in sich schlüssige Progression zu integrieren. Die Hauptaufgabe bestand auch darin, sich wiederholende Methoden und Techniken zu entfernen und eine Didaktik zu erschaffen, die auch für den Norditaliener bzw.  Nordeuropäer nachvollziehbar ist.

    Hierfür führte Merendoni die militärischen Methoden der Arditi (eine italienische Sturmtruppe aus dem 1. Weltkrieg) als Einstieg in sein System ein. Diese Methode basiert auf dem Dolchfechten der maestri di scherma und reicht bis in das 15. Jahrhundert zurück. Da die Prinzipien vollkommen mit denen der bürgerlichen Methoden kompatibel sind, stellen die militärischen Methoden eine ausgezeichnete didaktische Einstiegshilfe dar.



    Zusammengefasst kann SAL als fechterisches System italienischer Tradition gesehen werden. Ein System, welches den realen Ansprüchen des Kampfes auf der Strasse gerecht wird aber auch den Aspekt der Kunst eine wichtige Rolle zukommen lässt.


    Kurze geschichtliche Erläuterung
    Die Unterrichtsinhalte dieser Künste gehen auf die alten Meister oder deren Nachfolger zurück und zählen zu den effektivsten Methoden überhaupt.



    Seitdem 15. Jahrhundert überlieferten die maestri di scherma (Fechtmeister) ihre Methoden des Schwert-/ und Messer-/ bzw. Dolchfechtens (scherma/ scherma di daga). Diese Methoden wurden nahezu unverändert weitergegeben und vermischten sich schliesslich zwischen 1917 und 1943 mit denen des italienischen Militärs.



    Die Messer- und Stockmethoden lassen sich oft über drei Generationen bis in die zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen.



    Es entstanden vermehrt Kampfsysteme der bürgerlichen Schichten. Sie befassen sich in erster Linie mit dem Messerkampf, dem Kampf mit der storta (dem Krummesser/ Malchus), dem Umgang mit dem Spazierstock, dem Kurzstock, dem zweiköpfigen Stock und dem Hirtenstock (bastone siciliano-pugliese).



    Des weiteren decken die bürgerlichen Systeme auch die Handhabung flexibler Waffen, den Kampf mit der Axt und die Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung (a calci e schiaffi oder a pugni, calci e schiaffi) ab.



    Es sind insbesondere die bürgerlichen Systeme der italienischen Unterwelt, die ihre Effizienz bis zum heutigen Tag bewahrt haben. Ihre Blütezeit hatten sie zwischen 1850 und 1950.


    Prinzipien und Grundsätze
    Die Tradition der italienischen Kampfmethoden unterscheidet sich von anderen aufgrund einiger Eigentümlichkeiten. Jede Methode unterteilt sich im gioco largo  ( „weites Spiel“ ) und im gioco stretto ( „enges Spiel“ ). Das sind die zwei möglichen Distanzen im Kampf. In der Ersten verwendet man ausschließlich die Waffe bzw. die Waffen, in der zweiten Distanz den gesamten Körper.



    Die Besonderheit der Italiener ist der Gebrauch des Stiches ( la stoccata ). Der Stich erlaubt ein schnelles Angreifen und einen entsprechend schnellen Rückzug, ohne dabei die Deckung allzu sehr aufzugeben. Der Stich ist schnell und fast immer tödlich.

    Die Eigenart des gioco stretto ( „enges Spiel“ ) ist hingegen die Verwendung der linken/freien Hand zum Greifen ( was oft in den Nahkampf führt ), zum Faustschlag und der Einsatz von Tritten und Fußfegern.



    Grundsätzlich wird auf fechterischen Linien, der Gefechtslinie und der Angriffslinie, gearbeitet und es wird auch stets nach der einfachsten Möglichkeit gestrebt den Gegner zu treffen.



    Insbesonders beim Messerkampf kommt die wohl eigentümlichste Idee der italienischen Systeme zur Geltung, die pazziatura (sinngemäß `der Tanz des Irren´). Hierbei handelt es sich um eine Art `Tanz um den Gegner´. Der Sinn liegt darin, Öffnungen für einen Einstieg zu suchen, Lücken in der Deckung des Gegners zu schaffen und den Gegner in den eigenen Rhythmus zu ziehen bzw. dessen Rhythmus zu lesen.



    Interessant ist auch, dass die italienischen Methoden keine drills oder drill-verwandte Übungen aufweisen. Jede Methode ist zweigegliedert, in einen theoretisch-praktischen Teil und dem assalto (der Ansturm). Darüber hinaus gibt es nur noch den Kampf, die sogenannte `tirata´! Die italienische maestri sind der Meinung, dass festgelegte Endlosübungen (drills) keinen oder zu wenig Focus aufweisen und somit nur bedingt praxistauglich sind.



