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Die heimliche Krankheit in unserem Sport.

Dieses Thema im Forum "Muscle Corps Artikel" wurde erstellt von berby, 13. Februar 2018.

  1. berby

    berby Well-Known Member Autor

    Registriert seit:
    25. Dezember 2017
    Beiträge:
    795
    Geschlecht:
    männlich
    Liest man in den verschiedenen Foren der Schwerathletik im Internet, oder man liest in den Fachzeitschriften, so findet man in erster Linie neben Werbung vor allem Trainingshinweise, Ergebnisse von Wettbewerben und Kochrezepte. Selten dagegen liest man etwas über Verletzungen oder gar Krankheiten. Aber gerade Krankheiten sind es, die unserem Sport nicht nur behindern, sondern in sogar unmöglich machen. Die Rede ist nicht von zu hohen Blutdruck , Hernie, oder Diabetes. Ja, das sind zwar Krankheiten die in unserem Sport recht häufig zu finden sind, aber um diese Krankheiten soll es diesmal nicht gehen, sondern um Gicht.

    Warum nun gerade Gicht?

    Gicht ist eine klassische Zivilisationskrankheit.

    Ihr denkt, das kann uns ja nicht passieren, da wir uns richtig ernähren und Sport treiben.
    Es kommt dabei aber wie immer im Leben auf den jeweiligen Blickwinkel an, mit dem man ein Problem betrachtet.
    Natürlich werden die meisten sagen, das sie sich richtig ernähren und auch hart trainieren, daher könnten sie kaum davon betroffen werden.
    Doch stimmt das selbstkritisch auch tatsächlich und vor allem ist dem auch so?
    Kann es uns tatsächlich nicht treffen?

    Sehen wir uns doch einmal die Ursachen an. Diese sind nämlich sehr vielfältig.

    Natürlich steht da an erster Stelle eine eine familiäre Vorbelastung, die Stoffwechselstörung, doch erst wenn Bewegungsmangel, Übergewicht, eine ungesunde Ernährung und zu viel Fleisch dazukommen, kommt es zu einer akuten Gichtattacke.
    Gicht kann aber auch durch eine andere Grunderkrankung ausgelöst ausgelöst werden, bei Männern tritt Gicht bis zu 8 Mal häufiger auf als bei Frauen

    Es gibt aber auch die Stoffwechselerkrankung als Folge von anderen Erkrankungen.
    Das können zum Beispiel Tumorerkrankungen, Leukämie (Blutkrebs), Anämie (Blutarmut),Psoriasis (Schuppenflechte), Bestimmte Medikamente und Chemotherapie bei Krebs sein.

    Doch was passiert bei einem Gichtanfall?
    Es bildet sich Harnsäure, die sich in einem oder mehreren Gelenken festsetzt und dort schmerzhaft Entzündungen auslöst. Vor allem Männer zwischen 40 und 60 Jahren sind betroffen, aber auch Frauen nach den Wechseljahren. Die erhöhten Harnsäurewerte belasten aber vor allem auch die Nieren. Die Schädigung der Nieren geschieht schmerzlos, ist aber ein weitaus größeres Problem als die schmerzhaften Gichtattacken an den Gelenken. Bei fehlender oder falscher Behandlung kann die Gicht daher im schlimmsten Fall zum Nierenversagen führen.

    Harnsäure bildet unser Körper aus sogenannten Purinen. Diese werden jedoch in sehr kleinen Mengen gebildet, problematisch sind aber die großen Mengen, die wir täglich vor allem durch tierische Lebensmittel aufnehmen. Gichtkranke produzieren mehr Harnsäure als sie ausscheiden können. Es entsteht eine sogenannte Hyperurikämie – ein Harnsäureüberschuss.

