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Kühlen bei Sportverletzungen

Dieses Thema im Forum "Sportmedizin" wurde erstellt von matten, 17. Januar 2015.

  1. matten

    matten Team Lowtech/Fitness. Der Mattenschlinger Admin

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    13.774
    edit:
    aus tony´s log verschoben:

    kühlen wird echt unterschätzt! wichtig ist halt eine hohe frequenz, also so 5 bis 6 mal am tag.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Januar 2015
  2. PowerWheel

    PowerWheel Well-Known Member

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    Laut neuesten (hab ich schon vor 8 Jahren in der Sportphysio gelernt ) Studien wird Kühlen überschätzt ;)
    Eis bzw kühlen ist, in meinen Augen , nur eine Akutmaßnahme um den Schmerz zu überdecken ,in der späteren Phase durch die bei kurzer Anwendung von ein paar Minuten entstehende reaktive Mehrdurchblutung eher kontraindiziert.
    http://www.netzathleten.de/Sportmag...letzungen-schaedlich/8209352706033014186/head
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Januar 2015
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  3. matten

    matten Team Lowtech/Fitness. Der Mattenschlinger Admin

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    13.774
    interessant. ich denke es lohnt sich dem thema einen eigenen thread zu gönnen.

    ich kann dem nur entgegen halten, daß ich immer hervorragende erfahrungen mit kühlen gemacht habe.
     
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  4. Rastadave

    Rastadave Well-Known Member Autor

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    Super Threat!
    Beschäftige mich grade selbst recht Intensiv mit dem Thema. Bin über Kelly Staretts "Icing" Video mit dem Thema in Kontakt gekommen, und habe mir dann Gary Reinls Buch "ICED" gekauft, was Eisanwendungen sehr Kritisch sieht. Bzw. komplett davon abrät. Er beschreibt das alles sehr schlüssig was mich im Moment ziemlich überzeugt. Versuche da grade auch in der Schule mit ein paar Lehrern zu diskutieren und wenn hier jetzt noch ne Diskusion stattfindet freut mich das =)

    Gut, nun Topic =)
    So sehe ich das auch. Aber lediglich Schmerz. Die Schwellung wird anscheinend nicht maßgeblich reduziert. + wird auch die gewünschte Heilentzündung die das Gewebe braucht um zu regenerieren unterbrochen bzw. zu dem Zeitpunkt an dem das Eis angewandt wird komplett gestoppt.

    Wann denn genau? Bzw. mit welcher Absicht? Rein Schmerztechnisch? Kannst du das etwas erläutern? Wäre cool mal was von jmd. zu hören der solchen (kritischen) Dingen auch immer offen gegenüber steht ;-)
     
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  5. PowerWheel

    PowerWheel Well-Known Member

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    Selbst im Fussball ,welches ja nicht gerade als führend in der Trainingslehre angesehen wird, ist das Eis/Kälteanwendungsthema durchgedrungen.
    Es wird nur noch in den ersten Sekunden nach Eintritt der Verletzung ( Zerrung,Riss,etc) stark gekühlt ,mittels Kältspray oder Eis (reine Schmerz Bekämpfung). In der Nachfolge kommt eher milde Kälte bis recht warme Anwendungen in Frage um ,wie Dave schon andeutet, die Heilungsphase nicht zu stören/unterbrechen !
     
  6. Foxi83

    Foxi83 Well-Known Member

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    Wieso wird denn in Krankenhäusern gekühlt wie blöd? Oftmals kriegen die damit nur die Schwellung weg um überhaupt operieren zu können. Im Krankenhaus hätten sie gegen die Entzündung ja andere effektive, medikamentöse Möglichkeiten?
     
  7. Gast

    Gast Guest

    wenn man kühlt bevor die schwellung da ist, wird sie aber nicht so groß wie ohne kühlen. und wenn die wasseransammlung im gewebe nicht so groß ist, sind in der folge auch die schmerzen geringer. so jedenfalls meine erfahrung.
     
  8. matten

    matten Team Lowtech/Fitness. Der Mattenschlinger Admin

    Registriert seit:
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    erst vor kurzem recht viel an meinem knöchel (links innen). ist allerdings keine originäre sportverletzung, sondern ein resultat meiner völlig deformierten fußgelenke (senk, spreiz, knickfuß, linksseitig mit stark angeschlagenem sprunggelenk). ich habe dort immer mal wieder starke schmerzen, schon seit meiner kindheit und vor kurzem passierte es auch, daß das sprunggelenk enorm anschwoll. ich kühle dann 3 bis 4 mal täglich für ungefähr 15 min.

    das resultat: deutliche schmerzlinderung und ich meine auch, daß die schwelllung schneller verschwand.

    ansonsten damals bei meinem muskelfaserriss in der brust. ich wollte so die einblutung reduzieren... naja die brust war trotzdem total blau unterlaufen. ;) ob es schlimmer ohne kühlung gewesen wäre kann ich nicht sagen, aber es tat auf jeden fall gut.
     