    Des weiteren sind die traditionellen italienischen Lehrer stets bestrebt ihre Methoden so einfach wie möglich zu halten. Selten verfügt eine Methode über mehr als zwölf (12) Grundtechniken. Die Kombination dieser eröffnet einem jedoch unzählige Möglichkeiten.




    Wettkampf und Prüfungen
    Wettkämpfe

    Wettkämpfe gibt es innerhalb der italienischen Kampfkunst SAL nicht. Jedem steht frei sich für solche bei anderen Organisationen und Verbänden anzumelden, aber die gezielte Ausrichtung auf auf irgend ein Regelwerk würde die Natur dieser für den Srassenkampf und Duell entwickelten Methoden zu ihrem Nachteil verändern.



    Prüfungen

    Prüfungen sind bei SAL dann zwingend, wenn der Schüler/ die Schülerin das Bestreben hat das Erlernte weiterzugeben. Das System wird in mehreren Stufen unterrichtet.



    Die Prüfung richtet sich nach Form/ Ausführung, Verständnis der Prinzipien und Methodiken, der `tirata´ (Kampfsparring) und nach der didaktischen Fähigkeit die Methoden zu vermitteln


    Diese Seite  ist sehr Empfehlenswert:
    http://www.aermeldolch.com/
     
  7. Child3K

    Child3K New Member

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    Hapkido
    Transkription:

    Hap - Harmonie, Einheit, Koordination  
    Ki - Energie, Lebenskraft, Kraft  
    Do - philosophisch, religiöses Prinzip

          allgemein: Urprinzip des Universums.

          persönlich: Der Lebensweg des Einzelnen zur Harmonie von Körper, Geist und Seele.



    Transliteration:

    - Kampfkunst:  

    Der Weg des Trainierenden zur Persönlichkeitsentwicklung  und "Nächstenliebe" mit den Mitteln der Kampfkunst.

    - Kampfsport:

    Der Weg der koordinierten Kraft.



    Was kann man sich unter Hapkido vorstellen?

    Wesentlich für das Hapkido ist eine spezielle Atemtechnik. Diese besondere Methode ermöglicht es, die Kraft, die im Danjeon (unterhalb des Bauchnabels) gesammelt wird, zu konzentrieren, um sie mit einer Technik auf den Partner (Angreifer) zu übertragen. Zunächst einmal lernen die Schüler Abwehrmethoden, denn die Abwehr ist eine humane Art der Selbstverteidigung und kann eine aggressive Person beruhigen. Grundsätzlich setzt sich das Hapkido Schülerprogramm aus drei großen Teilen zusammen:

    Der erste Teil umfaßt die Grundhandtechniken und Befreiungstechniken.
    Der zweite Teil umfaßt die Faust- und Fußabwehrmethoden sowie die Waffenabwehr.
    Der dritte Teil umfaßt die komplexen Abwehrmethoden nach dem Yu Won Hwa-Prinzip.



    Yu - Fluß.  Mitfließen mit der einwirkenden Kraft.

    Won - Kreis.  Kontrollieren der einwirkenden Kraft.

    Hwa - Einwirkung. Verbinden mit der eigenen Kraft.



    Im Vergleich zu vielen anderen Budo-Sportarten ist Hap Ki Do kein Wettkampfsport. Somit ist das Ziel des Hap Ki Do -Trainings nicht der Sieg (im Wettkampf), sondern die Herausbildung einer erhöhten Körperbeherrschung zum Zweck der Selbstverteidigung.  Mit der gezielten Weiterentwicklung ihrer körperlichen Fähigkeiten geht eine Ausbildung Ihrer eigenen Person einher. Im Hapkido sind alle Methoden des Kampfes erlaubt; d.h. die Techniken sind recht vielseitig - von Würfen über Hebel zu Haltegriffen, auch Schlag- sowie Fußtechniken sind enthalten. Hapkido ist ein original koreanisches Kampfkunst- und Selbstverteidigungssystem

    Zur jüngeren Geschichte des Hapkido:



    Koreanisches Kampfkunst- und Selbstverteidigungssystem.





    Meister Choi Young Sul wurde 1904 geboren und als Kind nach Japan verschleppt. Dort lebte er (unter dem Namen Yoshida, Asao?) über 30 Jahre im Umfeld von Takeda Sokaku. Es ist geschichtlich unklar ob er ein Schüler von Takeda Sokaku (32.Soke des Daito-ryu Aikijujutsu, siehe: Daito-ryu Aikijujutsu und Daito-ryu Aiki Jujutsu) war. Nach seiner Rückkehr unterrichtete er in Korea während der 40er und 50er Jahre Schüler in einem Kampfkunstsystem dem er verschiedenste Bezeichnungen gab. Viele seiner Techniken stammten aus dem japanischen Daito-ryu.