    Purine sind wichtige Bausteine der Nukleinsäuren. Sie sind nicht essentiell, sondern werden vom menschlichen Körper selbst gebildet. Lebensmittel tierischer Herkunft enthalten wegen der hohen Konzentrationen in Haut und Innereien viele Purine. Nach dem Verzehr werden beim Menschen die Purine zu Harnsäure abgebaut und über die Nieren ausgeschieden

    Begünstigt wird die Gicht durch:
    - Äußere Faktoren wie eine strenge Diät können einen akuten Gichtanfall begünstigen.
    - Abführende und harntreibende Mittel verdicken bei längerer Verwendung das Blut, dadurch steigt der Harnsäurewert im Blut an und begünstigt den Gichtanfall.
    - Auch Alkohol, und hier vor allem Bier, erhöht den Harnsäurewert im Blut, da Harnsäure ein Zwischenprodukt beim Alkoholabbau ist.
    - Eine weitere Ursache für Gicht ist Kälte beziehungsweise eine niedrige Körpertemperatur Kälte kann schon bei einer niedrigen Harnsäurekonzentration im Blut zu einem akuten Gichtanfall führen.

    Ursachen für eine Gicht:
    - Das sind vor allem gehaltvolle Mahlzeiten mit purinhaltige Lebensmitteln, Diäten/Fastenkuren, Abführmittel, Harntreibende Mittel, Starker Gewichtsverlust, Verletzungen, Infektionen, Stress, Körperliche Überanstrengung und zu enge Schuhe.

    Gicht – Symptome:
    - Anzeichen für Gicht bemerkt man meist erst, wenn es zu spät ist. Mehrheitlich macht sich eine Gichterkrankung für Betroffene vor dem ersten Gichtanfall nicht bemerkbar.
    - Meist trifft es beim ersten Gichtanfall ein Zehengelenk. Dies äußert sich in sehr starken Gelenkschmerzen und das betroffene Gelenk ist gerötet, angeschwollen und über wärmt.
    - Ein akuter Gichtanfall tritt scheinbar aus dem „Nichts“ auf. Er ist häufig verbunden mit starken Schmerzen im Gelenk.

    Es gibt vier Krankheitsstadien:
    I Vorstufe von Gicht.
    II Akuter Gichtanfall
    III Gicht
    IV Chronische Gicht

    Gicht – Verlauf:
    - Auslöser eines Gichtanfalls ist manchmal nur eine einzige Mahlzeit sein. Viele trifft ihre erste akute Gichtattacke während der Weihnachtsfeiertage.

    - Gicht verläuft in vier Stadien.
    Hier ein Überblick über den Verlauf, mögliche Folgen und Komplikationen.
    I Meist beginnt die Gicht 10 bis 15 Jahre vor Ausbruch der Krankheit.
    II Meistens werden nachts viel von einem akuten Gichtanfall überrascht.
    III In der Ruhephase, sind Patienten Monate - bis Jahrelang beschwerdefrei. Bei einer unbehandelten Gicht werden diese schmerzfreien Intervalle allerdings immer kürzer.
    IV In dieser Phase treten die Gichtanfälle gehäuft auf, es können jetzt sogar mehrere Gelenke betroffen sein.


    Gicht - Vorbeugen:
    - Vorbeugend hilfreich ist eine ausgewogene, purinarme Ernährung. Ärzte empfehlen eine eiweißarme Ernährung, also weniger Meeresfrüchte, fetten Fisch, Fleisch, Wurstwaren und Innereien.
    - Auch Lebensmittel, die mit Fruktosesirup gesüßt sind, sollten nicht auf den Speisezettel stehen. Dazu zählen Softdrinks, Fruchtjoghurts, Eis, Multivitaminsäfte und Müsliriegel.
    - Vorbeugend hilfreich ist eine ausgewogene, purinarme Ernährung. Empfohlen werden maximal 500 Milligramm Purine pro Tag, bei einem akuten Anfall sollten maximal 300 Milligramm aufgenommen werden. Empfehlenswert sind sind fettreduzierte Milch und Milchprodukte
    - Auch vorbeugend ist der Abbau von Übergewicht: Aber Achtung, zu strenge Diäten erhöhen den Harnsäurewert!

    [​IMG]

    Eine Eiweißreiche Ernährung ist nun aber doch notwendig in unserem Sport. Trotzdem sollten wir bestimmte Nahrungsmittel besser in Maßen konsumieren.

    Hier eine Liste von Nahrungsmitteln mit Purin und Harnsäurewerten.