  9. königderberge

    königderberge Well-Known Member

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    Weil sich alte Lehrmeinungen lange halten, ein Beispiel ist meine KnieOP (Oberschenkelsehnenruptur) vor ca. 12 Wochen, ein junger Oberarzt riet mir Eisanwendungen nur bis die akute Schwellung auf ein erträgliches Mass zurückging, Pflegepesonal und andere Oberärzte wollten trotzdem mit Eis kühlen und der Chefarzt gab ihnen schlußendlich recht.

    In meiner jetzigen Rehaphase kühlen wir nur moderat bei überschwelliger Belastung auf dem Rad wenn das Knie zu warm wird mit Retterspitzumschlägen durch Verdunstungskälte, aber eigentlich sollten solche "Überlastungen" eher vermieden werden. :oops:
     
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  10. Rastadave

    Rastadave Well-Known Member Autor

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    1.845
    Da bin ich definitiv bei dir!

    D.h. du hast auch mal geschaut was passiert wenn du nicht kühlst? Ansonsten lässt sich das ja schlecht abschätzen. -->Was für mich übrigens auch ein Problem ist, da ich erstens noch nicht oft Verletzt war, und ichkühlen musste .
    Und wenn ich denn gekühlt habe, hätte ich ja nicht abschätzen können in wie weit es dick geworden wäre hätte ich nichts gemacht..

    Jo d.h. du schreibst ja viel über die Schmerzreduktion, was ja völlig klar geht... Dazu ist Eis ja auch gut in der Lage.

    Zur Einblutung: Das sollte nach ner kurzen Zeit ja von sich aus aufhören. Es bildet sich ja innerhalb ein paar min ein Thrombus der die ganze Sache verschließt. Inweiweit die Kontraktion der Blutgefäße durch das Eis einen starken Effekt drauf haben, weiß ich nicht genau...

    Und noch ne Frage dazu (@ matten und Foxi), dass die Schwellung schneller verschwand. Inwieweit erklärst du dir das? Ich meine nach z.B. nem Tag ist ja die Region maximal angeschwollen. (egal ob jetzt mit oder ohne Eis). Danach ereicht man doch keine Schwellungsreduktion durch Eis mehr?!?! Zumindest gibts keinen für mich plausiblen Grund...
    -----
    Habe jetzt mal angefangen mit 2 Lehrern von der Schule über dieses Thema zu diskutieren, die anderen Meinungen recht offen gegenüber stehen.
    Einer (Sportphysio) kühlt bei akuten Sportverletzungen nur mit kaltem Wasser und nicht mit Eis, und für ihn ist die Kompression weitaus wichtiger als das Eis. Wenn er auf etwas verzichten würde, dann darauf (das Eis :D )

    Mit einem anderen Lehrer hatten wir dann mal das Problem dass wir uns entscheiden mussten bei was für einer Verletzung wir denn sind.
    Ob z.B. (1) neues Hüftgelenk, wo vom Körper laut versch. Lehrern eine überschießende Heilentzündung hervorgerufen wird. Dadurch gibt's mehr Bluteinstrom wie eigentlich nötig + höhere Temperatur wie eigentlich Optimal wäre (Enzyme arbeiten nicht mehr optimal etc..)
    oder (2) einfach ein umgeknicktes Sprunggelenk, was vom Körper weitaus anders verarbeitet wird.

    -->Bei der Hüft OP kann ich es vollkommen nachvollziehen, dass man dort die Temperatur reduzieren will, um die Heilung zu Optimieren. Grade im Bezug auf den Optimalen wert für versch. Hormone/Enzyme und Zellen.
    Jedoch hatte ich dann dass Problem, dass wir z.B. 20min Eis auf die Hüfte packen. Wir somit die Temp. gesenkt haben, aber nach z.B. 10min ist die Hüfte wieder genau so heiß wie vorher! Ob das Eis dann wirklich Wirkung zeigt ist Fragwürdig.

    Beim Sprunggelenk habe ich irgendwie Probleme zu glauben, dass der Körper eine "überschießende Heilentzüdung" hervorrufen (kann). Deshalb hier die Frage, hat zu diesem Phänomen jemand Literatur?? Wurde im Inet noch nciht fündung und ich weiß auch die korrekte engl. übersetzung nicht.
     
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  11. Gast

    Gast Guest

    bezog sich eher auf stumpfe verletzungen. zb das typische hammer vs. finger.
    da macht kühlen einen riesenunterschied. so meine erfahrung.
     