    Einige von Meister Choi's Schülern gründeten eigene Schulen und fügten weitere Techniken (speziell die Trittechniken aus der koreanischen Tradition) hinzu.





    Auch Meister Ji Han Jae hat seine eigene Schule gegründet und das von ihm vermittelte System um 1959 Hapkido genannt. So haben sich bis heute diverse Stile und Organisationen entwickelt und der Begriff Hapkido hat sich als Oberbegriff durchgesetzt.





    In Deutschland wurde Hapkido von Meister Kim Sou Bong eingeführt. Er lernte unter Meister Ji Han Jae und hat seit 1968 Hapkido in Deutschland und den angrenzenden Ländern populär gemacht.



    Zum System

    Das System ist auf die ganze Person angelegt. Es beinhaltet  

    Chong (Technik / Körper),  
    Ki (Energie / Geist) und  
    Shin (Herz / Seele)

    als Wegübungen. Der Schwerpunkt der Vermittlung steigt entsprechend dem Reifegrad des Schülers. Aber immer wird über die Technik gearbeitet und Ki und Shin mittrainiert. Sonst ist das Training kein Hap Ki Do, sondern reiner Sport.  



    Zu den Prinzipien

    Das Naturprinzip - Yu-Won-Hwa  

    Das Naturprinzip (Kraftprinzip) entspricht den Yu-Won-Hwa Kriterien. Hier wird nicht Kraft gegen Kraft (Konfrontation) gesetzt, sondern die Angriffskraft ins Leere geführt, dann kontrolliert und anschließend gegen den Angreifer zurückgelenkt. Das entspricht auch dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit, da ein Angriff entsprechend seiner Stärke auf den Angreifer zurückwirkt.

    Yu - Wasser: bedeutet mit der Angriffskraft / -richtung mitfließen.  
    Won - Kreis: bedeutet die Angriffskraft kontrollieren.  
    Hwa - Einwirkung: bedeutet Verbinden der eigenen Kraft mit der Angriffskraft.

    Das Balanceprinzip - Won-Bang-Ghak  

    Das Balanceprinzip (Körperprinzip) entspricht den Won-Bang-Ghak Kriterien. Der Mittelpunkt soll sich unter allen Bedingungen bei einem Minimum von Muskelkraft und ohne Verspannungen (guter Tonus) einstellen.

    Won - Abstand: bedeutet mit dem Angreifer eine Einheit bilden.  
    Bang - Stellung: bedeutet den Mittelpunkt halten.  
    Ghak - Bewegung: bedeutet lebendige Stabilität mit dem Angreifer oder Hilfsmitteln.

    Das Rhythmusprinzip - Chong-Jung-Dong

    Das Rhythmusprinzip (Bewegungsprinzip) entspricht den Chong-Jung-Dong Kriterien. Der richtige Einsatz von Spannung und Entspannung in der Bewegung und die Kraftentfaltung sollen kontrolliert werden.  

    Chong - Mittelpunkt: bedeutet Kraft in der Ruhe.  
    Jung - Schnelligkeit: bedeutet Ruhe in der Kraft.  
    Dong - Sicherheit: bedeutet Rhythmus von Spannung und Entspannung.

    Das Ganzheitsprinzip - Hap-Ki-Do  

    Das Ganzheitsprinzip (Person) entspricht den Hap-Ki-Do Kriterien. Das philosophische, religiöse Element vereint und durchdringt die drei vorhergenannten Prinzipien.

    Hap - Körper - Woher? Haltung - Kraft, aus der der Mensch lebt.  
    Ki - Seele - Warum? Atmung - Sinn, um den der Mensch kreist.  
    Do - Person - Woraufhin? Tonus - Erfüllung, auf die der Mensch suchend bezogen ist.

    Wettkampf

    Es gibt keinen Turnierbetrieb im Hapkido. Jeder Verband (der Wettkämpfe durchführt) macht dies nach eigenen Regeln und auch mit unterschiedlichen Inhalten. Das geht vom Zweikampf über Vorführungwettkämpfe bis hin zu Bruchtestwettkämpfen und Hyongs.



    Prüfungen

    Prüfungen und Graduierungen werden ebenso in jedem Verband individuell gehandhabt. Als Richtschnur möchte ich auf die Seite http://www.hapkido-info.net/html/graduierungen.html verweisen.