    Fleisch
    Purin in 100g
    Harnsäure in 100g

    Hammelkotelett
    61
    146
    Hammellende
    81
    195
    Kalbfleisch (Muskelfleisch)
    63
    150
    Kalbsbries (Thymusdrüse)
    525
    1260
    Kalbskotelett
    52
    125
    Kalbsleber
    182
    460
    Kalbsniere
    88
    210
    Lammfleisch (Muskelfleisch)
    76
    182
    Pferdefleisch
    83
    200
    Rinderherz
    107
    256
    Rinderleber
    231
    554
    Rinderlunge
    166
    399
    Rinderniere
    112
    269
    Rinderzunge
    67
    160
    Rindfleisch (Muskelfleisch)
    58
    140
    Schweinefleisch (Muskelfleisch)
    63
    150
    Schweineleber
    125
    300
    Schweineniere
    139
    334
    Schweineschulter, roh
    63
    150
    Schweineschulter, gebraten
    83
    200
    Schweineschulter, Haut
    116
    280
    Schweinskotelett
    49
    118
    Hase
    71
    170
    Hirsch
    67
    160
    Kaninchen
    60
    145
    Reh
    63
    145


    Wurst und Schinken
    Purin in 100g
    Harnsäure in 100g

    Blutwurst
    38
    90
    Bratwurst
    54
    130
    Fleischextrakt
    1459
    3500
    Fleischkäse(Leberkäse)
    58
    130
    Frankfurter Würstchen
    54
    130
    Jagdwurst
    54
    130
    Leberpastete
    52
    125
    Leberwurst
    73
    175
    Mortadella
    54
    130
    Gekochter Schinken
    83
    198
    Roher Schinken
    84
    200
    Wiener Würstchen
    46
    110


    Geflügel
    Purin in 100g
    Harnsäure in 100g

    Ente
    64
    153
    Fasan
    62
    150
    Gans
    69
    165
    Huhn, Keule, gebraten
    98
    235
    Huhn mit Haut, gebraten
    125
    300
    Putenschnitzel, roh
    50
    120


    Fisch
    Purin in 100g
    Harnsäure in 100g

    Forelle
    83
    200
    Hecht
    58
    140
    Heilbutt
    123
    294
    Hering
    79
    194
    Hering, grün, ohne Haut
    74
    178
    Heringsfilet
    88
    210
    Heringsrogen
    79
    190
    Kabeljau (Dorsch)
    63
    150
    Kabeljaufilet
    50
    120
    Karpfen
    63
    150
    Lachs
    68
    163
    Makrele
    60
    145
    Makrele, roh, mit Haut
    167
    400
    Makrele, roh, ohne Haut
    75
    180
    Rotbarsch (Goldbarsch)
    100
    241
    Sardine
    144
    345
    Schellfisch
    54
    130
    Scholle
    58
    140
    Scholle, roh, mit Haut
    71
    170
    Scholle, roh, ohne Haut
    54
    130
    Seelachs
    68
    163
    Seezunge
    55
    131
    Thunfisch
    107
    257
    Zander
    46
    110


    Fischerzeugnisse
    Purin in 100g
    Harnsäure in 100g

    Aal (geräuchert)
    48
    115
    Anchovis
    108
    260
    Brathering, mit Haut
    88
    210
    Brathering, ohne Haut
    67
    160
    Bückling, mit Haut
    100
    240
    Bückling, ohne Haut
    60
    145
    Kaviar (russischer)
    60
    145
    Lachs (geräuchert)
    100
    242
    Makrele (geräuchert)
    76
    182
    Matjeshering
    91
    219
    Ölsardinen, mit Haut
    146
    350
    Ölsardinen, ohne Haut
    88
    210
    Sardinen (in Öl)
    200
    480
    Sprotte (geräuchert)
    223
    535
    Thunfisch (in Öl)
    121
    290


    Krusten- und Schalentiere
    Purin in 100g
    Harnsäure in 100g

    Auster
    38
    90
    Garnele
    61
    147
    Hummer
    73
    175
    Krebs
    25
    60
    Miesmuschel
    154
    370


    Milchprodukte
    Purin in 100g
    Harnsäure in 100g

    Milch
    0
    0
    Joghurt, natur
    0
    0
    Quark, 20% Fett i.d.Tr.
    0
    0
    Camembert,45% Fett i. d.Tr.
    13
    30
    Emmentaler,45% Fett i.d.Tr.
    4
    10
    Gouda, alt, 45% Fett i. d.Tr.
    7
    16
    Harzer Käse, 10% Fett i. d.Tr.
    10
    24
    Limburger, 20% Fett i. d. Tr.
    10
    24
    Schmelzkäse, 60% Fett i. d. Tr.
    5
    13
    Schmelzkäse, 20% Fett i. d. Tr.
    11
    26


