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Hilfe Bei Sportverletzungen

Dieses Thema im Forum "Sportmedizin" wurde erstellt von nowski, 21. März 2005.

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  1. nowski

    nowski New Member

    Registriert seit:
    20. März 2005
    Beiträge:
    19
    Statistischen Angaben zufolge ereignen sich in Deutschland etwa 1,5 Millionen Sportunfälle im Vereins- und Breitensport pro Jahr. Schnelle und richtige Hilfe entscheidet oftmals über die Schwere und Dauer der Verletzung.




    Übersicht:
    Erste Hilfe nach der PECH-Regel
    Pause
    EIs
    Compression
    Hochlagern
    (1) Erste Hilfe nach der PECH-Regel
    Gemessen am Gesamtunfallaufkommen schlagen die Sportverletzungen, egal ob durch äußere oder innere Krafteinwirkung verursacht, mit einem Anteil von etwa 30 Prozent zu Buche.

    Gliederung der Sportverletzungen
    Gliedert man die Gruppe der Sportverletzungen weiter auf, so entfallen etwa 35 Prozent der Verletzungen auf Prellungen und Verstauchungen, circa 28 Prozent auf Verrenkungen und Knochenbrüche und 21 Prozent auf Verletzungen der Sehnen, Bänder und Muskeln. Die noch fehlenden Prozentanteile verteilen sich auf mehrere kleine Gruppen von Verletzungen, die in ihrer Anzahl eher vernachlässigbar sind.

    Die ersten Minuten nach dem Unfall sind entscheidend
    Bei einer jährlichen Zahl von 1,5 Millionen Sportverletzungen ist es nur zu wahrscheinlich, dass jeder Sporttreibende, egal ob nun Hobby- oder Profisportler, im Laufe seiner sportlichen Karriere schon einmal mit einer sportbedingten Verletzung konfrontiert worden ist. Im Falle einer akuten Verletzungssituation sind gerade die ersten Minuten nach dem Unfallereignis entscheidend, um die Unfallfolgen für den Betroffenen möglichst gering zu halten.

    Aus Angst, etwas falsch zu machen, wird nichts unternommen
    In einer solchen Situation ist bekanntlich in den wenigsten Fällen medizinisch geschultes Personal zugegen, das unmittelbar die Erstversorgung einleiten könnte. In diesem Fall ist dann oft der Trainingspartner gefordert, um unmittelbar die richtige Erstversorgung einzuleiten. Leider wird jedoch oft aus Unwissenheit, oder aus Angst etwas falsch zu machen, nichts unternommen. Mit Kenntnis einiger weniger Regeln kann auch jeder "Nicht - Mediziner" kompetente Ersthilfe leisten. Hier findet das "PECH-Schema" nach Böhmer seine Anwendung. Diese einfachen Regeln können bei fast allen Verletzungen der Haltungs- und Bewegungsorgane ohne begleitende offene Hautverletzungen angewendet werden.


    (2) Pause
    Der sofortige Abbruch der sportlichen Betätigung nach dem Unfallereignis ist angeraten. Die Zähne zusammen zu beißen und auch noch die letzten Spiel-Minuten dem Spielgerät hinterher zu laufen, führt oftmals zu einer noch schwereren Verletzung - aus einer Zerrung wird dann schnell ein Muskelfaserriss.



    (3) Eis
    Kühlung des betroffenen Areals mit Kältekissen, Eiswürfeln oder Eiswasser. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass das Eis nicht direkt auf die Haut aufgebracht wird, da dies sehr leicht zu Hauterfrierungen führen kann. Zur Vermeidung des direkten Hautkontakts wickelt man die Kältequelle am einfachsten in ein dünnes Handtuch.
    Durch die Kühlung verhindert man ein vermehrtes Anschwellen der verletzten Region. Bei nahezu jeder Verletzung werden kleine Blutgefäße in den Gelenkkapseln oder in den Muskeln verletzt, wodurch es zu einer Einblutung in das umgebende Gewebe (Bluterguss) kommt. Die Kälte bewirkt eine Engstellung der verletzten Gefäße und somit eine Verringerung des Blutergusses. Die Kühlung sollte nach 20-30 Minuten für jeweils 5 Minuten unterbrochen werden, um Durchblutungsstörungen zu vermeiden. Von der Verwendung von Eisspray ist abzuraten, da durch die stark punktuelle Kühlwirkung sehr schnell Erfrierungen auftreten können.



    (4) Compression

    Anlage eines Druckverbandes mit mäßiger Spannung mittels einer elastischen Binde. Dabei sind einige Punkte zu beachten:
    Der Druckverband darf keinesfalls zu straff gewickelt sein.
    Er sollte "herzwärts" gewickelt werden
    Die Gelenke sollten sich in Normalstellung befinden.
    Zur Kühlung kann dieser Kompressionsverband wiederholt mit Eiswasser durchtränkt werden. Durch Anlage eines Kompressionsverbandes wird ebenfalls ein vermehrtes Anschwellen der verletzten Region durch Bildung eines Blutergusses vermieden. Auch hier gilt, dass die Kompression nach 20-30 Minuten für etwa 5 Minuten unterbrochen werden sollte.



    (5) Hochlagern
    Hochlagerung des betroffenen Körperabschnitts - am besten über Herzhöhe. Hierdurch wird der Rückfluss des venösen Blutes und der Lymphflüssigkeit in Richtung Herz begünstigt, wodurch ebenfalls die Abschwellung beschleunigt wird.

    Durch Anwendung dieses einfachen Schemas zur Akutversorgung können die Verletzungsfolgen in vielen Fällen um ein deutliches Maß reduziert werden. Dadurch verkürzt sich in vielen Fällen die sportliche Zwangspause erheblich. Trotzdem sollte nach erfolgreicher Erstversorgung eine Vorstellung beim Arzt erfolgen, damit nach einer gründlichen Untersuchung (evtl. Sonographie, Röntgen etc.) die entsprechende Therapie eingeleitet werden kann.






    Quelle: www.freenet.de
     
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