    Interessante Links:

    http://www.hapkido.de/
    http://german.hapkido-info.net/
     
  8. Child3K

    Child3K New Member

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    Brasilian JiuJitstu(Bjj)
    Die Geschichte des Brazilian Jiu Jitsu (BJJ)


    Brazilian Jiu Jitsu ist die südamerikanische Variante des traditionellen, japanischen Jiu Jitsu und wurde von Carlos und Helio Gracie entwickelt. Carlos Gracie lernte das Jiu Jitsu von Mitsuo Maeda, einem Schüler von Jigoro Kano und gab es an seinen jüngeren Bruder Helio weiter.



    Helio war körperlich eher schmächtig und konnte viele der traditionellen Jiu Jitsu Techniken nicht anwenden. Aus diesem Grund veränderte er die Mechanik und Hebelwirkung vieler Techniken und machte sie somit effektiver und auch für körperlich schwächere Personen anwendbar.



    Da in Brasilien körperliche Auseinandersetzungen viel häufiger passierten (und immer noch passieren) als z.B. in Europa oder anderen Teilen der Welt, hatten die Gracies immer genügend Möglichkeiten Ihren Kampfstil auszuprobieren und zu verbessern. In unzähligen Herausforderungskämpfen wurde das brasilianische Jiu Jitsu immer wieder getestet und verfeinert und gehört heute zu den effektivsten Selbstverteidigungssystemen unserer Zeit.



    Man mag über die Art und Weise wie die Gracies Ihre Kampfkunst weiterentwickelt haben geteilter Meinung sein, aber man kann nicht verleugnen, daß Sie dadurch eine außergewöhnliche Kampfkunst geschaffen haben.



    Helio und Carlos unterrichteten Ihre Kinder im Jiu Jitsu und so erschufen Sie die nächste Generation von Kämpfern und Lehrern, die das Brazilian Jiu Jitsu weiter verbreiteten und die Effizienz dieses Stiles in vielen Herausforderungskämpfen immer wieder bewiesen.



    In den siebziger Jahren kam einer der Söhne von Helio, Rorion Gracie in die USA um dort Fuß zu fassen und Karriere zu machen. Er unterrichtete den Familienstil in seiner Garage und langsam interessierten sich auch in den USA immer mehr Menschen für diese Kampfkunst.

    Anfang der neunziger Jahre eröffnete Rorion eine große Akademie in Los Angeles und erschuf zusammen mit dem Werbefachmann Art Davie, die heute schon legendären Ultimate Fighting Championships.



    Bei diesem Wettkampf, der im amerikanischen „Pay Per View“ Fernsehen übertragen wurde, kämpften Kampfkünstler der verschiedensten Stile fast ohne Regeln gegeneinander und der einzige Weg zu gewinnen, war es, den Gegner K.O. zu schlagen, oder Ihn zur Aufgabe zu zwingen. Royce Gracie, der Sohn von Helio Gracie war der leichteste Teilnehmer und gewann trotzdem überlegen dieses Turnier. Er konnte alle seine Gegner zur Aufgabe zwingen und gewann die Ultimate Fighting Championships insgesamt dreimal. Bis heute ist er der einzige Kämpfer, der jemals 4 Kämpfe in einer Veranstaltung gewinnen konnte.



    Mittlerweile gehört das Brazilian Jiu Jitsu zu den populärsten Kampfkünsten in den USA, Japan und natürlich Brasilien. Helio Gracie, der mittlerweile 91 Jahre alt ist, lebt und trainiert immer noch in Brasilien. Er reist regelmäßig in die USA um seinen Söhnen bei der Verbreitung des BJJ zu helfen.
    Prüfungen:

    Im Brazilian Jiu Jitsu gibt es folgende Gürtelfarben:

    Weiß
    Blau
    Violett
    Braun
    Schwarz


    Das brasilianische Jiu Jitsu ist eine sehr anspruchsvolle Kampfkunst und es dauert in der Regel 8-10 Jahre, bis man das Niveau eines Schwarzgurtes erreicht. Die erste Prüfung zum blauen Gürtel, kann man normalerweise nach 12 bis 18 Monaten regelmäßigem Training ablegen. Neben den verschiedenen Grundtechniken des Stand und Bodenkampfes, muß der Schüler auch ein theoretisches Wissen über die Grundlagen des BJJ haben.



    Die Prüfungen für den violetten, braunen und schwarzen Gürtel sind wesentlich komplexer. Es geht dabei nicht um Techniken, sondern um die Entwicklung von verschiedenen körperlichen und kämpferischen Fähigkeiten. Im BJJ geht es nicht darum welche Techniken man theoretisch anwenden kann, sondern wie man seine Fähigkeiten unter realen Umständen einsetzen kann. Da solch eine Art des Trainings sehr viel komplexer ist als das sture Wiederholen von Techniken, ist es auch verständlich, das man so viele Jahre braucht um den ersten Meistergrad zu erreichen.