    Gemüse
    Purin in 100g
    Harnsäure in 100g

    Aubergine
    8
    20
    Bambussprossen
    6
    15
    Blumenkohl
    19
    45
    Bohnen (grün)
    18
    42
    Avocado
    13
    30
    Broccoli
    21
    50
    Chicorée
    6
    15
    Chinakohl
    10
    25
    Endivien
    4
    11
    Feldsalat
    10
    24
    Fenchel
    7
    16
    Grünkohl
    13
    30
    Karotte
    6
    15
    Kartoffel
    6
    15
    Kohlrabi
    13
    30
    Kopfsalat
    4
    10
    Lauch
    17
    40
    Möhre
    6
    15
    Paprika, grün
    4
    10
    Paprika, rot
    6
    15
    Porree
    17
    40
    Radieschen
    4
    10
    Rettich
    4
    10
    Rhabarber
    2
    5
    Rosenkohl
    25
    60
    Rote Bete
    8
    20
    Rotkohl
    17
    40
    Salatgurke
    2
    6
    Sauerampfer
    23
    55
    Sauerkraut
    8
    20
    Schwarzwurzel
    29
    70
    Sellerie
    13
    30
    Spargel
    10
    25
    Spinat
    21
    50
    Tomate
    4
    10
    Wirsingkohl
    17
    40

    Zucchini
    8
    20
    Zwiebel
    4
    9


    Pilze
    Purin in 100g
    Harnsäure in 100g

    Champignon
    25
    60
    Pfifferling
    13
    30
    Steinpilz
    34
    80


    Obst
    Purin in 100g
    Harnsäure in 100g

    Ananas
    8
    20
    Apfel
    6
    15
    Aprikose
    8
    20
    Aprikose (getrocknet)
    32
    75
    Banane
    11
    25
    Birne
    6
    15
    Brombeere
    5
    15
    Dattel
    21
    50
    Erdbeere
    11
    25
    Banane
    11
    25
    Heidelbeere
    8
    20
    Himbeere
    8
    18
    Kirsche (süß)
    6
    15
    Orange
    8
    20
    Pfirsich
    8
    18
    Preiselbeere
    5
    13
    Wassermelone
    8
    20
    Weintraube, blau
    8
    20
    Weintraube, weiß
    8
    20
    Zwetschge
    8
    20


    Getreide, Reis, Nudeln
    Purin in 100g
    Harnsäure in 100g

    Buchweizen
    62
    149
    Gerstengraupen
    34
    82
    Grieß
    23
    55
    Grünkern
    34
    82
    Haferflocken
    42
    100
    Hirse
    35
    85
    Reis (natur, gekocht)
    15
    35
    Reis (weiß, gekocht)
    10
    25
    Roggen (ganzes Korn)
    20
    47
    Sago
    34
    82
    Stärke
    0
    0
    Tapioka
    37
    89
    Vollkornmehl
    35
    84
    Weizen (ganzes Korn)
    17
    40
    Weizenmehl
    8
    20
    Nudeln, gekocht
    22
    52
    Vollkornnudeln, gekocht
    21
    50
    Vollkornnudeln, roh
    65
    157


    Hülsenfrüchte und Soja
    Purin in 100g
    Harnsäure in 100g

    Bohnen (weiß)
    75
    180
    Erbsen
    62
    150
    Linsen
    84
    200
    Sojabohnen
    92
    220
    Sojabohnenmehl
    123
    296
    Sojafleisch
    154
    370
    Sojaschrot
    84
    200
    Tofu
    29
    70
    Sojasauce
    25
    60


    Nüsse und Samen
    Purin in 100g
    Harnsäure in 100g

    Erdnuss
    42
    100
    Haselnuss
    13
    30
    Mandel
    13
    30
    Mohn
    70
    154
    Sesam
    37
    88
    Sonnenblumenkerne
    65
    157
    Walnuss
    10
    25