  12. matten

    matten Team Lowtech/Fitness. Der Mattenschlinger Admin

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    13.774
    kann dahingehend auch nur vermutungen anstellen, aber würde mir denken, daß der wechsel zwischen warm und kalt zu einer steigerung der durchblutung führen könnte, welche den abtransport beschleunigt. wie gesagt, die kühldauer halte ich immer recht kurz.
     
  13. Foxi83

    Foxi83 Well-Known Member

    Registriert seit:
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    7.733
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    männlich
    Ich hab keine Ahnung. Das war eine Frage und keine Aussage. Das Fragezeichen war als solches zu verstehen und nicht als "!?" :)
     
  14. Jadefalke

    Jadefalke Well-Known Member

    Registriert seit:
    28. März 2005
    Beiträge:
    942
    Ich klinke mich gerade mal ein, soweit mir bekannt ist (Sportwissenschaftler und Sportphysio) ist Kühlen durchaus eher unterschätzt.
    Ich hab die Studien gerade nicht griffbereit, aber Fazit ist, dass es in vielen Bereichen Analgetika und ähnlichen Medikamenten überlegen ist.

    Das Problem ist die Dauer; Kühlen sollte nicht länger als 10, maximal 15 Minuten, praktiziert werden, um die negativen Effekte zu minimieren. Längeres Kühlen ist totaler Schwachsinn und verschlimmert die Situation oft aufgrund der Gefäßweitstellung, die als Reaktion auf die starke Kühlung folgt.
    Danach immer mind. 15 Min. pausieren.

    Eine sehr einfache und v.a. bei Schwellungen sinnvolle Art zu kühlen ist schlicht einen Eiswürfel zu nehmen und mit diesem zur Körpermitte zu streichen; zum einen wird der Eiswürfel eh maximal 10 Minuten durchhalten, zum anderen wird durch das Streichen zur Körpermitte (einmal durch den Druck, dazu durch die durch die Kälte angeregte Vasokonstriktion/kurzfristige Gewebs- und Muskeltonuserhöhung, welche die Flüssigkeit quasi vor sich herschiebt) die Schwellung positiv beeinflusst.
     
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  15. sportsfreund

    sportsfreund Moderator / Der Laktator / Team Fitness- und Kraft Moderator

    Registriert seit:
    17. November 2007
    Beiträge:
    5.697
    Interessante Thematik!

    Habe eine Anekdote zu Sprunggelenkverletzungen: hatte in meinem Leben schon 4 oder 5 Bänderzerrungen und da sich diese über so ca. 8 Jahre in meiner "Jugend" verteilten, war es interessant die Veränderung in der medizinischen Behandlung mitzuerleben:
    - anfangs hab ich Blutverdünnungsspritzen bekommen (als sporttreibender 15jähriger), Bein hochlagern, kühlen etc.
    - dasselbe ohne Spritzen
    - dann wieder mit Spritzen
    - dann wurde ich gefragt was mir lieber ist bzw. ob es mir etwas gebracht hat in Vergangenheit

    Beim letzten Mal hab ich das selbst in die Hand genommen, hab beschlossen nicht zu kühlen, den Fuß sobald möglich wieder zu "belasten" (mit Hilfe hin und wieder darauf stehen) und nur situationsbezogen unter Schmerz hochzulagern - unter dem Paradigma, dass die Schwellung/Hitze/Stoffwechsel etc. der Heilmechanismus des Körpers ist. Hab zwar die erste Nacht ein Schmerzmittel gebraucht, weil ich beim Schlafen aufgewacht bin, da der Fuß so gepocht hat, aaaaber: das war der schnellste Heilverlauf den ich hatte.

    Ido Portal scheint übrigens ähnliche Methodik bei Verletzungen anzuwenden.
     
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  16. Jadefalke

    Jadefalke Well-Known Member

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    942
    Oh, dass eine Entzündung grundsätzlich erstmal etwas gutes ist, steht ausser Frage.

    Und Eis bremst sie runter, wie allerdings auch alle NSAR.

    Im Endeffekt ist die Frage, was geht und was ist man bereit hinzunehmen außerhalb der Akutversorgung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2015
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  17. sportsfreund

    sportsfreund Moderator / Der Laktator / Team Fitness- und Kraft Moderator

    Registriert seit:
    17. November 2007
    Beiträge:
    5.697
    Genau das find ich die interessante Sache im Detail bzw. im individuellen Fall [img17]
     
  18. Gast

    Gast Guest

    naja, ohne steht man aber besser da ;)
     
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  19. Jadefalke

    Jadefalke Well-Known Member

    Registriert seit:
    28. März 2005
    Beiträge:
    942
    Nein, da widerspreche ich vehement. ;-)
     
  20. Gast

    Gast Guest

    ergo, sollte jeder ne entzündung haben?
     
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