    Trotz aller Komplexität, kann man sich mit dem Brazilian Jiu Jitsu recht schnell Selbstverteidigen und wer den Level eines Blaugurtes erreicht hat, besitzt gute kämpferische Fähigkeiten.



    Der Schwarzgurt, ist wie bei vielen anderen Stilen auch in 10 Meistergrade unterteilt. Allerdings gibt es keine Prüfungen im herkömmlichen Sinn mehr. Die Graduierungen für die verschiedenen Stufen werden dann verliehen.



    Grundsätzlich kann man sagen, dass die Gürtelfarben im BJJ keine allzu große Rolle spielen. Da das freundschaftliche Sparring innerhalb dieser Kampfkunst sehr oft praktiziert wird, haben die Schüler immer wieder die Möglichkeit sich und Ihre Fähigkeiten zu testen. Es nutzt dann nicht viel, wenn ein Schüler z.B. einen Braungurt trägt, aber nicht die Fähigkeiten eines Braungurt-Schülers besitzt. In Brasilien hat man dafür ein Sprichwort: Niemand will einen Gürtel der nicht passt.



    Wettkämpfe:

    Obwohl das Brazilian Jiu Jitsu hauptsächlich zur Selbstverteidigung entwickelt wurde und darin auch seine Wurzeln liegen, gibt es auch sportliche Wettkämpfe. Man unterscheidet zwischen drei Formen:



    1. Traditionelle Brazilian Jiu Jitsu Wettkämpfe

    2. Submission Wrestling

    3. Vale Tudo



    1. Traditionelle Brazilian Jiu Jitsu Wettkämpfe

    Bei dieser Wettkampfart tragen beide Kämpfer einen Gi (traditioneller, weißer Kampfanzug). Es sind fast alle Griffe erlaubt und Ziel des Wettkampfes ist es den Gegner zur Aufgabe zu zwingen. Darüber hinaus gibt es Punkte für das Erreichen von verschiedenen Positon, bzw. auch für Wurftechniken. Wenn also keiner der Kämpfer vorzeitig aufgibt, wird der Kampf am Ende nach Punkten entschieden.

    Schläge und Tritte sind bei dieser Art des Wettkampfes verboten und das Tragen eines Gi ist Pflicht.






    2. Submission Wrestling

    Submission Wrestling ist die jüngste Wettkampfform innerhalb des BJJ und wird erst seit ungefähr 5 Jahren offiziell praktiziert. Beim Submission Wrestling sind fast alle Griffe erlaubt und es gibt keinerlei Kleidungsvorschriften, d.h. die Athleten sind nicht verpflichtet einen Gi zu tragen. So ist es für Kampfsportler aller Stile möglich sich in einem sportlichen Wettkampf zu messen. Egal ob Ringer, Judoka oder Brazilian Jiu Jitsu Kämpfer, die Regeln sind so offen und liberal gehalten, das jeder Sportler die gleichen Chancen hat.

    Wettkampfziel ist es wie beim traditionellen BJJ Wettkampf auch, den Gegner mit einem Hebel oder Würgegriff zur Aufgabe zu zwingen. Während bei traditionellen Wettkämpfen die Kämpfe meist ein relativ kurzes Zeitlimit von 6 – 10 Minuten haben, liegt das Zeitlimit bei Submission Wrestling Kämpfen meistens zwischen 10 und 30 Minuten. Bei einigen Wettkämpfen gibt es auch überhaupt keine zeitlichen Begrenzungen.

    Sollte keiner der Kämpfer den anderen vorzeitig zur Aufgabe gebracht haben, wird der Kampf wie beim traditionellen BJJ Wettkampf auch, nach Punkten entschieden. Die Punktewertung dieser beiden Wettkampfformen ist ähnlich, aber nicht gleich.

    Der Vorteil des Submission Wrestling liegt darin, dass man sich durch diese Wettkampfart gut auf Mixed Martial Arts Wettkämpfe vorbereiten kann (Kampf ohne Gi, lange Runden, etc.), ohne dabei das Risiko von traumatischen Verletzungen durch Schläge in kauf nehmen zu müssen. Denn genau wie beim traditionellen BJJ Wettkampf sind Schläge und Tritte auch bei dieser Wettkampfart verboten.





    3. Vale Tudo

    Der Begriff Vale Tudo wird häufig missverstanden, auf Deutsch übersetzt bedeutet Vale Tudo, „Alles Erlaubt“ und beschreibt so ziemlich treffend diese Art des Wettkampfes. In Vale Tudo Wettkämpfen ist außer Griffe in die Augen und beißen alles erlaubt. Die Kämpfer tragen weder Handschuhe noch gibt es Runden oder eine zeitliche Begrenzung der Kämpfe. Diese Art des Kämpfens ist äußerst brutal und entstand aus den Herausforderungskämpfen zwischen den einzelnen Stilen. Die ersten Ultimate Fighting Championships, waren echte Vale Tudo Wettkämpfe, denn es wurde nach den obengenannten Regeln gekämpft.