    Getränke mit und ohne Alkohol
    Purin in 100g
    Harnsäure in 100g

    Altbier
    2
    5
    Apfelsaft
    3
    8
    Bockbier, hell
    5
    13
    Diätbier
    4
    10
    Doppelbock
    6
    14
    Export Bier
    5
    11
    Jever Pilsener
    4
    10
    Jever light
    2
    5
    Kaffee
    0
    0
    Kaffeepulverextrakt
    0
    0
    Kölsch
    2,5
    6
    Löwenbräu, alkoholfrei
    6
    14
    Malzbier
    2
    5
    Orangensaft
    5
    12
    Pilsener Lagerbier, Pils
    5
    13
    Sekt
    0
    0
    Spirituosen
    0
    0
    Tee (schwarz)
    0
    0
    Wein
    0
    0
    Weißbier
    6
    15
    Weizenvollbier, hefefrei
    4
    10

    Wie Ihr seht, ist es schon überraschend was da für an Nahrungsmitteln übrigbleibt.

    Nun, ich bin kein Mediziner und kein Wissenschaftler, ich beziehe meine Kenntnis auch nur aus dem Internet und ich beanspruche daher nicht die Richtigkeit der oberen Zeilen.

    Doch was bedeutet das nun alles für uns und unserem Sport?

    Ab einem bestimmten Alter und ungünstigen Bedingungen kann es beinah jeden irgendwann erwischen. Also heißt es vorbeugen, die Augen auf beim Nahrungsmittelkauf nicht all zu oft die hochwertigen tierischen Eiweißquellen nutzen und statt dessen lieber auf Supplemente zurück greifen. Der Grund; Supplemente habe keine Purine.
    Auch sehr strenge und schnelle Diäten mit einem starken Gewichtsverlust sollten weitgehend vermieden werden. Auch Stress im Alltag und überschwere körperliche Anstrengungen fördern Gicht.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Brechstange auch in unserem Sport die Ausnahme bleiben muss.

    Der oder die beste im Sportverein oder im Fitness Studio zu sein, ein Rekord, einen Pokal oder ein Titel zu besitzen, all das kann unsere eigene Gesundheit nicht ersetzen.

    In diesem Sinne macht das beste für Euch aus diesem Artikel.
    [​IMG]
    Hier einige Links zum Thema Gicht.
    http://www.mylife.de/search?search=Gicht
    http:https://dr-barbara-hendel.de///www.gichtliga.de/Templates/purinrechner.php
    https://dr-barbara-hendel.de/bewusstes-leben/ernaehrung/tabellen/puringehalt-tabelle/
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Februar 2018
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  2. Dicker

    Dicker Well-Known Member

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    Wenn man das so liest, dann schmeckt mir gleich mein Mittag nicht mehr :(. Gibt Stampfkartoffel (Kartoffel/Süßkartoffel) mit Minihaxen.
     
  3. Triceps87

    Triceps87 New Member

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    Hätte nicht gedacht, dass Käseprodukte so purinarm sind.
     
  4. No Easy Way

    No Easy Way Well-Known Member

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    Sorry, aber wegen dieser Tabelle jetzt Supplemente als Eiweißquelle zu propagieren, halte ich für absoluten Quatsch!
    Die Industrie sagt selbst, dass das nur als Ergänzung zu verstehen ist, nicht als Ersatz!
    Wären diese Lebensmittel nun wirklich so katastrophal schlimm, wäre die Menschheit schon vor Generationen ausgestorben, denn das meiste davon gehört bei fast jedem irgendwie zur Ernährung dazu. Wenn nun also 99 Experten sagen, Haferflocken sind gesund ... und nur einer sagt: Neee, da kannste Gicht von kriegen ... dann bin ich geneigt, den 99 zu glauben ... auch, wenn es damals auch nur einen Experten gab, der sagte, dass die Erde eine Kugel und keine Scheibe ist ;)
     
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  5. berby

    berby Well-Known Member Autor

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    Also ich nehme relativ viele Supplemente, jedoch nicht wegen der von mr aufgeführten Tabelle.
    Gicht hat viele Ursachen und kann jeden treffen, ob mit oder ohne Nutzung von Supplementen.
    [​IMG]
    Klar, man muss ja nicht die Erfahrung von Medizienern aus der eigenen Praxis auf diesem Gebiet glauben, aber ich selber hatte schon einen Gicht-Anfall und achte daher auf meine Ernährung.
    Übrigens, unsere Nahrungsmittel sind bei weitem nicht mehr so naturbelassen wie das früher der Fall war und wir müssen als Endverbraucher doch immer das glauben, was auf der Verpackung steht. Eine qualitative Prüfung der gekauften Nahrungsmittel ist für den Endverbraucher meist nur sehr schwer möglich.

    Übrigens, Gicht hat nicht in jedem Fall etwas mit der Ernährung zu tun.
    [​IMG]
     
  6. No Easy Way

    No Easy Way Well-Known Member

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    Ich stimme dir zu, dass mit unseren Lebensmitteln nicht alles so ist, wie es sein sollte.
    Aber dennoch ... und nur darum ging es mir ... finde ich die Aussage, die Eiweißzufuhr vermehrt über Eiweißpulver zu decken nicht gut!
    Da darf es dann doch lieber mal etwas mehr an normaler Nahrung sein, mit dem man seinen Bedarf abdeckt!
     
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  7. berby

    berby Well-Known Member Autor

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    Ein Missverständnis. Ich gebe zu, von meiner Seite aus etwas unglücklich formuliert.
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    Also klären wir es doch mal auf.
    Supplemente wirken, aber die Wirkung wird bei weitem überschätzt. Die Wirkung von Supplementen ist aber auch sehr stark von der Ernährung abhängig.
    Nur bei einer ausgewogenen Ernährung als Grundbasis können Supplemente voll wirken. Ist dies nicht der Fall, wird die Wirkung von Supplementen stark reduziert, ja sogar zum Teil völlig unwirksam.

    Aber das weißt Du ja selber.

    Es macht daher in unserem Sport überhaupt keinen Sinn, herkömmliche Nahrung gegen Supplemente auszutauschen. Auch nicht als völlig gesunder junger Mensch.

    Auch wenn es Studien gibt (Diät), welche eine langfristige Einnahme von Supplementen ohne herkömmliche Nahrung, die eine erfolgreichen Gewichtsabnahme belegen, so sind diese doch für unseren Sport weitgehend ohne Bedeutung.

    Es macht aber durchaus viel Sinn, wenn man zu der gefährdeten Personengruppe gehört, und die vermeintlich guten tierischen Eiweißquellen (z.B. Thunfisch), welche aber meist leider auch einen zu Teil hohen Gehalt an Purinen haben, diese besser gleich gegen andere proteinreiche Nahrungsmittel mit niedrigen Gehalt an Purinen auszutauschen. Oder wie in meinem Fall statt dessen zu Proteinpulver zu greifen, denn das hat keine Purine.

    Randbemerkung:
    Ich esse zum Teil auch jetzt immer noch z.B. Thunfisch und &, jedoch bei weitem nicht mehr so häufig.
    [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juli 2018
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  8. MarmorStein

    MarmorStein Well-Known Member

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    Warum bezeichnest Du Gicht als „heimliche“ Krankheit? In meinem Leben habe ich schon ein paar Gichtanfälle gesehen, und hatte nicht den Eindruck, dass die Patienten dies als besonders subtil empfunden hätten.

    Insgesamt ist mir nicht ganz klar, an wen sich der Artikel richtet. Denn wie im Artikel beschreiben ist „falsche Ernährung“ allein kein Auslöser für einen Gichtanfall oder die Hyperurikämie als Vorstufe, sondern es ist entweder eine primäre Hyperurikämie oder eine andere Grunderkrankung vorhanden. Welchen Gewinn hätte ein „gesunder“ Sportler hinsichtlich „der Gicht“ also, wenn er die gegebenen Ernährungsvorschläge beherzigen würde? Zumal die Gichterkrankung statistisch gesehen meinen Quellen nach (vgl. z.B. Herold, Innere Medizin 2017 oder die Leitlinie Gichtarthritis der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie) gehäuft mit Komorbiditäten wie dem metabolischen Syndrom auftritt, welche wiederum unter Sportlern mit geringerer Inzidenz vergesellschaftet sein sollten.


    Sollte hier der Begriff „Supplement“ im geläufigen Sinne des „Nahrungsergänzungsmittels“ gebraucht werden, drängt sich nicht schon auf den ersten Blick ein offensichtlicher Widerspruch auf? Denn wenn die Grundernährung ausgewogen (also in gewissem Sinne „ganz(heitlich)“) ist, inwiefern soll dann eine durchschlagende Wirkung einer Ergänzug resultieren? Sind nicht gerade dann Nahrungsergänzungsmittel besonders „wirksam“, wenn die zugeführten Stoffe in der eigentlichen Ernährung in (zu) geringer Menge vorhanden sind?
     