    Heute gibt es keine reinen Vale Tudo Kämpfe mehr und man verwendet heute auch eher den Begriff Mixed Martial Arts, um diese Art des Kämpfens zu beschreiben. Mittlerweile wurden einige Regeln eingeführt, die den Sport für Athleten sicherer und für den Zuschauer interessanter machen. Handschuhe schützen die Hände der Sportler vor eventuellen Verletzungen (Brüche, Infektionen durch Zähne, etc.), es gibt Runden und wenn Kämpfer zulange am Boden sind, wird der Kampf wieder im Stand weitergeführt, damit es für die Zuschauer nicht zu langweilig wird und sich die Chance auf einen spektakulären K.O. Schlag erhöht. Auch sind besonders gefährliche Techniken, wie z.B. Kopfstöße oder Schläge in den Unterleib verboten. Diese Regeln sind notwendig und gut für die Entwicklung der Mixed Martial Arts, aber Sie benachteiligen (bis auf wenige Ausnahmen, wie.z.b. das Verbot von Kopfstößen) die Brazilian Jiu Jitsu Kämpfer sehr stark.



    Das Vale Tudo ist die Wettkampfform im Brazilian Jiu Jitsu, die wohl die wenigsten Schüler ausüben. Während der traditionelle BJJ Wettkampf und auch das Submission Wrestling von vielen Sportlern ausgeübt wird, haben die Wenigsten Ambitionen dazu Vale Tudo Kämpfe zu bestreiten.

    Interessannte Links:
    www.fighterfitness.de/com
    www.sherdog.com
    www.free-fight.de
     
  9. Child3K

    Child3K New Member

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    Re:Kendo

    Geschichte des Kendo

    Ursprünge

    Kendo ist eine traditionelle japanische Fechtkunst, deren Ursprünge bis weit vor das 9. nachchristliche Jahrhundert zurückreichen. Alte Mythen und Kriegsromane überliefern uns von dieser frühen Form des heutigen Kendo ein Bild, das sie nur als Selbstverteidigungs- und Angriffsart darstellt. In diesem Sinne war sie weder "Kendo" noch "Ken-Jutsu", sondern lediglich eine reine Schwerttechnik. Gekämpft wurde mit einer Vorform des Katanas, dessen Klinge gerade verlief. Im Kampf wurde mit dieser Waffe, ähnlich dem europäischen Schwertkampfstil, vor allem gestoßen, gestochen und geschlagen. Erst viel später sollte sich die Kunst des Schneidens herausbilden, wofür die Entwicklung des geschweiften, d.h. leicht gebogenen Katanas Voraussetzung und von besonderer Bedeutung war. Dies geschah im 9. Jahrhundert. Erst jetzt nahm Kendo, damals auch "Heihô", "Ken-Jutsu" oder "Geki-Ken" genannt, seinen eigentlichen Anfang.







    Kendo wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts (Muromachi-Zeit) nach einheitlichen Gesichtspunkten systematisiert, da es bis dahin einer Vielfalt individueller Ausführungsmöglichkeiten unterlegen hatte. Mit
    dieser Vereinheitlichung wurden zu dieser Zeit auch die ersten Schulen gegründet, z.B. die Shinto-Ryu, Nen-Ryu, Chujo-Ryo und Kage-Ryu. Die alten Kata-Formen bildeten damals die grundlegenden Übungen, die mit dem Katana oder Bokuto (Holzschwert) ausgeführt wurden. Das Dojo wurde zum Ausbildungsort dieser Übungen.
    Im 17. Jahrhundert (Tokugawa-Zeit) diente Kendo hauptsächlich der Ausbildung der Samurai (japanische Ritter). Zu jener Zeit verschmolz Kendo erstmals mit dem Begriff des "Bushido" (Weg des Kriegers/ Gefolgsmannes), einem wichtigen Bestandteil der japanischen Geistesgeschichte, und beanspruchte somit neben der reinen Technik auch die Ausformung einer geistigen Kraft. Das bedeutete für die Erziehung des Samurai, moralische Ziele wie Menschenliebe (Zin), Gerechtigkeit (Gi), Höflichkeit (Rei), Klugheit (Chi) und Glaube (Chin) anzustreben. Die Verschmelzung des Kendo mit der Lehre des Buddhismus, aber auch mit der des Konfuzianismus fand darin seinen Höhepunkt.