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  9. berby

    berby Well-Known Member Autor

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    Zur heimliche Krankheit.
    Weil speziell im Kraftsport die Gicht -gefahr meist unterschätzt wird.
    Besteht bereits eine versteckte Neigung zu Gicht, wirken äußere Faktoren krankheitsfördernd oder anfallauslösend. Zu diesen Faktoren gehören vor allem purinreiche Lebensmittel und alkoholische Getränke, aber auch Stoffwechselschwankungen, wie sie bei strengen Diäten oder manchmal bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) vorkommen. Auch körperlicher Stress - zum Beispiel durch Verletzungen, ungewöhnliche Anstrengungen (auch durch Sport, speziell im fortgeschrittenem Alter).

    Zum Artikel
    Er richtet sich wie beschrieben in erster Linie an die ältere Generation.

    Zu den Supplementen
    Hier geht es speziell nur um den Sport, nicht um Supplemente für die allgemeine Gesundheit.
    Um bei Wettbewerben im Bodybuilding aber auch im Powerlifting mit vorn dabei zu sein reicht eine ausgewogene Ernährung meistens nicht mehr aus. Speziell im Bodybuilding geht nichts ohne Supplemente.
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  10. MarmorStein

    MarmorStein Well-Known Member

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    Hm, woher nimmst Du diese Information? Was macht die sportelnde Bevölkerung da so besonders anfällig bzw. auf welche Daten berufst Du Dich da? Jetzt mal ganz subjektiv: Ich wüsste nicht, dass das Bewusstsein bezüglich einer "Gicht-Gefahr" (wenn man das so bezeichnen möchte) in der nicht an Gicht leidenden Allgemeinbevölkerung (oder mit an-Gicht-Leidenden Personen Bekanntschaft pflegenden Leuten) allzu präsent ist.

    Muss ich wohl überlesen haben bzw. kann's immer noch nicht finden. Sei's drum :)

    Muss ich auch irgendwie überlesen haben und finde die Aussage auch jetzt nirgends. Dennoch gehst Du meiner Meinung nach nicht auf den Kern der Frage ein: Ob die "Wirksamkeit" (darunter verstehe ich den Nutzen der Einnahme eines Supplements verglichen mit dem Nicht-Einnehmen dessen bei derselben Person unter gleichen Voraussetzungen) eines Supplements nicht dennoch bei einem dem Supplement entsprechenden Nährstoffdefizit höher wäre. Schlussendlich bezeichnet eine ausgewogene Ernährung m.W. ja das Vorhandensein aller zur Bewältigung der Anforderungen benötigten (Nähr)Stoffe. Oder wie definierst Du eine "ausgewogene Ernährung"? Wenn Du den Begriff "Supplemente" als Euphemismus für Doping verwendest sehen die Dinge natürlich anders aus.;)
    Kurzum: Die Problematik hier ist wohl offensichtlich, dass (zumindest mir) nicht ganz klar wird, was genau Du unter "Supplementen" oder einer "ausgewogenen Ernährung" verstehst bzw. wie Du "Wirksamkeit" bewertest.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Januar 2019
  11. berby

    berby Well-Known Member Autor

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    Dann lies die Artikel von mir auf der Portalseite, lies in meinem Log oder lies in meinem Profil.
    Übrigens, wie schon an anderer Stelle im Forum schon beschrieben, ich lege hier und auch wo anders im Forum nur meine Meinung dar und ich beharre hier keinesfalls auf Richtigkeit.
    Meine Meinung immer mit Studien zu bestätigen damit sie glaubwürdiger erscheint lehne ich ab.
    Ich bin weder Mediziner noch Wissenschaftler, ich schreibe hier nur aus meiner Erfahrung und zitiere erfolgreiche Coaches und Sportler.
    Was jeder Einzelne daraus für sich macht ist dessen alleinige Angelegenheit.

    Wenn Du da eine andere Sichtweite hast, so ist das natürlich Deine Sache.
    [​IMG]
     
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