    Das heutige Kendo wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelt. Chuzo Nakanishi von der Itto-Ryu-Schule und Shirozaemon Naganuma von der Zikishinkage-Ryu-Schule entwickelten die Kendo-Rüstung, bestehend aus Men (Helm), Kote (Handschuhe), Do (Brustpanzer) und Tare (Hüftschutz), sowie das Fechtschwert aus Bambus, das "Shinai". Das praktische Training sowie das Wettkampf-Training bestand nun nicht mehr im alleinigen Erlernen der Kata-Formen, sondern wurde zusätzlich sportlichen Regeln unterstellt.

    In der Meiji-Zeit (1868-1912) unterlag Kendo vielen Prüfungen. Die Meiji-Restauration veränderte die politische Struktur in großem Maße, die Modernisierung und Öffnung nach außen hin erfolgte in schnellen Schritten. Als eine Folge davon verlor die Klasse der Bushi (Samurai), deren Privileg es war, Kendo auszuüben, an Ansehen und Rang. Damit einhergehend galt Kendo am Anfang dieser Epoche als überholt und in den Traditionen veraltet, teilweise wurden sogar Kendo-Lehrer, die beim Unterrichten des
    Kendo gefaßt wurden, inhaftiert. Die neuen Machthaber und die beginnende Industrialisierung forderten modernere Ziele und Denkweisen als die der Samurai. Das alte Klassensystem wurde abgeschafft, die Samurai ihres gesellschaftlichen Ranges und ihrer Vormachtstellung beraubt. Schließlich nahm man ihnen im Jahre 1876 mit dem "Haitou-Rei", einer Gesetzesverordnung, auch noch ihr letztes und wichtigstes Symbol: das Tragen der Schwerter wurde verboten. Das führte zu Aufständen der Samurai, die aber blutig niedergeschlagen wurden.

    Während der Meiji-Zeit kam es in Japan jedoch zu zwei großen Kriegen gegen China (1894) und Rußland (1904). Zu dieser Zeit erfuhr Kendo durch die Wiederbesinnung auf nationales Gedankengut eine ungeahnte Renaissance: 1896 wurde der erste japanische Budo-Bund, "Dai Nihon Butoku Kai", gegründet. 1911 führte man Kendo erstmals als offiziellen Schulsport für alle Gymnasien ein und legte damit den Grundstein für das moderne Kendo.

    1912 erarbeitete der Budo-Bund eine Vereinheitlichung der bis dahin gültigen Kata-Formen und reduzierte deren Vielzahl auf die noch heute zu erlernenden 10 Grundformen, die Nihon-Kendo-Kata. Nach und nach wurde Kendo so modernisiert, daß es als Nationalsport allgemeine Verbreitung finden konnte.

    Während des 2. Weltkrieges wurde Kendo mißbräuchlich in den Dienst des Militarismus gestellt. Der Geist des Kendo sollte für die kriegerischen Aktivitäten genutzt werden und die Staatstreue fördern. Zu diesem Zweck wurde es 1941 zum Hauptpflichtfach für alle männlichen Schüler ab der 5. Klasse. Aber auch alle wehrfähigen Männer wurden verstärkt im Kendo ausgebildet, damit sich ihre Kampfeslust steigere. Die militärischen Ausrichtung hatte zur Folge, daß die eigentlichen Ideen des Kendo in den Hintergrund traten.

    Das änderte sich jedoch nach dem 2. Weltkrieg. Als Verlierer mußte Japan 1945 ein Besatzungsstatut der Amerikaner hinnehmen, welche die Ausübung des Kendo als "Wurzel des Militarismus" verbaten. Auch der japanische Budo-Bund "Dai Nihon Butoku Kai" wurde wegen der Gefahr, daß durch ihn das Nationalbewußtsein wieder gestärkt werden könnte, verboten. Insgeheim ist Kendo jedoch weiter praktiziert worden.

    Mit dem Friedensvertrag im Jahre 1951 und der damit verbundenen Wiedergewinnung der Unabhängigkeit fiel dieses Verbot weg. Im Oktober 1952 rief man den neuen japanischen Kendo-Bund "Zen Nihon Kendo Renmei" als Sektion des japanischen Sportbundes "Nihon Taiiku Kyokai" ins Leben. Vom Staat wurde Kendo zunächst jedoch sehr zurückhaltent gefördert. Als Schulsport wurde es erst 1953 wieder eingeführt und an der Gymnasialstufe als Wahlfach angeboten. Allerdings verfügte das japanische
    Kultusministerium die Umbenennung von Kendo als Schulsport in "Shinai-Kyogi" (Shinai-Sport). Erst 1957 durfte Kendo wieder mit Kendo betitelt werden, einige Jahre später wurde es dann wieder zum Budo- Pflichtfach: 1962 an der Mittelstufe, 1963 an der Gymnasialstufe. Erstmals konnte man nun Kendo auch an der Universität in Theorie und Praxis lernen.

    Nachdem Kendo seit der Meiji-Zeit diese wechselvolle Geschichte durchlaufen hatte, war es im eigenen Land nun so rehabilitiert und gefestigt, daß man damit begann, Kendo über den Schulsport hinaus auch als Vereinssport zu fördern. Auch Kinder und Frauen begannen nun, Kendo zu erlernen. Darüber hinaus wurde Kendo auch außerhalb Japans immer populärer und von hunderttausenden Aktiven in zahlreichen Ländern praktiziert. Diese Internationalisierung fand u.a. ihren Ausdruck in den Weltmeisterschaften, die alle drei Jahre von der IKF (International Kendo Federation) organisiert werden. Inzwischen gehen Millionen Menschen auf der ganzen Welt den Weg des Kendo.


    Hier seht ihr wie Unglaublich Scharf so ein Katana(Samuraischwert) ist es kann Beton und Fast jede Art von Metall Mit Absoluter Leichtigkeit und ohne viel Kraftaufwand zerteilen

    Schaut euch mal dieses Video an dann Könnt ihr euch vorstellen wie Leicht Euch so ein Samurai in 2 Teile schneiden kann.
    http://biodef.nerim.net/Redir/Samurai.avi

    Der Samurai Selber war genauso Beindruckend wie seine Waffe er verzichtete Auf Freunde,Famielie und auf Frauen(LOL)
    Er er lebte nach einen EhrenCodex der mit dem des Europäischen Ritters Identisch war.
     
  10. neon

    neon New Member

    Registriert seit:
    5. Juni 2005
    Beiträge:
    23
    Lok Yiu Wing Chung

    http://www.lok-yiu.com/

    -Voraussetzung zur Ausübung (Alter, besondere Vorschriften, sportliche Anforderung)
    Die einzige Vorraussetzung ist, dass man trainieren will!

    -Trainingsaufwand
    min. 1x Woche
    2x Woche wäre Sinnvoll
    Man sollte aber am besten jeden Tag trainieren

    -Ausrüstung (evtl. Kosten)
    keine

    -Auflistung der Grade
    Es gibt keine Grade. Man kann aber zum Lehrer ausgebildet werden.
    Es gibt 6 Formen (3 Grundformen, 1 Holzpuppe, 1 Langastock, 1 Doppelmesser)

    -Prüfungssystem
    Lehrgänge

    -Trainingsinhalt
    Körperbeherrschung, Kordination, Stabilität, ...

    -Ziel
    Unter anderem um seinen Körper in so zu Beherrschen, dass man sich geben fremde Angriffe wehren kann. Man lernt aber auch vieles mehr! z.B. Formt es den Charakter.

    neon
     
  11. Tommy

    Tommy New Member

    Registriert seit:
    19. Oktober 2007
    Beiträge:
    14
    Karate

    -Voraussetzung zur Ausübung
    Alter ist egal, wer aber wirklich Kumite(also Feikampf) machen will sollte schon mind. 14 sein

    -Trainingsaufwand
    2x 2std., wenn man bei wettkämpfen mitmachen möchte und halbwegs eine Chance haben will, sollte 3-4x die woche 2 std gehen

    -Ausrüstung (evtl. Kosten)
    normale sportkleidung reicht für den anfang, später sollte man schon nen anzug tragen, faustschützer, mundschutz, tiefschutz

    -Auflistung der Grade
    Gürtel(von Stil zu Stil unterschiedlich): anfangen tut man immer ohne Gürtel(beim shotokan sind es zum bsp. 19 Grade, bei anderen Stilen z.B.nur 2(weiß, schwarz...))

    -Prüfungssystem
    Freiwillige Prüfungen(in Trainingslagern, auf Lehrgängen, aber auch vom Trainer)

    -Trainingsinhalt
    Man Trainiert zuerst einmal die wichtigsten Techniken langsam und in Zeitlupe, man erlernt katas(vorgegebene Bewegungsabläufe) und man Trainiert die Selbstverteidigung.
    Das ist erst ma ziemlich langweilig, aber man braucht nunmal die Grundlagen.
    Wenn man dann die Grundlagen bestmöglich beherrscht(100% beherrschen wird man sie nie), werden einem die schweren Katas, schwerere Techniken und das wirklich geile Kumite gezeigt...

    -Ziel
    In erster linie die beherrschung des Körpers(z.B muss man alle Techniken auch in Zeitlupe ausführn können), dann Selbstverteidigung, der Charakter wird gestärkt...
     
  12. Shoubless

    Shoubless New Member

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    Kann hier noch jemand ein paar genauere Informationen zum Judo geben? :)
     
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